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Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
17
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Beam, Silberhaar, Mike *, svx_biker, *Vogel*, Toxic A. Venger, Risky - der Pessimist

UHR

Startbeitrag von Beam am 13.08.2004 08:41

Was denkt ihr zu den Vorwürfen zu Steuerhinterziehung bei Swatch? Heute hätte es UHR für 130.- gegeben, was denkt ihr erst mal die Medienmittteilung abwarten?

Antworten:

wenn das stimmt, bin ich schon sehr enttäuscht. steuerhinterziehung ist ja wohl das letzte!!
gilt ja in der schweiz noch immer als gentlemen-delikt. da sollte man auch mal bei einem grossen ein exempel statuieren. sauerei!

von Toxic A. Venger - am 13.08.2004 08:44
vorallem bei Swatch wäre ich enttäuscht, hab die Führung dort eigentlich anders eigenschätzt, aber Vorverurteilung sollte man nicht machen, vielleicht wollten sich auch einige günstig mit UHR eindecken

von Beam - am 13.08.2004 08:46

Re: UHR - ZKB Meinung

2 ehemalige Mitarbeiter beschuldigen UHR der
Steuerumgehung. Übertriebene Kursreaktion.
• Fakten: 2 ehemalige Mitarbeiter der Swatch
Group haben den Medien (Financial Times und
Wall Street Journal) Informationsmaterial zugespielt,
die belegen sollen, dass wegen ungerechtfertigter
Transferpreise Steuern in Asien, Australien
und teilweise in den USA umgangen wurden.
Die beiden MA haben diese Behauptungen
am 25.06. auch dem US-Arbeitsamt vorgelegt,
das den Fall untersucht.
• Beurteilung: Swatch Group hat uns gegenüber
die Beschuldigungen klar bestritten und wird heute
noch eine Pressemitteilung veröffentlichen.
• Internationale Steueroptimierungen sind bei Konzernen
üblich und legal. Es ist jedoch immer ein
gewisser Spielraum gegeben, was von den Steuerbehörden
noch akzeptiert wird und was nicht.
Die einzelnen Steuerbehörden können z.B. auch
Transferpreise überprüfen und haben diese offensichtlich
bisher nicht beanstandet.
• Die Steuerbehörden werden u.E. das Steuerdossier
UHR nochmals überprüfen. Im Worst Case
müsste UHR für die vergangenen Jahre Steuern
nachzahlen. Ein ehemaliger Mitarbeiter behauptet,
dass es für Asien und Australien um über
USD 180 Mio für die vergangenen 6 Jahre gehen
würde. Selbst dieser einmalige Betrag wäre
jedoch für Swatch Group problemlos verkraftbar
(Nettoliquidität von über CHF 1 Mrd, geschätzter
Reingewinn 2004: CHF 580 Mio). Negativer
wäre u.E. wenn die Konzernsteuerquote nachhaltig
deutlich steigen würde, was aus heutiger Sicht
eher unwahrscheinlich ist. Die USD 180 Mio verteilt
auf 6 Jahre hätten theoretisch eine um 5 %
höhere Steuerquote zur Folge.
• Fazit:. Die heutige Kursreaktion (Eröffnung –
11 %) ist u.E. übertrieben und bietet eine Kaufgelegenheit.
Einstufung „Übergewichten“.
• Halbjahresergebnis am 24.08.



von Risky - der Pessimist - am 13.08.2004 08:53

Re: UHR - ZKB Meinung

Wen dem so ist, haben wir leider eine Vielzahl fauler Eier in unserem Land. Da müssen wir uns nicht wundern, wenn vieles schief geht.

Das hängt eben auch mit moralischen Ansichten zusammen. Man muss sich nicht wundern das die Kleinen das nachahmen, was ihnen die grossen vormachen.



von Mike * - am 13.08.2004 09:01
Liebe Leute

Solche Vorverurteilungen sind doch sehr gefährlich. Es könnte doch auch eine Rache von geschassten Managers sein. Steueroptimierungen sind ja noch kein Verbrechen sondern absolut legal. Was nun Steueroptimierung und Steuerbetrug ist, müssen bei zweifelhaften Fällen wohl die Gerichte klären. Ein Narr ist, wer nicht alle Möglichkeiten der Steuerersparniss nutzt. Steueroptimierungen sind eine der Hauptaufgaben des Top-Managements.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 13.08.2004 09:05

Re: UHR - ZKB Meinung

Ja das Problem ist man kommt sich als kleine Firma richtig verarscht vor und zahlt schön brav alle Steuern, wenn mal die MWST-Abrechnung 50 Rappen abweicht gibt es bereits Aerger, eine Sauerei. Es ist im übrigen keine Kunst eine virtuelle Tochtergesellschaft im Ausland zu gründen (ab 1000.- ist man dabei), ist einfach eine Frage der Einstellung (aber das gehört ja heute dazu und wird unter gewissen Unternehmern noch grosskotzig "blagiert" 0 Einkommen 0 Vermögen) Und das mittlerweile in allen Stufen, nicht nur Grossfirmen...

:grr:

von Beam - am 13.08.2004 09:06
legal ist heute, was nicht verurteilt wird

von Beam - am 13.08.2004 09:14
Hallo Beam

Siehst Du das nicht ein wenig zu eng? Steueroptimierungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten sind u.a. eine der wichtigsten Kompetenz des Managements! Manager die solche Möglichkeiten nicht nutzen sind schlicht in die Wüste zu schicken. Werden diese Möglichkeiten vernachlässigt, dann kann dies schnell einmal 20 - 50 % des möglichen Gewinnes kosten.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 13.08.2004 09:21
was denkst Du, denken sich all die ehrlich abrechnenden KMU's in der CH, wenn sie von diesen Möglichkeiten hören? Müssen wir auch machen (wir sind doch nicht @#$%&), es kann ja nicht so schwierig sein. Die Steuereinnahmen sinken, nun ja was machen die lieben Politiker dann, entweder noch mehr Schulden oder Steuern erhöhen etc.

Es müsste eben genau umgekehrt laufen, denn so könnte man langfristig die Steuern tief halten.

Aber von mir aus noch lieber die Steuern "optimieren" und dafür den Angestellten Sorge tragen, aber es geht ja auch mehrheitlich um den kurzfristigen Profit. (Siehe auch Posting von Sommy :) weiter unten)

Gruss
Beam

von Beam - am 13.08.2004 09:26
Hallo Beam

Ich weiss ja nicht ob Du Profihändler an der Börse bist. Wenn dem jedoch nicht so ist, dann versteuerst Du sicher freiwillig deine Kapitalgewinne, damit nicht die Steuern angehoben werden oder noch mehr Steuern anfallen. ;-)

Nach deiner Meinung sind somit alle Steuerberater ist die Wüste zu schicken, denn diese Teufel entziehen ja dem Vater Staat steuern. Glaube ja nicht, dass höhere Steuereinnahmen vom Parlament zum Schuldenabbau verwendet würden. Das Gegenteil ist doch der Fall. Es würde nur die Gier der verschiedenen Inderessenvertreter anregen und per Saldo würde der Schuldenberg noch höher.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 13.08.2004 09:40

Re: UHR / Steuern auf Warrants

Zitat

ch weiss ja nicht ob Du Profihändler an der Börse bist. Wenn dem jedoch nicht so ist, dann versteuerst Du sicher freiwillig deine Kapitalgewinne, damit nicht die Steuern angehoben werden oder noch mehr Steuern anfallen



Na wie ist das eigentlich mit euch Tagestradern? Das Steueramt wird eure Gewinne aus dem Warrantsgeschäft wohl schon lange besteuern, oder erfolgt das alles "so nebenbei"...

Nein sagt ihr. Dann ist es auch klar, da die Verluste wohl doch höher sind, als die Gewinne und so gibt es auch nichts zu versteuern....



von Mike * - am 13.08.2004 09:43
nein nicht übertreiben jetzt, ich habe ja auch einen Steuerberater und bin natürlich daran interessiert diese in Grenzen zu halten, aber 100% legal. Es geht mir nicht um die legalen Möglichkeiten, es ist ein Unterschied ob die Optimierungen auf dem Papier legal sind oder effektiv.

Ich könnte (es wurde mir sogar schon angeboten) auch eine Tochterfirma irgendwo auf einer Insel gründen und dort ein Teil der Gewinne reinfliessen lassen, und dann in bar wieder zurückführen z.B. auf ein Wertschriftenkonto in Liechtenstein. Es geht mir mehr um dies, wenn jemand seine Liegenschaft optimal "verschuldet" dagegen hab ich nun wirklich nichts, auch bin ich für Steuerwettbewerb. Aber wenn mein Nachbar mit Mercedes, Porsche etc. in seine Villa fährt und 0 Einkommen 0 Vermögen hat dann ist etwas nicht mehr in Ordnung.

Gruss Beam

von Beam - am 13.08.2004 09:47
Zitat

Aber wenn mein Nachbar mit Mercedes, Porsche etc. in seine Villa fährt und 0 Einkommen 0 Vermögen hat dann ist etwas nicht mehr in Ordnung


Dann hat er eben eine gute Bank. Bislang schreiben die in ihren Kreditbedingungen noch nicht vor, dass man die Fahrzeuge und Immobilen mit einer speziellen Nummer kennzeichnen muss, wenn diese einem nicht gehören, bzw. geleast sind.

Also die besten Steueroptimierungen für uns Selbstständige sind die Beiträge für die dritte Säule. Das dann doppelt indem man das selbe nochmals für die mitarbeitende Ehefrau abziehen kann (auch wenn diese nicht mitarbeitet. Wichtig ist nur, dass man ihr das Haushaltsgeld als Lohn gibt).



von Mike * - am 13.08.2004 09:53
Hallo Beam

Dann sind wir uns ja einig.

Ich beführworte ja auch nicht die Steuerhinterziehung oder gar den Steuerbetrug. Wie ich in meinen Messages mehrmals geschrieben habe, halte ich die legale Steueroptimierung für eine absolute Pflicht jedes Managers ob dies nun eine Grossfirma eine KMU oder gar einer Ich-Gesellschaft ist.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 13.08.2004 09:54

und auch....

....bei niedrigem Zins-Niveau ev. eine hohe Hypothek....(je nach Einkommen)

Aber du Bonz hast dein Haus wohl schon abbezahlt!! ;-)

von *Vogel* - am 13.08.2004 13:39

Re: UHR / Steuern auf Warrants

Steueroptimierungen 13. August 2004

von svx_biker - am 28.12.2006 18:20
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