Zu grosser Optimismus

Startbeitrag von Oekonom am 22.01.2006 11:18

In der vergangen Phase mit euphorischen Uebertreibungen, der Uebernachfrage und enstprechenden hohen Indicies (speziell beim SMI und DAX) ist der Markt geprägt von der Gier der (meist unerfahrenen Anleger) nach weiteren stets mühelosen Gewinnen. Man hatte ein Jahr lang viel Glück gehabt und meint in grosser Selbstüberschätzung, man hätte es ja so im Griff. Neue und eventuell unangenehme Nachrichten, welche aufkommende Risiken oder sogar ein Trendwechsel andeuten, werden einfach verdrängt und ignoriert.

Einige hier sind so leidenschaftlich mit extensivem Kauf und Verkauf beschäftigt, dass sie wohl über nichts anderes mehr reden. Es ist doch so schön gelaufen bis in die Nächte (schade kann man nicht die ganze Nacht traden). Die Gewinne flossen nur so ohne Anstrenung und das wird sich doch auch weiter wiederholen. Man hat schliesslich eine lustvolle Erfolgbilanz vorzuweisen.

Aber Achtung: Kippt der Markt, dann wandelt sich die Lust schnell in Frust um. Die Folge wird nach dem Vermeidungsverhlaten (zeitlich bzw. passiv) der Kontrollverlust mit all seinen Nebenwirkungen sein. Der Illusion ständig steigender Märkte erlegen zu sein fürhrt bei zwangsläufig zur Verunsicherung und womöglich gar zur Angst und Panik, womit wir dann etwa bei der Chaos-Theorie angelangt wären.

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