Israel warnt vor Anschlag

Startbeitrag von Fapro am 25.07.2004 14:51

Israel warnt vor Anschlag

Die israelische Regierung hat vor der Gefahr eines Anschlags rechtsextremer Gruppen auf die El-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem gewarnt. Ziel der Extremisten könnte es sein, so den geplanten Abzug aus dem palästinensischen Gaza-Streifen vereiteln zu wollen, sagte Sicherheitsminister Tsahi Hanegbi.

"Der Grad der Gefahr eines Anschlags auf dem Tempelberg durch jüdische Extremisten und Fanatiker, als Katalysator für einen Wandel des gesamten politischen Prozesses, ist in den vergangenen Monaten gestiegen, vor allem in den vergangenen Wochen, mehr als je zuvor", sagte er. Die El-Aksa-Moschee ist eines der größten Heiligtümer des Islam.

Flugzeug auf El-Aksa-Moschee?

Auch der israelische Geheimdienst Schin Bet und die Polizei warnten vor einem entsprechenden Vorhaben von Extremisten. Die israelische Zeitung "Haaretz" meldete, es gebe Hinweise auf einen Plan, während eines Massengebets ein Flugzeug in das von Muslimen als "Haram el Scharif" verehrte Heiligtum stürzen zu lassen. Dabei könne eine ferngesteuerte, mit Sprengstoff beladene Drohne oder ein von einem Selbstmordattentäter gesteuertes Kleinflugzeug eingesetzt werden. Ein weiteres Szenario sei ein Attentat jüdischer Extremisten auf einen wichtigen muslimischen Religionsführer.

Der ultra-rechte jüdische Aktivist Eljakim Haezni nannte einen Anschlag auf den Tempelberg eine "würdige Tat". Es sei "natürlich, dass die Leute angesichts der drohenden Katastrophe jeden Weg suchen, diese abzuwenden ", sagte er dem Armeesender hinsichtlich der angekündigten Räumung des Gazastreifens.

Menschenkette vom Gazastreifen bis Jerusalem

Rechtsorientierte Demonstranten wollen am Sonntagabend als Protest gegen den Gaza-Abzug eine 90 Kilometer lange "Menschenkette" zwischen dem nördlichen Gazastreifen und der Klagemauer in Jerusalem bilden. Die Organisatoren der Aktion rechnen mit mindestens 100.000 Teilnehmern. Etwa ein Viertel der 120 Parlamentsabgeordneten haben ihre Teilnahme angekündigt.

Ministerpräsident Ariel Scharon will gegen den Widerstand von konservativen, ultra-religiösen und nationalistischen Gruppen alle 21 Siedlungen im Gaza-Streifen und vier der 120 Siedlungen im Westjordanland bis Ende 2005 auflösen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Geheimdienst vor der wachsenden Gefahr eines Anschlags auf Scharon durch jüdische Extremisten gewarnt.

Angriff auf Gaza-Stadt

Am Sonntag griff ein israelischer Kampfhubschrauber ein Ziel in Gaza an. Nach Angaben von Augenzeugen schlugen zwei Raketen in einem leer stehenden Gebäude ein. Dabei sei niemand verletzt worden. Aus palästinensischen Regierungskreisen verlautete, das Haus sei von Mitgliedern der Hamas zur Herstellung von Waffen benutzt worden.

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