Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Leguan, Silberhaar, Halifaxy

Serono: und tschüss!

Startbeitrag von Leguan am 24.01.2006 08:50

Tja, das geht wohl noch gröber runter:

Zitat

SERONO-GERÜCHT: CHF 1175 ZUM ERSTEN, WER BIETET MEHR? - MarkPirat

ZÜRICH (MarktPirat.com) – Marktkreise hörten Gerüchte, dass bisher das höchste Angebot für die Übernahme von Serono auf CHF 1175 je Aktie laute! Die im Markt herum gereichte Geschichte weist offenbar eine grössere Wahrscheinlichkeit auf, als es gegenwärtig erscheint – wie anders ist die positive Kursreaktion auf die inoffizielle „stille Novartis-Absage“ zu erklären? Bot eine internationale oder eine schweizerische Biotechnologie- oder Pharmagesellschaft CHF 1175, wie die Gerüchte lauten? Hat sich im Hintergrund ein stiller Bieterkrieg für Serono angespielt? Wird die Transparenz in der möglicherweise grössten Unternehmenstransaktion Ende Januar endlich eine „neue Qualität“ erhalten? Stellt das Interesse an Serono das Motiv für Amgen dar, ihre Investition auf der grünen Wiese in der Westschweiz aufs Eis zu legen? Streiten sich US-amerikanische und schweizerische Konzerne um Serono oder wird mit GlaxoSmithKline eine britische Gesellschaft zum Zuge kommen?


Antworten:

Und gleich noch mehr Infos:

Zitat

DJ Serono findet möglicherweise keinen Käufer - WSJ

GENF (Dow Jones)--Die Serono AG, Genf, wird laut einem Zeitungsbericht möglicherweise keinen Käufer finden, nachdem die bisherigen Interessenten an dem Pharmaunternehmen abgewunken haben. Die großen Pharmakonzern, die bei dem Biotechnologieunternehmen vorgefühlt hatten, hätten bis zum Ablauf der Gebotsfrist am vergangenen Freitag keine Offerten vorgelegt, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Der Zeitung zufolge hat die Gesellschaft in den vergangenen Monaten mit Novartis, GlaxoSmithKline, Pfizer und weiteren Unternehmen verhandelt. Zum Verkauf gestellt worden war Serono im vergangenen Jahr von der Familie Bertarelli, die 62% an dem Unternehmen hält. Ernesto Bertarelli ist CEO von Serono.

Den Informanten der Zeitung zufolge lehnten die Interessenten den Kauf von Serono wegen zu hoher Kosten ab. GlaxoSmithKline habe sich aber noch nicht gänzlich zurückgezogen. Sie habe angedeutet, weiter verhandeln zu wollen, habe aber keinen Preis genannt. Das Unternehmen selbst wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Von einer Pfizer nahe stehenden Person hieß es, der Konzern wolle nicht für Serono bieten. Von Novartis war zunächst keine Stellungnahme erhältlich, ebenso wenig von Bertarelli oder einem Manager von Serono.

Zwar sei möglicherweise noch in letzter Minute ein unerwarteter Käufer aufgetaucht. Doch das Desinteresse der großen Unternehmen an Serono könne die schweizerische Gesellschaft dazu zwingen, sich preiswerter anzubieten. Bisher habe Serono bis zu 15 Mrd USD in bar gefordert.

Bertarelli habe in der Vergangenheit bereits mehrmals den Verkauf des Familienunternehmens in Erwägung gezogen. Nun aber sei Serono erstmals offiziell im Rahmen einer Auktion angeboten worden, zitiert das Blatt aus den Kreisen. Damit sei die klare Botschaft an potenzielle Käufer verbunden gewesen, dass Serono Bargeld sehen wolle. Der Manager müsse seine Pläne nun möglicherweise aufgeben oder den Preise senken. Er könne aber auch den Zusammenschluss von Serono mit einer Gesellschaft im Wege eines Aktientauschs vornehmen.

Dem Bericht zufolge richtet sich das Interesse der potenziellen Käufer vor allem auf das Serono-MS-Mittel "Rebif", dessen Umsatz im vergangenen Jahr mehr als 1 Mrd USD betragen habe. Seit dem ersten Bericht des "WSJ" über die Verkaufsabsichten von Serono am 8. November hat der Kurs der Aktie um rund 25% zulegt.

-Von Jason Singer und Jeanne Whalen, The Wall Street Journal;




von Leguan - am 24.01.2006 08:51

zu Amgen

24. Januar 2006, Neue Zürcher Zeitung

Kasten: «Galmiz» - Chance und Reizwort

Irischer Produktionsstandort für Amgen
Minister will Entscheidung offiziell bestätigen

Das zähe Seilziehen zwischen der Schweiz, der Republik Irland und Singapur um eine neue Fabrik des amerikanischen Bio-Pharma-Konzerns Amgen ist offenbar zu Ende: Neuer Standort wird Carrigtohill an der irischen Südküste.

ali. Dublin, 23. Januar

Der irische Minister für Handel und Beschäftigung, Micheál Martin, hat für diesen Dienstag am frühen Nachmittag zu einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Cork eingeladen, um eine «bedeutende ausländische Investition» anzukündigen: Die grösste Bio-Pharma-Unternehmung der Welt, die amerikanische Firma Amgen, wird rund zwei Milliarden Franken in eine neue Fabrik bei Carrigtohill, östlich von Cork, investieren. Mindestens 800 Arbeitsplätze sollen dabei geschaffen werden. Weder das Ministerium noch die irische Industrieförderungs-Behörde (IDA) wollten die Einzelheiten am Montag offiziell bestätigen, aber die wichtigsten irischen Tageszeitungen auferlegten sich keine derartige Zurückhaltung. Sie berichten seit einigen Tagen ohne Einschränkung, dass Irland den Zuschlag erhalten habe.

Gute Verkehrsanbindung
Firmenvertreter haben offenbar schon vor Wochen ein geeignetes Firmengelände inspiziert. Es handelt sich um ein 60 Hektaren grosses Grundstück, das eigens für industrielle Nutzung umgezont wurde. Es liegt gleich neben Carrigtohill, einem Pendler-Städtchen im Osten von Cork, nur wenige Kilometer vom Hafenbecken von Cork entfernt. Dort befindet sich Amgen in bester Gesellschaft: Die IDA hat im Verlaufe der Jahre prominente Pharma-Multis angelockt, darunter Novartis, Pfizer, Glaxo Smith Kline, Schering- Plough und andere. In unmittelbarer Nähe des künftigen Produktionsstandorts von Amgen führt auch die stillgelegte Eisenbahnlinie vorbei, die einst ostwärts von Cork nach Youghal führte. Sie soll, zum Mindesten bis Midleton, ohnehin für den Pendlerverkehr wieder eröffnet werden, und Amgen erwägt laut Presseberichten, einen eigenen Firmen-Anschluss zu bauen. Die Behörden der Grafschaft Cork sollen bereits eine Verbesserung des Strassennetzes planen.

Steuervorteile unwiderstehlich
Mehr noch als für die Computer-Branche, die in Irland ebenfalls prominent vertreten ist, spielt die irische Körperschaftssteuer für die internationale Pharma-Industrie eine ausschlaggebende Rolle bei der Wahl des Standortes. Sämtliche Firmen bezahlen lediglich 12,5 Prozent. Die Verrechnungspreise innerhalb der internationalen Konzerne werden deshalb oftmals so gestaltet, dass ein möglichst hoher Gewinnanteil in Irland anfällt. Allerdings sind die irischen Steuerbehörden weniger grosszügig bei Abzügen und Abschreibungen, so dass der Anteil der Unternehmensbesteuerung an den Staatseinnahmen in Irland höher liegt als in vergleichbaren europäischen Ländern mit höheren Steuersätzen. Einnahmen aus in Irland entwickelten oder verbesserten Patenten sind gänzlich von der Steuer befreit.

Mit 800 bis 1000 Arbeitsplätzen wird Amgen einen nennenswerten Beitrag zur Beschäftigung im Raum Cork leisten. Die Verfügbarkeit von zahlreichen jungen, gut ausgebildeten, Englisch sprechenden Arbeitskräften wird von Investoren immer zuerst genannt, um den Standort Irland zu rechtfertigen. Da Pharma-Betriebe aber meist weniger arbeitsintensiv sind als beispielsweise Elektronik-Produktionsstätten, wiegt das beliebteste Erfolgs-Argument der Iren selbst in dieser Branche weniger schwer als die steuerlichen Vorteile. Von schrumpfender Bedeutung sind auch die Kapitalgeschenke der IDA an multinationale Firmen, denn die Europäische Kommission hat in den letzten Monaten mehrfach eingegriffen, um wettbewerbsverzerrende Subventionen zu verhindern.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 24.01.2006 09:13
Hallo Leute,
was meint Ihr, sollte man jetzt auf Warrants (Call) von Serono setzen?
(z.B. SEOHI/SEOHO).
Gruss vom Halifaxy

von Halifaxy - am 24.01.2006 10:10
Schwierig zu sagen. Sollte ein schnelles Dementi oder ein solventer Käufer (der einen hohen Preis zahlt) auftauchen, könnte das schon aufgehen, aber momentan ist auch das Gegenteil möglich. Ist mir zu heiss!

Zitat

MP RATING Serono - Rahn & Bodmer senkt auf UNDERPERFORM (Neutral)




von Leguan - am 24.01.2006 10:22
24. Januar 2006, 11:00, NZZ Online

Die ungeliebte Braut
Serono findet offenbar nicht so leicht einen Käufer

Der Genfer Biotechnologiekonzern Serono hat bis zum Ablauf der selbst gesetzten Frist keine Übernahmeangebote erhalten. Ein entsprechender Zeitungsbericht drückte die Serono-Aktie am Dienstagmorgen stark ins Minus. Das Biotechunternehmen von Ernesto Bertarelli könnte sich gezwungen sehen, den Übernahmepreis zu senken.

chs. Die Aktie des Biotechkonzerns Serono brachen am Dienstagmorgen stark ein: Die Aktie verlor zu Handelsbeginn bis zu 8,8% und sackte unter die Marke von 1000 Fr. ab. Gegen 11 Uhr hatte sie sich wieder etwas erholt und lag noch mit 5,86% im Minus. Börsenhändler nannten als Grund für den Einbruch einen Artikel in der Finanzzeitung «Wall Street Journal Europe», wonach das Genfer Unternehmen in den laufenden Übernahmeverhandlungen keinen Interessenten gefunden habe.

Novartis hat bereits abgewinkt
Gespräche habe Serono mit den Interessenten Novartis, Glaxo Smith Kline und Pfizer geführt, berichtet die Zeitung. Dass Novartis kein Interesse mehr hat, kommt nicht überraschend. Schon an der Bilanzmedienkonferenz des Pharmakonzerns von letzter Woche liess das Management durchblicken, dass Serono nicht mehr auf der Wunschliste steht.

Zwar nannte Novartis damals als neues Wachstumsgebiet ausdrücklich die Biotechnologie. Doch müssten Übernahmekandidaten in erster Linie an erfolgversprechenden, qualitativ hochwertigen Forschungsprojekten arbeiten. Bei Serono gilt jedoch ausgerechnet die Forschungspipeline als Schwachpunkt.

Serono-Aktie ist Phantasien los
Das fehlende Käuferinteresse für Serono könnte das Unternehmen laut «Wall Street Journal Europe» dazu zwingen, den geforderten Preis von rund 15 Mrd. Dollar zu senken. Diese Aussicht hat die Anleger geschockt. Die Aktie hatte nach Bekanntwerden der Verkaufsabsichten von Übernahmephantasien profitiert und innerhalb von drei Monaten um rund 24% zugelegt. Nun gibt es bereits Verkaufsempfehlungen: Die Privatbank Rahn&Bodmer etwa rät den Anlegern zum Verkauf, nachdem die Phantasie aus dem Titel raus sei.

Übernahmepreis offenbar zu hoch
Rahn&Bodmer sieht für Serono drei mögliche Auswege aus der Patt-Situation: Der Preis könne tiefer angesetzt oder anstelle eines Bargeschäfts ein Aktientausch ins Auge gefasst werden; es sei auch möglich, dass der Verkauf der Gruppe verschoben werde. Bei Serono war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Serono ist die grösste Biotechnologiefirma in Europa und wird von der Gründerfamilie Bertarelli kontrolliert. Vor zwei Monaten hatte sich Serono selbst öffentlich zum Übernahmekandidaten gemacht. Sie beauftragte die Investmentbank Goldman Sachs, Szenarien für die Zukunft des Unternehmens zu entwerfen.

Gruss

Silberhaar

PS Persönlich lasse ich die Finger von Serono. Ein Absturz auf CHF 900.00 würde mich gar nicht verwundern.

von Silberhaar - am 24.01.2006 10:57
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.