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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 4 Monaten
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Silberhaar, brebo

Verdacht auf Bestechung bei ABB - ABB = Marode Bude

Startbeitrag von brebo am 19.04.2005 11:07

Verdacht auf Bestechung bei ABB
Bei ABB ist erneut eine Schmiergeldaffäre aufgeflogen. Eine US-Tochter soll Bestechungsgelder von rund einer halben Million Dollar gezahlt haben. ABB hat die US-Behörden freiwillig informiert.

Die Buchprüfer seien im vergangenen Jahr bei der Tochter ABB Network Management auf verdächtige Belege gestossen, sagte Konzernsprecher Thomas Schmidt in Zürich. Bei der folgenden Sonderprüfung erhärtete sich der Verdacht auf Schmiergeldzahlungen. Zwei Manager der Softwarefirma wurden bereits entlassen, weitere Entlassungen könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte Schmidt.
Die verdächtigen Zahlungen belaufen sich auf 560'000 Dollar und erfolgten bei Geschäften in Lateinamerika und im Nahen Osten. Die fragliche ABB-Tochter liefert Steuerungssoftware an Versorgungsunternehmen. ABB hatte die im texanischen Sugarland ansässige Firma mit 150 Angestellten vor sechs Jahren gekauft.

Null-Toleranz-Politik
ABB-Konzernchef Fred Kindle bekräftigte in einer heute veröffentlichten Mitteilung, der Konzern verfolge eine strikte Null-Toleranz-Politik bei Verstössen gegen die Rechtsordnung und die Unternehmensethik. Die verdächtigen Transaktionen seien deshalb unverzüglich und freiwillig den Behörden gemeldet worden. ABB versicherte, bei der Aufklärung eng mit den US-Justizbehörden und der Börsenaufsicht SEC zusammenzuarbeiten.




Trotz der vergleichsweise bescheidenen Summe könnte der Fall ABB teuer zu stehen kommen. Im vergangenen Jahr kostete ein ebenfalls in den USA aufgeflogener Bestechungsfall im Ölgeschäft das Unternehmen 16,4 Millionen Dollar für Bussen und Vergleiche. ABB-Tochterfirmen hatten in Nigeria, Angola und Kasachstan Beamte mit 1,1 Millionen Dollar geschmiert, um sich Vorteile bei der Vergabe von Öl- und Gasförderrechten zu verschaffen.

Antworten:

@ brebo

Hallo brebo

Die Unternehmensethik ist das Eine. Auf der anderen Seite muss man doch ganz klar sehen, dass es in Lateinamerika und auch im Nahen Osten ohne Bestechung nicht möglich ist Geschäfte zu tätigen.

Die von Fred Kindle komunizierte sogenante strikte Null-Toleranz-Politik ist daher doch mehr als nur blauäugig! Hinter diese Aussage würde ein riesengrosses Fragezeichen setzten. Dies würde im endeffikt bedeuten, dass sich ABB aus diesen Märken komplett verabschieden müsste.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 19.04.2005 12:23
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