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Oekonom, M. Keynes, Anleger, * xetra *, motho, Richebourg

Der Point of no Return rückt näher

Startbeitrag von * xetra * am 20.01.2006 16:26

Jerusalem - Die israelischen Geheimdienste schlagen Alarm: In den unterirdischen Anlagen des Gottesstaates Iran werden Raketen mit nuklearen Sprengköpfen zum Abschuss auf Tel Aviv bereit gemacht. Innerhalb der nächsten 48 Stunden sei ein iranischer Angriff auf Israel zu erwarten. Der israelische Regierungschef handelt schnell und kaltblütig. Er setzt auf die Karte des atomaren Zweitschlags und lässt sowohl die atomar bestückten "Jericho"-Raketen als auch die "Dolphin"-Unterseeboote in Bereitschaft versetzen.

Dieses Grusel-Szenario existierte bisher bloß in der Phantasie des Autors Schabtai Schoval, der in seinem Roman "Ich, der Auserwählte" vor einigen Jahren die Folgen eines nuklearen Angriffs auf sein Land in Romanform beschrieb. Doch Schovals Plot fürs Jahr 2009 könnte bald von der Wirklichkeit überholt werden. Iran lässt sich von den internationalen Protesten gegen seine nukleare Aufrüstung nicht beeindrucken. Und mit einer Verbesserung der Mittelstreckenrakete "Schahab 3" wird er in absehbarer Zeit in der Lage sein, Tel Aviv zu erreichen.



AP
Iranische Soldaten bei Militärparade: Kohorten der Mullahs gegen Israel
Israel werde sich mit der Drohung eines nuklearen Iran nicht versöhnen, warnt der amtierende Premier Ehud Olmert. Generalstabschef Dan Halutz spricht von einer "existentiellen Bedrohung" des Landes. Mit solch scharfen Worten hoffen Politiker und Generäle in erster Linie, den Westen gegen Iran zu mobilisieren. Gleichzeitig wird Teheran von Jerusalem einmal mehr zum Schurkenstaat abgestempelt, der den internationalen Terror unterstützt. Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas macht deshalb Iran und Syrien für den jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlag in Tel Aviv verantwortlich. "Das Attentat wurde von Teheran finanziert, von Syrien geplant und von den Palästinensern ausgeführt", zitiert ein Sprecher des Verteidigungsministeriums Mofas. Um die nukleare Aufrüstung Irans zu stoppen, setzt Israel auf eine internationale Koalition. Der Atomstreit soll vor dem Uno-Sicherheitsrat landen und der Sicherheitsrat dann Sanktionen gegen Iran beschließen.

Militärschläge können Iran wahrscheinlich nicht stoppen

In Jerusalem ist man zwar skeptisch, ob sich der Sicherheitsrat zu Sanktionen durchringen kann. Dennoch haben israelische Diplomaten ein ganzes Paket von Sanktionen vorbereitet, welche die Ajatollahs treffen sollen. Zum Arsenal müssten laut israelischer Vorstellung der Boykott iranischer Ölexporte, ein Kooperationsstopp der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) mit Teheran und Landerestriktionen für Flugzeuge der Iran Air gehören. Auch ein Schlag gegen das sportliche Image müsse erwogen werden: Das iranische Team solle für die Fußball-WM in Deutschland gesperrt werden.

Offiziell wird es kein israelischer Sprecher zugeben: Aber die Mehrheit der Experten sei der Meinung, dass Israel keine militärische Option gegen die iranische Bombe hat, sagt "Haaretz"-Journalist Yossi Melman. Israel konnte zwar im Jahr 1981 den irakischen Atomreaktor "Osiris" mit einem Angriff zerstören. Doch die Iraner haben aus den Fehlern von Saddam Hussein gelernt. Ihre Atomanlagen sind nicht nur übers ganze Land verteilt, sondern teils auch in unterirdischen Anlagen abgesichert. "Jeder Versuch, das iranische Nuklearprogramm zu zerstören, würde eine große Zahl von Angriffen auf viele Ziele nötig machen", sagt der israelische Sicherheitsexperte Schlomo Brom. Das überfordere die Kapazitäten der israelischen Luftwaffe. Diese könne zwar Ziele in Iran erreichen, sei aber nicht in der Lage, über mehrere Tage massive Angriffe durchzuführen, erklärt der israelische Experte Reuven Pedatzur. Israels Kampfjets könnten höchstens einmal hin und zurück fliegen.

Doch selbst wenn die Luftwaffe besser ausgerüstet wäre, würden Militärschläge nicht zum Erfolg führen. Es gäbe nämlich zu wenig präzise Informationen über die Standorte der Anlagen, so Pedatzur. Zudem sei noch kein schlagender Beweis, keine "smoking gun", gefunden worden. Nicht zu unterschätzen sei auch die Gefahr, dass Teheran über seinen Statthalter im Libanon, die Hisbollah-Milizen, zurückschlägt. Die von Iran finanzierte Schiiten-Armee verfügt über Raketen, welche Haifa treffen könnten. Dieses Risiko wird heute als bedeutend gravierender eingeschätzt als die Gefahr eines iranischen Atomangriffs.

Kein israelischer Alleingang

Weil ein Alleingang auf erhebliche Schwierigkeiten stieße, will die israelische Diplomatie vorerst den Westen (und vor allem die USA) überzeugen, dass die iranische A-Bombe nicht nur Israel, sondern auch Europa bedroht. Ein militärischer Angriff, so die Überzeugung israelischer Politiker, müsste deshalb von den USA ausgeführt werden. Israel ist höchstens in der Lage, mit gezielten Einzelaktionen die iranischen Atompläne zu verzögern. Schoval, der früher für den israelischen Geheimdienst gearbeitet hat, denkt deshalb laut über verdeckte Sabotage-Operationen des Mossad in Iran nach, mit denen der Zeitplan der iranischen Atomstrategen durcheinandergebracht werden soll. So wird in Tel Aviv bereits darüber spekuliert, ob der Mossad hinter dem Absturz eines iranischen Flugzeugs steht, bei dem Mitte Januar General Achmad Kazemi, der Leiter der iranischen Revolutionsgarden und Luftwaffenchef, zusammen mit hohen Offizieren ums Leben kam. Selbst wenn die Mossad-These abenteuerlich anmutet, kann als sicher gelten, dass Israel im Atomstreit mit Iran einen wichtigen Sieg in der Verzögerungsstrategie verbuchen kann. Kazemi war verantwortlich für Produktion und Entwicklung der iranischen Schihab-Raketen. Noch sind sich die westlichen Geheimdienste uneinig, wann die Mullahs die A-Bombe zu ihrem Arsenal zählen können. In wenigen Monaten werde es so weit sein, behaupten die einen, es wird noch viele Jahre dauern, widersprechen andere.

Es drohen neue Spielregeln im Nahen Osten

Ein Studium der geheimdienstlichen Linguistik bringt Klärung in die widersprüchlichen Angaben. Für Israels militärischen Geheimdienst ist der "point of no return" entscheidend, und der könnte bereits in wenigen Monaten erreicht sein. Dann wird Iran in der Lage sein, genügend spaltbares Material für den Bau von Atomwaffen zu produzieren. Für andere Experten ist aber die Frage relevant, wann das Land technisch in der Lage sein wird, die A-Bombe zu bauen. Das werde noch zwei Jahre dauern, meinen israelische Iran-Spezialisten. Dabei unterstellen sie aber die unrealistische Annahme, dass das iranische Atomprojekt bis ins Jahr 2008 mit keinerlei Problemen konfrontiert sein wird. Bereits kleine Pannen können aber zu erheblichen Verzögerungen führen.

Viele Experten richten sich deshalb nicht nach dem theoretisch kürzest möglichen Zeitpunkt. Das Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS), das von fünf Jahren spricht, berücksichtigt eine Reihe von technischen Hindernissen, die zu überwinden sind, um genug waffenfähiges Nuklearmaterial herzustellen. Amerikanische Fachleute vom National Intelligence Estimate (NIE) finden angesichts der noch zu erwartenden Schwierigkeiten allerdings auch diesen Termin unrealistisch. Sie nehmen an, dass Iran nicht vor dem Jahr 2015 über die A-Bombe verfügen werde.

Aus Risikoüberlegungen betrachten Israels Politiker den frühestmöglichen Zeitpunkt für relevant, auch wenn er kaum realistisch ist. Bereits die Tatsache, dass Iran eines Tages zur Atommacht aufrücken könnte, sorgt nämlich für neue Spielregeln in der Krisenregion Mittlerer Osten. Mit der erwarteten Bombe im Rücken könnte der Gottesstaat versuchen, seinen Einfluss bei den Nachbarn mit Drohgebärden zu erhöhen, in der Opec noch höhere Ölpreise durchzusetzen oder seinen destabilisierenden Einfluss auf den israelisch-palästinensischen Konflikt weiter zu verstärken, um die Wiederaufnahme des Friedensprozesses zu torpedieren.


PIERRE HEUMANN
... schreibt als Nahostkorrespondent für die Schweizer "Weltwoche"

Optimisten setzen darauf, dass Iran als Atommacht die Spielregeln aus dem Kalten Krieg akzeptieren und auf den Einsatz der Nuklearwaffe verzichten würde. Es gebe allerdings zwischen Iran und Israel kein Gleichgewicht des Schreckens, sagt Ephraim Sneh, ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister. Zwischen den beiden Ländern gibt es keine Symmetrie - weder bezüglich der Zahl der Bevölkerung noch der Größe des Landes. Anders als Israel könnte Iran empfindliche Militärschläge hinnehmen, ohne in der Existenz getroffen zu sein.

Aufgrund ausländischer Quellen ist zwar davon auszugehen, dass der jüdische Staat über Zweitschlagkapazitäten verfügt. Kaum diskutiert wurde gemäß Melman aber die Frage, ob Israel einen Nuklearangriff überleben könnte. Die letzte bekannte Studie zu diesem Thema stammt aus dem Jahre 1982. Je nach Wetter und Windströmungen wäre mit bis zu 300.000 Toten zu rechnen, hieß es damals.

Antworten:

Wenn solche Nachrichten verbreitet werden ist das meistens die Zeit das die Märkte wieder steigen, Du glaubst doch selber nicht daran was Du hier schreibst, habe nicht alles durch gelesen, für mich reien Panikmache.


Gruss
Anleger

von Anleger - am 20.01.2006 16:39
Was steigt..ist der Öl-Preis...schon gemerkt?

von * xetra * - am 20.01.2006 16:44
der steigt seit jahren schon, hast sicher auch shon gemerkt.

von Anleger - am 20.01.2006 16:48

Geldgierig oder totale Naivität...

Anleger: ich glaube (ohne Panik zumachen) Du checkst die Lage gar nicht. Ich gehe davon aus, dass Deine Börsenerfahrung noch nicht sehr lange dauert und Du wohl jüngeren Semesters sein wirst. Nicht böse gemeint, aber Deine Antworten lassen nur eines zu: Naivität oder dann total geldgierig.

Vermutlich wiirst Du wohl nicht sehr viel Vermögen haben, denn wenn jemand so extensiv wie Du schreibst, jeden Tag und weit in die Nacht hinein tradest (man kann ja auch vieles schreiben) dann hat er wirklich jeden Stutz nötig. Und bei solchen Voraussetzungen ist der Absturz früher oder später programmiert.

Oder hast Du Dir auch schon mal überlegt, dass man dem Treiben einfach mal zusehen kann und allenfalls auch einige Wochen überhaupt nichts macht. Das kann natürlich sich nur erlauben, wer nicht darauf angewiesen ist.

Nur ein gut gemeinter Ratschlag. Hast nun ein tradingfreies Weekend vor Dir und da kann man in Ruhe mal nachdenken.



von Oekonom - am 20.01.2006 17:00

Re: Geldgierig oder totale Naivität...

Hallo Oekonom

Mal ganz ehrlich..wie schätzt du die Lage im Nahen Osten ein?

Alle drohen...aber ich glaube dieser Iranische Präsident sucht wirklich Streit.

von * xetra * - am 20.01.2006 17:05

Re: Geldgierig oder totale Naivität...

Bin schon einige Jahre an der Börse tätig, aber ich halte nichts von Panik mache, es kommen immer dann solche Nachrichten wenn die Börse runter kommt. Das solltest du doch auch wissen das man von solchen Panikmachern nichts halten sollte. Wenn wir Nuklear verseucht sind spielt es keine Rolle mehr wieviel Kohle wir haben.

Ich kann auch schreiben nächste Woche kommt der dritte Weltkrieg, jetzt sofort alle Aktien und optionen verkaufen.

Es wird dieses Jahr sicher starke Schwankungen geben, gut möglich das der SMI noch bis 7200 zurück fällt im diesem Jahr und dann wieder steigt.

Ich halte einfach nichts davon das jetzt Atomkrieg ausbrechen soll und solche Statements,das ist alles.

Daher habe ich eher Zynisch geschrieben, dass das schon wieder ein Zeichen ist das die Märkte wieder steigen werden wenn solche hiops Botschaften verbreitet werden.


Gruss
Anleger

von Anleger - am 20.01.2006 17:19

Re: Geldgierig oder totale Naivität...

mit b schreibt sich der Gute!

von Richebourg - am 20.01.2006 17:27

@oekonom

Werther Oekonom

Ich schätzt Deine Kommentare und Analysen hier sehr- allerdings fällt mir auf, dass Du zwar stark im Austeilen, aber ausgesprochen schwach im Einstecken von Kritik bist. Die Deutungshoheit hat wohl niemand eindeutig hier- ausser er sitzt gerade beim Stein der Weisen. In diesem (unwahrscheinlichen) Falle wären wir hier, die anderen Forumsteilnehmer, sozusagen mit dem Absoluten konfrontiert, was zwangsläufig zu einem kollektiven Kniefall führen müsste.

Tut es aber nicht. Dafür können die Gründe mannigfaltig sein. Als Psychiater (wohlgemerkt Psychiater, nicht Psychologe) würde ich bei Dir auf eine latente, narzistische Persönlichkeitsstörung deuten. Würde ich (Konjunktiv). Nur kann ich das gar nicht tun, weil ich

a) gar kein Psychiater bin und

b) zuwenig Anhaltspunkte (und schon gar kein Recht) habe, diese Diagnose zu stellen.

Soviel zu mir und meiner Sichtweise. Ein gesunder Dialog ist alleweil förderlicher, als ein Monolog, der ständig Anspruch auf Absolutheit erhebt. Zudem lebt eine Debatte ja gerade davon, dass verschiedene Standpunkte dargelegt werden können. Das wiederum bildet den Humus für eine kollektive Analyse. Und eine genaue Analyse ist die wohl wichtigste Grundlage für eine Entscheidung, oder nicht?

Lass doch die anderen hier einfach leben, ob sie nun richtig leben, oder nicht- who cares..?

Wohlwollend grüssend ;-)



von M. Keynes - am 20.01.2006 17:28

Re: Geldgierig oder totale Naivität...

Du hast Recht, dass der erfahrene Anleger nicht auf Panik reagieren soll und für meinen Fall habe ich auch keine Veranlassung dies zu tun.

Aber die Mehrzahl der kleinen und auch grösseren Privatinvestoren kriegen eben doch sehr schnell ganz zittrige Hände, sobald der Börsenzug ins Stocken gerät, vorallem dann, wenn sie ihre Gierigkeit noch mit Derivaten unterstützen, geschweige sie arbeiten noch mit Krediten usw.

Ich warne daher zur Vorsicht, weil hier wieder einmal mehr meine so heiss geliebte Psychologie ins Spiel kommt. Ob Vogelgrippe oder Iran, die Medien füttern das sowieso mediengeile und zur Mehrheit beinflussbare gemeine Volk und dann hast Du schon die unkontrollierten Reaktionen.

Und das ist das Problem, nämlich das Verhalten der Marktteilnehmer auf die Nachrichtenlage und nicht das Säbelrasseln als solches. Und ich wette darauf, dass die Mehrheit so reagieren wird: Hilfe der Himmel stürzt ein und verkaufen was man noch verkaufen kann, bzw. einfacher gesagt, man nimmt die Gewinne mit. Die Kollegen dieser Börsianer werden ihnen dann zurufen: siehst Du, es bringt sowieso nichts an der Börse und so kriegen sie wieder den nächsten Dämpfer, nachdem sie ihn im 2000 schon einmal hatten...

Kurz: die Psycholgie wird die nächste Zeit bestimmen, wo's lang geht und nicht die Markttechnik.



von Oekonom - am 20.01.2006 17:44

Re: Geldgierig oder totale Naivität...

Viel Taktik der Iraner, denn sie wissen, dass sie den Westen zum grossen Teil in den Händen haben mit dem Oil als Waffe. Und ich bin mir da gar nicht so sicher, ob an diesem verbalen Säbelrasseln andere Oilstaaten nicht ihre Freude daran haben, denn es bringt ihnen ebenfalls mehr Profit infolge der steigenden OIlpreise.

Letztes Jahr hatten wir schon gesehen, dass die Wirtschaft Probleme hat und man auch verbal reagiert beim Oilpreis kurz vor 70.-. Im Falle von Drosselungen durch den Iran oder sogar evtl. Blockaden sind wir wohl bei den 90 bis 100.-. Dauert das nur als Dip einen Tag nicht weiter schlimm, länger hingegen würde es schon kritisch. Zumindest dürften dann die Börsen die 10% Korrektur zeigen.



von Oekonom - am 20.01.2006 17:50

Re: @oekonom

Vollkommen lächerlich wie der Poster M. Keynes sich in einem Thread von Oeko lustig macht, in dem Oeko Keynesianische Erläuterungen gibt.
Nur kann aus der Psychologie Wirklichkeit entstehen. Dafür jemals vorbereitet?

von motho - am 20.01.2006 18:54

Re: @oekonom

Autoritäten sind nicht über jeden Zweifel erhaben.

Aussser man will es so.

Dann stimmt es auch.

Für den Betreffenden.

Aber immerhin eine Meinung. Ich persönlich ziehe eine offene Debatte einer imperativ geprägten vor- unter Einhaltung von Anstand, Fairness und vor allem Respekt.

Das ist hier nicht immer gegeben, finde ich.

Grüsse ;-)



von M. Keynes - am 20.01.2006 19:42

Re: @MK

Hallo MK

Noch eine Antwort von mir, damit Du auch weisst, dass ich Deine Einschätzung zu meiner Person zur Kenntnis genommen habe.

Wer mit mir diskutieren will, muss eine offene, harte und manchmal auch kantige Ausdrucksweise akzeptieren. Ich bin kein Schmeichler, sondern sage offen und ehrlich was ich denke und von der Sache halte. Es gibt Personen, die haben generell mit solch einer klaren Ausdrucksweise Mühe und meinen, man müsse immer alles zuerst auf die Goldwaage legen und auf jedes und alles Rücksicht nehmen. Warum. Würde in unserem Lande überall offen und klar gesprochen, wir wären viel besser dran, als immer diese so netten Debatten, die nie auf dne Punkt kommen, weil sich jemand ein bisschen verletzt vorkommen könnte.

Wer nur etwas Erfahrung hatte, der musste wie ich schon letzte Woche zum Schluss kommen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Das billige ich jedem zu, der mit offenen Augen durch die Welt geht und somit beanspruche ich nicht die alleinige Weisheit darüber.

Und wenn man hier mit einer gewissen Seriösität seine Postings zum Besten gibt, so muss man einfach einmal etwas härter intervenieren, wenn man das Gefühl hat, jetzt könnten einige in die Sackgasse laufen. Ich verbiete ja niemandem genau das Gegenteil zu tun, aber ich weiss, dass hier viele unerfahrene junge Menschen mitlesen und sehr empfänglich für jede Art von Tipps sind. Das diese Altersklasse nur auf das schnelle Geld aus ist, verübliche ich ihnen ja nicht. Aber ich denke, dass derjenige mit Erfahrung und selbst einmal das Lehrgeld eines 50'000er Franken Verlust hintersich hat, in solchen Situationen den Warnfinger erheben muss.

Und je nach Art der Mahnung verwende ich dazu die passende Tonstärke.
Soviel abschliessend als Replik.



von Oekonom - am 20.01.2006 20:06

Re: @MK

Ich schätze übrigens Deine Postings sehr, auch wenn die Tonalität gelegentlich überzeichnet ist. Über Form und Inhalt zu streiten ist, zugegebenermassen, eigentlich wiedersinnig: Inhalt vor Form, ganz klar.

Ich habe hier ein ganzes Weilchen pausiert. Mein ehemaliges Pseudonym ist übrigens mz - doch unter diesem Namen konnte ich mich nicht mehr einloggen. Also heisse ich jetzt etwas entrückt und selbstironisch M. Keynes.

Inhaltlich fällt mir in diesem Forum seit meinem Wiederauftauchen v. A. eines auf: es gibt zwei Gurus: Du und, das erstaunt mich wirklich, godmode-trader.de. Du hast zweifellos eine schon fast pädagogische Wirkung hier und liegst nachweislich häufig richtig. Dass irgendeine dahergelaufene Homepage zum handlungsbestimmenden Faktor bei einem Kaufentscheid für Viele hier werden kann finde ich, gelinde ausgedrückt, gefährlich. Wenn's wenigstens goodmood-trader.de heissen würde- aber auch dann: stecken hinter den Beiträgen von GOODMOOD (?) auch qualifizierte Fachleute, oder einfach nur mehr oder minder gefühls- und halbwissensgeleitete one-, two-, three-daytrader wie wir, welche ihre spärlichen Erkenntnisse zum Besten geben?

WENN ich recherchiere, dann beziehe ich meine Informationen im Allgemeinen nicht nur von verschiedenen Quellen (um anschliessend eine Summe daraus zu ziehen), sondern achte auch darauf, dass die Quellen relevante, mehr oder weniger verlässliche Daten liefern- geschrieben und vorab recherchiert von versierten Wirtschaftsredaktoren. Das verkleinert den Radius meiner Informationsbeschaffung ganz erheblich. Am Schluss dann noch ein Schuss Intuition- und ich liege mit meiner Kaufentscheidung trotzdem noch manchmal daneben. Ich agiere vorsichtig und trotzdem mit einer guten Portion Gier versehen. Aber die Unvorsicht, Informationen aus Quellen zu beziehen, deren Inhalte nicht oder nur bedingt verifiziert werden können, nein: dafür bin ich eindeutig zu arm.

Da ziehe ich Deine Postings ergänzend noch so gerne hinzu- als letzten Kick sozusagen ;-)...

Grüsse in den Abend hinein- wie sind die Schneeverhältnisse übrigens morgen? Ich werde im Grauen Bünden etwas Aprés-Ski betreiben...



von M. Keynes - am 20.01.2006 21:04
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