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Informationen zum Thema:
Forum:
Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
whoi-, matchef, * Bruno *, Owa

zeitwert

Startbeitrag von matchef am 22.04.2005 20:47

guten abend allemiteinander

bin eigentlich auch sehr froh das sich der dow wieder hoch rapeln konnte.

hab aber ein ganz andere frage, ab wann beginnt bei einem warrent der zeitwert verlust? 3 monat vorablauf oder noch früher?

danke für eure antworten! bin immer sehr froh über eure hilfen!

greez und schös weekend


matchef

Antworten:


Hi matchef

Ca. 3 Monate kannst rechnen, bei Warrants, die noch voll aus dem
Geld liegen.
Bei Warrants im Geld oder sogar tief im Geld hat der Zeitwert
praktisch keinen Einfluss mehr.

Owa

von Owa - am 22.04.2005 21:05
etwas genauer:

Ab dem Emissionszeitpunkt verliert die Option/der Warrant täglich an Wert. Ausschlaggebend dafür ist das Theta (Ableitung Optionspreisformel nach Restlaufzeit T)
D.h. Zeitwert nimmt ab bis Fälligkeitsdatum, Zeitwertverfall ist allerdings nicht linear sondern wird beeinflusst durch Zusammenhang zwischen St (aktueller Aktienkurs) und X (Strike)

Bei "At-the-money" Optionen/Warrants (d.h. St nahe X) ist die Abnahme am grössten
zusätzlich gegen Ende der Restlaufzeit ebenfalls eine höhere Abnahme des Zeitwertes. (aber eben abhängig von Zusammenhang Strike-Aktienkurs)



von whoi- - am 23.04.2005 11:58

@whoi-

hallo

danke für dein antwort.
heisst das jetzt ein warrent kauft man besser wenn er schon über dem strike ist und wenn ich jetzt einen warrent z.b. einen monat behalten möchte und noch etwa 6 monate lauft wie gross ist dan sein zeitwertverlust? wenn er etwa 10% unter dem strike ist?

ich finds irgendwie unlogisch das er mehr verliert wenn er nahe am strike ist, ist doch eigentlich gut wenn er nahe dran ist. oder sehe ich das falsch?

ich hab einen warrent im auge (inttt) dort ist das theta auf -0.0 gestellt. heisst das, das er momentan noch nichts verliert?

danke nochmals für deine antwort!

greez matchef

von matchef - am 23.04.2005 17:35

Re: @whoi-

1. in Ergänzung zum Zeitwert:

guck dir das Beispiel (habe inttt genommen) aus dem Simulator von Warrants.ch an (>Tools>Simulator):



wie du unschwer erkennst wird die Option/der Warrant (sofern der Aktienkurs nicht > Strike) wertlos, d.h. der Zeitwert geht gegen Null.

2. Die Angabe eines Thetas von -0.0 ist unzulässig, das theta ist derzeit bloss sehr klein, als dass Swissquote es nicht darstellen kann ;) Warrants.ch gibt eines von -0.01 an.

3.
Zitat

heisst das jetzt ein warrent kauft man besser wenn er schon über dem strike ist und wenn ich jetzt einen warrent z.b. einen monat behalten möchte und noch etwa 6 monate lauft wie gross ist dan sein zeitwertverlust? wenn er etwa 10% unter dem strike ist?


"In-the-money" Warrants kaufen ist eine Variante (Vorteil: innerer Wert vorhanden, Nachteil, Hebel nicht mehr so gross)
Der idealfall wäre, wenn du ein call-warrant kaufst, wenn er knapp "aus dem Geld" ist und der Aktienkurs sich während deiner Haltedauer über den Strike bewegt, d.h. der Warrant/die Option "ins Geld kommt". Bei diesem Szenario profitierst du von einem Gammaanstieg und damit auch von einem steigenden Delta (= vereinfacht ausgedrückt einem höheren "Hebeleffekt").


4.
Zitat

ich finds irgendwie unlogisch das er mehr verliert wenn er nahe am strike ist, ist doch eigentlich gut wenn er nahe dran ist. oder sehe ich das falsch


Nein du siehst das nicht ganz so falschdu hast bloss den Hebeleffekt aussen vor gelassen :)

=> Das Theta wird zwar grösser, aber wie oben beschrieben nehmen auch Gamma und Delta bei einem Warrants/Option "am Geld" zu, daher wird die ganze Sache ausgeglichen bzw. du verdienst sogar mehr, da der Hebeleffekt den Zeitwertverlust mehr als ausgleicht wenn eine Option/Warrant sich "ins Geld" bewegen. Dann wird zusätzlich zum Zeitwert innerer Wert aufgebaut und dieser innere Wert kann (sofern St>>X) den Zeitwert bei weitem übertreffen.



von whoi- - am 24.04.2005 10:25

Re: @whoi-

hallo whoi-

danke für deine sehr ausführliche antwort! bin jedem sehr dankbar der mir hilft etwas besser zu sehen auf was man alles achten muss!

wenn du nochmals kurz zeit hast, hätte ich dä noch eine weitere frage dazu und zwar, bis jetzt habe ich einfach darauf geachtet das bei den warrents der strike nahe am aktienkurs war(d.h. etwas darunter) und das die vola nicht zu gross ist. auf den emmiter habe ich auch noch geachtet. ich bevorzuge die vontobel bis jetzt. also jetzt meine frage:
bis zu welcher vola würdest du einen warrent kaufen und was ist sonst noch sehr wichtig zu beachten bei der auswahl?
welchen emmiter ziehst du vor?


greez matchef

von matchef - am 24.04.2005 12:18

Worauf ich besonders achte

ist eine Prämie um die 20% und ein Leverage um 10%. Wo immer sinnvoll bevorzuge ich Sprinters.



von * Bruno * - am 24.04.2005 13:36

Re: @whoi-

hi matchef

1. deine genannten kriterien (ausser vola, siehe unten) reichen sicher aus für die ersten Trades, dazu kannst du ruhig Bruno's Hinweis beachten ;)

Es ist allerdings unabdinglich, dass du dir Kenntnisse zur Optionspreisung aneignest (auf welchem weg ist egal - internet, broschüren, bücher, vorlesungen, seminare od. äh.). Denn nur so

a) kannst du die am Markt gehandelten Derivate einschätzen und abschätzen ob die vom Marketmaker der Emissionbank gestellten Kurse wirklich den "fairen" (entsprech. dem zugrundeliegenden Optionsmodelln) Preisen entsprechen

b) kannst du auf entsprechende Abnormalitäten reagieren und davon eventuell auch profitieren


2. Betreffend der Vola: Hier kann ich dir grundsätzlich keine "optimale Volatilität" angeben bei welcher man handeln soll. Dies aufgrund der Struktur der Volatilität.

Wie du w'scheinlich bereits weisst, bezeichnet die Volatilität vereinfacht beschrieben die Schwankungsbreite der Aktienkurse eines bestimmten zugrundliegenden Basiswertes.

Wenn du eine Aktie wie Novartis nimmst, dann schwankt die natürlich weniger als jene von ABB oder Zurich Financial Servies. Ergo sind auch verschiedene Volatilitäten vorhanden. Diese beeinflussen den Optionspreis folgendermassen:

Steigende Volatilität = steigender (call-) Optionspreis

vice versa.

Die grösste Gefahr mit der Volatilität entsteht dann, wenn der Basiswert einer Option nach einer Korrektur wieder in seinen ursprünglichen Kurstrend zurückkehrt. Dann nimmt nämlich die Volatilität ab, obwohl der Kurs des Basiswertes steigt.

Ein Beispiel siehst du dazu im eingefügten Chartbild:

Dax steigt, aber Volatilität fällt (Grund dafür: Falls des Daxes seit 3 Jahren (von Höchstständen bei 8xxx führte zu höherer Volatilität, Gegenbewegung jetzt führt zu tieferer Volatilität)











von whoi- - am 24.04.2005 15:54
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