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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mike *, zeppelin*, goldberg, usch, Hama, CH, svx_biker, *Vogel*, slowhand, Toxic A. Venger

Zur breiten Diskussion: September

Startbeitrag von Mike * am 25.08.2004 07:46

Hallo Kollegen

Im April machte ich mich bei einigen bei euch unbeliebt mit der Warnung vor dem "Sell in May".

Und nun komme ich wieder daher und möchte auf den jeweils schlechten September hinweisen. Aber noch ist Zeit um das PF zu überprüfen.

Meine Strategie:
etliche Calls mit Laufzeit 03/2005 habe ich nun sukzessive mit Gewinn verkauft. In kommender Zeit werde ich mich praktisch nur noch Indexscheinen (Put/Call) widmen (Handels/Haltezeit: immer kurzfristig).

Neuaufbau von Calls mit Laufzeit 12/2004 bzw. 03-/06-2005 erfolgen erst wieder ca. im Oktober.

Was meint ihr dazu (bitte nur sachdienliche Hinweise)?

Antworten:

beachte auch dass wir in einem Wahljahr sind, denke dass wenn du die September-Analyse nur auf Wahljahre beschränkst, die Mär des schlechten September nicht mehr stimmt...

von CH - am 25.08.2004 07:49
Historisch betrachtet machst du damit nichts falsch. Hätte eine menge Verluste verhindern können, wenn ich genauso gehandelt hätte.
Kannst Du mir ein paar Deiner Favoriten (Calls&Puts) durchgeben?
Thanx

von slowhand - am 25.08.2004 07:49
szenario gefällt mir eigentlich nicht, aber du wirst vermutlich recht haben.

das heisst für mich, weil im gegenteil zu dir sehr kurzfristig orientiert, eher seitenlinie abwarten und allenfalls erst ab mitte september, wenn auch die trends vermutlich klarer sind, wieder einsteigen.

grundsätzlich dünkt mich der dax klar zu tief bewertet, der dow nur wenig (hat nicht soviel aufholbedarf), so schaue ich mir laufend einige dax-index's an.

von all den nicht berechenbaren sachen reden wir mal gar nicht....

gruss
usch

von usch - am 25.08.2004 07:56

Auf dünnes Eis wagst du dich....

....wenn du deinen Treffer vom Mai mit der jetztigen Voraussage vergleichst.

Es ist immer gefährlich auf eine richtige Einschätzung hin der Meinung zu sein,
dass so eine Wahrsage wieder eintrifft. Insbesonders in einem US-Wahljahr.

Also...ist registriert...aber ich glaube eher an einen nervösen Seitwärtsgang.

von *Vogel* - am 25.08.2004 08:03
ciao mike*
ich gebe dir da grundsätzlich recht.

zum wahltermin in usa gibt es ja diverse erhebungen (börsenentwicklung in bezug auf chancen wiederwahl/abwahl). ich will das hier nicht alles runterleiern. kurz: wenn bush wiedergewählt werden will, braucht er (statistisch) bis oktober eine rally von rund 10%. das ist anbetracht der fundis (unternehmenszahlen, konjunktur usw) natürlich sehr viel. vielleicht zuviel. er und sein team müssen sich dringend was einfallen lassen. mich würde es ehrlich gesagt nicht überraschen, wenn sie für die nächsten wochen/monate schon einige ideen rsp trümpfe im ärmel haben....
... wie wärs mal mit bin laden?
...wie wärs mit einem manipulierten ölpreis-sturz (immerhin ist die bushfamilie urbestandteil der texanischen öl-lobby und wohl mit weltweit sehr guten kontakten auf diesem gebiet ausgestattet)
... irgendwas müssen sie jetzt bringen

ich könnte mir also gut vorstellen, dass trotz allem im september noch einiges abgeht (fremdgesteuert... aber das ist ja eh irgendwie alles)

von Toxic A. Venger - am 25.08.2004 08:50

Re:er hat recht

und schon nur aus psychologischen gründen. die jenigen die etwas gewinn gemacht haben in der TECHNISCHEN korrektur von dieser woche werden das noch schnell an land bringen.
am freitag wird am nachmittag der dachs um 100 punkte ärmer sein.
september war schon immer schlecht, warum soll der september in diesem psycho jahr denn besser sein?? ab ,nach präsi-wahl wirds dann zügig nach oben gehen.

schaut den $ an ist schon unter 127../wobei ich mit dem $ noch warte der könnte intraday noch mal etwas anziehen..wir werdens sehen.das gold geht wieder hoch..

gruss zepp

daher ich lass die finger von den calls ausser gold

von zeppelin* - am 25.08.2004 08:51
ja wenn ich das lese gib ich dem tox recht, die amis sind kings im inzenieren..nur grundsätzlich denke ich es geht runter...der bush hat ja sogar seine wahl gefälscht..

von zeppelin* - am 25.08.2004 08:55

@ zepp $

zepp

gem dem:
[www.forexdirectory.net]

war der $ heute noch nicht unter 1.2701..

gruss usch

von usch - am 25.08.2004 09:03
Öl fällt unter 38 USD und Märkte zeigen Stärke - entgegen den hier versammelten Pessimisten :D

-> Irak: Auseinandersetzungen mit Sadr lösen sich auf
-> ...ebenso Ölängste
-> ...Osama Bin Laden wird gefasst
-> ...Terrorbekämpfung zeigt Wirkung (El Kaida Führung wird ausgehoben...)

Ob der Hinweis allerdings "sachdienlich" ist ?....wir sind hier ja nicht bei Aktenzeichen XY ungelöst....



von Hama - am 25.08.2004 09:18
Zitat

Öl fällt unter 38 USD und Märkte zeigen Stärke - entgegen den hier versammelten Pessimisten


denke auch, dass es eher seitwärts bis leicht aufwärts geht.

von CH - am 25.08.2004 09:34

Re: @ usch

lieber usch

der $ war um 1005 auf 126.99..wir nemens doch immer auf den 10.tels rappen genau gell. ;)

von zeppelin* - am 25.08.2004 09:51

gibt es eine Untersuchung über den "schlechten" September...

... warum er so schlecht abschneidet? Handelsvolumen, Ferienmonat oder was?

von goldberg - am 25.08.2004 14:56

Re: gibt es eine Untersuchung über den "schlechten" September...

Ja das gibt es. Wobei ich anmerken will, dass mein Beitrag nicht auf diesem Artikel beruht.


Zitat

Externe Quelle: Bankgesellschaft Berlin

Der September steht vor der Tür
Der Monat September steht vor der Tür. Dieser Monat weist im langjährigen Mittel von allen Monaten die mit Abstand schlechteste durchschnittliche Performance beim DAX auf. Alljährlich stellt sich für die Anleger am Aktienmarkt zu diesem Zeitpunkt die Frage, ob auch diesmal im September mit einer negativen Entwicklung am Aktienmarkt zu rechnen ist. Ob der September seinem schlechten Ruf gerecht wird, dürfte in den kommenden Wochen in erster Linie von der Entwicklung des Ölpreises abhängen.

Die Empirie bestätigt den September als im Jahresverlauf schlechtesten Börsenmonat. In den vergangenen fast 40 Jahren fiel der DAX im September um durchschnittlich 2.6%. Damit schlägt er den Mai, dem die bekannte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ gewidmet ist, mit einem leichtem Minus von durchschnittlich 0.5% um Längen. Alle anderen Monate weisen im langjährigen Schnitt ein Plus auf. Der Dow Jones Industrial fiel im gleichen Zeitraum im September nur um durchschnittlich 1.4%, der Stoxx 50 (seit 1987) dagegen um 2.8%.

In den vergangenen 39 Jahren fiel der DAX im September 26 mal, nur 13 mal gab es einen Anstieg (davon zweimal nur marginal). Der schlechte September-Durchschnitt ist aber nicht zuletzt auf drei „Ausreisser-Jahre“ zurückzuführen, von denen zwei auf besonderen Einzelereignissen beruhen. So fiel der DAX im September 1990 um 18.1% infolge des Einmarsches Iraks in Kuwait am 2. August des Jahres. Der Einbruch im Jahr 2001 (-17.0%) ist auf die Terroranschläge des 11. Septembers zurückzuführen.

Der Negativrekord wurde im Jahr 2002 mit einem Minus von 25.4% erreicht. Die starken Kursverluste im September 2002 hingen nicht mit einem einzelnen Ereignis zusammen, sondern waren das Resultat einer ungewöhnlichen Häufung von Risikofaktoren. Damals erreichte die „Double Dip“-Diskussion ihren Höhepunkt. Zur wachsenden Rezessionsangst an den Aktienmärkten gesellte sich im Zuge des schwelenden Konfliktes zwischen den USA und dem Irak Kriegsängste. Die alleinige Betrachtung von Kalendermonaten blendet aber aus, dass auf diesen September ein sehr positiver Oktober folgte, der mit einem Plus von fast 14% einen Teil des September-Einbruchs kompensieren konnte. Blendet man die drei „Ausreisser“-Jahre aus, so sieht die langjährige Durchschnittsperformance des DAX im September mit -1.1% weniger dramatisch aus, bleibt jedoch deutlich negativ.

Im langjährigen Vergleich schneidet der September zwar schlecht ab, die Ergebnisse weisen aber auch eine recht hohe Standardabweichung auf, d.h. die einzelnen Ergebnisse streuen stark um den Durchschnittswert. Eine geringfügig höhere Standardabweichung bei der monatlichen DAX-Performance zeigt nur der Oktober. Dagegen liegt die niedrigste Standardabweichung im März.

Als Erklärungsversuch für die schlechte Septemberperformance wird zuweilen angeführt, dass die Unternehmen mit fortschreitendem Jahresverlauf genauere Erkenntnisse über Umsätze und Gewinne erlangen, die sie zu Abwärtsrevisionen ihrer Prognosen veranlassen würden. Warum dies gerade in der nachrichtenarmen Zeit im September geschehen soll, ist aber fraglich. Die Q2-Zahlen der DAX-Unternehmen werden größtenteils Ende Juli bis Mitte August gemeldet, im September kommen von Unternehmensseite nur sehr wenige Bilanzzahlen. Über die Entwicklung im 3. Quartal berichten die ersten DAX-Werte dann ab Ende Oktober, die Mehrzahl im November. Außerdem könnte man mit der gleichen Argumentation in guten Jahren mit fortschreitendem Jahresverlauf Aufwärtskorrekturen erwarten.

Ein anderes Argument lautet, dass sich im September verstärkt Fonds, deren Geschäftsjahr zum 31. Oktober endet, von verlustbringenden Aktien trennen. Unklar bleibt aber zum einen, warum dies nicht auch im Oktober zu beobachten ist. Zum anderen wäre ein entsprechender Effekt zu Jahresende zu erwarten, wenn viele andere Anleger ihre Bilanz aufstellen. Dem widerspricht jedoch die positive durchschnittliche Performance beim DAX in den Monaten November und Dezember (1.1% bzw. 1.3%).

Was haben wir in diesem Jahr vom September zu erwarten? Angesichts der zuletzt schlechten Stimmung an den Aktienmärkten ist die Skepsis gegenüber dem bevorstehenden September als im langjährigen Durchschnitt schlechtestem Monat verständlich. Zwar scheint der DAX im langjährigen Durchschnitt einem typisch jahreszeitlichen Verlauf zu folgen. Der bisherige Jahresverlauf 2004 entspricht allerdings nicht diesem Muster. Anstelle der häufig positiven Performance in den ersten vier Monaten des Jahres kam es bereits im Februar und März 2004 zum Rückgang des Index. Auf einen typischen Rückgang im Mai folgte ein überdurchschnittlicher Juni. Während meistens die Sommermonate Juli und August recht unspektakulär ausfallen, kam es diesmal zu einer Abwärtskorrektur.

Die schlechte Entwicklung im Juli und August hat aber offensichtlich wenig mit einem typischen jahreszeitlichen Verlauf zu tun. Hauptverantwortlich für den Rückgang des DAX war der drastisch gestiegene Ölpreis, der seit dem Zwischentief am 29. Juni von 32.7 US Dollar/ Barrel bis zum 19. August um 37.4% gestiegen ist (Sorte Brent). Diesem Ölpreisanstieg stand ein Rückgang des DAX um 10.4% (Tiefstand am 13. August) gegenüber.

Nicht unabhängig vom hohen Ölpreis waren in den letzten Wochen die schlechten Konjunkturzahlen, die Ängste vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur verstärkten. Hierzu zählt insbesondere das am 30. Juli gemeldete schwächere gesamtwirtschaftliche Wachstum in den USA (annualisiert nur 3.0% im 2. Quartal, gegenüber noch 4.5% im 1. Quartal). Eine Woche später folgte der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht für Juli, der einen Zuwachs von nur dürftigen 32,000 Stellen auswies, anstelle der erwarteten mehr als 200,000 Stellen. Schließlich kamen am 13. August auch aus Japan schlechte Nachrichten. Hier ist das Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal nur um 0.4% gg. Vorquartal gestiegen, nach einem Plus von 1.8% zu Jahresbeginn.

Die Furcht vor einer weltwirtschaftlichen Abschwächung im 2. Halbjahr 2004 dürfte u.E. auf dem derzeitigen Kursniveau weitgehend eingepreist sein. Der steigende Ölpreis könnte zuletzt sogar zu einer Überreaktion des Aktienmarktes geführt haben. Vor diesem Hintergrund überrascht es wenig, dass die insgesamt guten Unternehmenszahlen der vergangenen Wochen in den USA wie auch in Europa von den Märkten wenig beachtet wurden.

Dies zeigt aber gleichzeitig das vorhandene Potenzial auf. Der DAX ist mit einem Kurs- Gewinn-Verhältnis von 10 sehr günstig bewertet und die Zinsen befinden sich immer noch auf niedrigem Niveau. Unter der Voraussetzung, dass sich der Ölpreis in den kommenden Wochen doch wieder unter 40 US Dollar per Barrel einpendelt, könnte sich der September 2004 entgegen des typischen jahreszeitlichen Musters durchaus als guter Monat an den Aktienmärkten erweisen.




von Mike * - am 25.08.2004 15:09

Re: gibt es eine Untersuchung über den "schlechten" September...

danke Mike - sehr interessant.

von goldberg - am 25.08.2004 18:54

Re: Auch im September wartet die Wall Street auf alles mögliche

Zitat

Auch im September wartet die Wall Street auf alles mögliche

Geschafft! – Der August ist vorbei, und der Monat ist als der zweitschlechteste in der Börsengeschichte bekannt. Das wäre eine gute Nachricht, wäre nicht der September, den die Wall Street vor einigen Stunden eingeläutet hat, bekannt als der allerschlechteste Börsenmonat in der Geschichte.

Der „Stock Traders Almanach“ liefert Brokern und Analysten alle möglichen Informationen zu einzelnen Börsenmonaten und -Jahren, manches davon möchte man hören anderes wieder nicht. Zuverlässig sind die Angaben meist, da sich die Weltmärkte bekanntlich in Zyklen bewegen und die jeweils ersten Quartale eines Jahres oder jeweils die Monate vor Weihnachten durchaus gleiche Produktions- und Nachfragemuster und damit auch ähnliche Handelsschemata ausweisen.

Demnach rechnet Jeff Hirsch von der Redaktion der jährlich neu aufgelegten Börsen-Fibel mit einem starken Monatsauftakt, der dann in der zweiten Septemberhälfte wieder zunichte gemacht würde. Diese Annahme macht durchaus Sinn, denn in den beiden letzten Wochen des Monats spitzt sich die Warnsaison zu, und ein Blick auf die verschiedensten Branchen – von Einzelhandel bis zu den Hightechs – lässt darauf schließen, das so mancher Manager seine Prognosen noch revidieren wird.

Es gibt indes Licht am Ende des Tunnels: Anfang September ist der Markt nur noch zwei Monate entfernt von seinen besten Monaten. November, Dezember und Januar gelten als das stärkste Vierteljahr in der Börsengeschichte – vorher quält man sich nun eben durch den (außer August) einzigen Monat, in dem die Wall Street über die letzten fünf Jahrzehnte mit negativer Bilanz notiert.

Dass die Börse keine Angst vor dem September hat, zeigt ein Blick auf die Indizes. Nach einem Start im roten Bereich haben sich die Blue Chips am Mittag langsam über die Null-Linie gezwängt, und auch die Hightech-geplagte Nasdaq hält sich mit Müh und Not im positiven Bereich. Vor allem aus den Chipbereich ist man schlechte Nachrichten seit einigen Wochen wieder gewöhnt, man untersucht gelassen die Bewertungen und verkauft dabei nicht panisch.

Abwarten scheint weiter die Devise zu sein, und nicht nur gegenüber dem Schlüsselsektor der Nasdaq. Auch auf zwei wichtige Reden beim Parteitag wartet man gespannt, nämlich auf Vizepräsident Dick Cheney an diesem Mittwoch und auf George W. Bush am Donnerstag. Derner erwartet man den Arbeitsmarktbericht und danach erst einmal das lange Wochenende mit dem feiertag und dem Wirbelsturm.

Am Dienstag nächster Woche erst dürfte das Handelsvolumen an der Wall Street zunehmen, und dann steigt wahrscheinlich auch wieder die Volatilität in Aktien und Indizes.

Lars Halter -




von Mike * - am 01.09.2004 20:12

Re: Auch im September wartet die Wall Street auf alles mögliche

Hallo Mike

Ich werde jedenfalls einige K bereitstellen - aber sicher nicht für Puts :cool:



von Hama - am 01.09.2004 20:22

Zur breiten Diskussion: September

September 2004

von svx_biker - am 28.12.2006 08:51
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