Analysten sehen kommende Woche Ölpreisfall

Startbeitrag von luckman_ch am 18.09.2004 04:57

17.09.2004 12:45:
Analysten sehen kommende Woche Ölpreisfall

Von Experten wird für kommende Woche ein Rückgang bei den Ölpreisen aufgrund der Wiederinbetriebnahme von Ölplattformen durch die Royal Dutch/ Shell Group im Golf von Mexico erwartet. Demnach gehen 21 von 45 befragten Analysten bzw 47 Prozent von einer Ölpreisabschwächung aus. 12 Analysten rechnen mit einem Anstieg und weitere 12 glauben nicht, dass sich die Preise in den kommenden Tagen wesentlich verändern werden.

Vergangene Woche haben 51 Prozent der Befragten eine Abschwächung des Ölpreises erwartet. Danach hat der Hurricane Ivan für die Evakuierung von 13.000 Ölarbeitern gesorgt und kurzfristig 83 Prozent der Ölproduktion im Golf von Mexico lahmgelegt. Jener Umstand hat den Preis nach oben gezogen. Laut dem Analysten Kyle Cooper von der Citirgroup hat der Sturm die täglichen Importe lediglich verzögert. Es sehe nicht danach aus, dass der Sturm einen langfristigen Schaden für die Infrastruktur zur Ölproduktion hervorgerufen hat, so der Analyst.



[www.finanznachrichten.de]

Antworten:

Ölpreis vor Crash?

Jeanne scheint sich wirklich in Luft aufzulösen und
Yukos hat sich mit einer neuen Einschätzung
seiner Ölreserven freischlagen können.
Entlastung auf allen Seiten.
Vielleicht überlegt sich Bush vor den Wahlen noch
seine strategischen Reserven auf den Markt zu
werfen.
Schliesslich ist man ja noch auf Stimmenfang.

Am Montag sehe ich den Ölpreis abstürzen.
Wetten.



von luckman_ch - am 19.09.2004 10:03
Hi Luckman

Du meinst wohl eine der üblichen Korrekturen infolge der Entspannung in die unteren Handelsspanne bis ca. 43.-/42.- (Crude Light).

Aber Absturz? Darunter verstehe ich neue Tiefsstände unter 42.-/40.-, also so nach 35.-/32.-

Glaube ich nicht, obwohl es meine Oilputs sehr freuen würde.

Im übrigen ist die Hurrican-Saison erst ca. in einem Monat vorbei. Bis dahin könnte noch manches so "laues" Lüftchen wehen.



von Mike * - am 19.09.2004 10:38
@ Mike

Wenn es von Seiten Hurrikan und Yukos gleichzeitig eine Enstpannung
gibt, kann dies einen richtigen Down-Move beim Ölpreis auslösen.
Die Fonds beginnen sich aus dem Öl zu verabschieden.
Und weil so schön ist ein nettes Bild vom Verlauf von Jeanne.........
wird sich wohl von selber totlaufen.





von luckman_ch - am 19.09.2004 19:14

Yukos hat mehr Reserven als erwartet

Operativer Betrieb des Ölkonzerns läuft
Yukos hat mehr Reserven als erwartet

Der vor der Zerschlagung durch den russischen Staat stehende Ölkonzern Yukos verfügt angeblich über fünf Mal höhere Ölreserven als bisher angenommen. Neue Studien ließen für die Tochterfirma Juganskneftegas Reserven von 12,8 Milliarden Tonnen Öl erwarten, teilte die Firma am Freitag in Moskau mit.

Bislang war Yukos von 2,7 Mrd. Tonnen nachgewiesener Reserven ausgegangen.

Mit den neuen Ölfunden würde der Wert der Tochterfirma erheblich steigen. Der russische Staat will Juganskneftegas zur Begleichung von Yukos-Steuerschulden aus dem Konzern herauslösen und verkaufen. »Yukos ist als integrierte Firma effektiver«, sagte Finanzvorstand Bruce Misamore bei einer Investorenkonferenz. »Das versuchen wir auch dem Staat zu erklären.«

Von der Steuernachforderung von umgerechnet knapp drei Milliarden Euro für 2000 habe Yukos etwa 2,4 Milliarden gezahlt, sagte Misamore. Gleichzeitig gelinge es dem Konzern, den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten und einen Bankrott zu vermeiden. »Unsere Kunden zahlen voraus, unsere Lieferanten kommen uns entgegen. Alle helfen Yukos - mit Ausnahme des Staates«, sagte der Finanzvorstand. Für 2001 fordert die russische Finanzbehörde Steuernachzahlungen und Strafen von weiteren 119 Mrd. Rubel (3,4 Mrd. Euro). (dpa)



von luckman_ch - am 19.09.2004 19:33

Re: US-Energiepreise nach Schäden durch 'Ivan' stark gestiegen

Zitat

06:40 - US-Energiepreise nach Schäden durch 'Ivan' stark gestiegen
NEW YORK


(AWP/dpa-AFX) - Die amerikanischen Rohöl- und anderen Energiepreise sind am Freitag (Ortszeit) angesichts der durch Hurrikan Ivan verursachten Produktions- und Importunterbrechungen im Golf von Mexiko stark gestiegen. Hinzu kamen Sorgen über den Yukos-Streit in Rußland. Die öl- und Energiehändler sorgten sich angesichts der jüngsten Produktions- und Lieferausfälle über eine wahrscheinliche weitere Schrumpfung der amerikanischen ölreserven, die seit sieben Wochen rückläufig sind.

Der Preis für öl zur Oktoberauslieferung legte am New Yorker Warenterminmarkt Nymex deutlich um 3,9 Prozent auf 45,59 Dollar zu. Der Erdgaspreis schoss sogar um 8,2 Prozent in die Höhe, und der Heizölpreis festigte sich um 2,5 Prozent. Benzin verteuerte sich um 3,6 Prozent. In London legte öl der Sorte Brent um 1,70 Dollar auf 42,45 Dollar je Barrel zu.

Nach Regierungs-Angaben hat es in der vergangenen Woche im Golf von Mexiko einen Produktionsausfall von mehr als fünf Millionen Barrel (je 159 Liter) öl gegeben. Bei Erdgas gab es entsprechend hohe Produktionsausfälle. Die Mineralölgesellschaften hatten Bohrinseln und ölplattformen wegen des Wirbelsturms evakuiert. Die meisten Arbeiter sind inzwischen wieder zurückgeflogen worden. Zwar verpasste Ivan die meisten Förderinstallationen im Golf, doch war zum Wochenschluss ein großer Teil der Produktion noch nicht wieder angelaufen.

Die Tanker konnten kaum importiertes öl anlanden, weil die meisten ölhäfen an der Golfküste ebenso wie viele Raffinerien geschlossen worden waren. Die ölinfrastruktur in und um den Golf von Mexiko hatte allerdings offensichtlich keine wesentlichen Schäden erlitten. Ivan war weiter östlich als ursprünglich erwartet durchgezogen.




von Mike * - am 20.09.2004 05:23

Re: Vorerst nichts mit fallendem Oilpreis


@Luckman: Du wirst Dich wohl noch etwas länger gedulden müssen mit dem Oilpreisabsturz. Die Dynamik im Aufwärtstrend des Oilpreises nimmt von der Marttechnik her gesehen sogar noch zu.


Zitat

07:32 - OIL/US-ölpreis im asiatischen Handel weiter gestiegen

SINGAPUR/NEW YORK (AWP/dpa-AFX) - Der ölpreise ist am Montag im frühen asiatischen Handel weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte Light Sweet Crude zur Lieferung im Oktober kostete im elektronischen Handel an der New Yorker Terminbörse Nymex zuletzt 45,84 Dollar und damit 25 Cent mehr als bei Handelsschluss am Freitag.

Neben den Folgen der Wirbelstürmen in den USA gilt der schwelende Konflikt um den russischen ölkonzern Yukos bei Händlern als Hauptpreistreiber. Der Konzern hat Medienberichten zufolge am Wochenende seinen ölexport nach China zum Teil ausgesetzt.




von Mike * - am 20.09.2004 05:39

Re: Yukos stellt wegen Bargeldenpasses teilweise öllieferungen nach China ein

Zitat

12:09 - Yukos stellt wegen Bargeldenpasses teilweise öllieferungen nach China ein

MOSKAU (AWP/dpa-AFX) - Der angeschlagene russische ölkonzern Yukos hat wegen eines Bargeldengpasses teilweise seine öllieferungen nach China eingestellt. Das teilte der Konzern am Montag mit. Yukos ist wegen hoher Steuernachzahlungen an den russischen Staat in Schwierigkeiten geraten. Der Konzern ist rechtskräftig zu einer Steuernachzahlung von 2,8 Milliarden Euro für 2000 verurteilt worden. Für 2001 fordert die russische Justiz weitere 3,4 Milliarden Euro




von Mike * - am 20.09.2004 10:16

Re: OIL/US-Energieministerium: OPEC-Entscheidung langfristig hilfreich

Hoffentlich sind die OLIPUTS geladen. Heute gab's diese ja zu Aldi Preisen...



Zitat

16:36 - OIL/US-Energieministerium: OPEC-Entscheidung langfristig hilfreich
WIEN (AWP/dpa-AFX) -


Die OPEC-Entscheidung zur Anhebung der Förderobergrenze kann nach Ansicht der USA langfristig hilfreich sein. Der Beschluss der Organisation Erdöl exportierender Staaten, die Grenze um eine auf 27 Millionen Barrel (je 159 Liter) je Tag ab dem ersten November anzuheben, könne helfen, die langfristigen Herausforderungen des ölangebots zu bewältigen, sagte der Sprecher des US-Energieministeriums Spencer Abraham am Montag in Wien.

Die Entscheidung zur Produktionsausweitung sei bisher nicht mit einer solchen Priorität verfolgt worden. Deshalb denke ich, dass dieser Schritt bedeutsam ist, sagte Abraham. Die tatsächliche Produktionsmenge der OPEC liegt allerdings bei rund 28 Millionen Barrel.




von Mike * - am 20.09.2004 14:38
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