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vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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foreignexchange, biobio

unruhige Kursstellung!

Startbeitrag von biobio am 20.02.2006 15:42

Die MM's haben heute keinen leichten Job.
Die Volas flackern, Kurse stellen, nicht stellen,...
Beobachtet ihr das bei euren Warrants auch?

Antworten:

AAuf dem Markt für Zertifikate und Optionsscheine sind Investoren der Willkür de

Die Anlegerschützer sprachen deutliche Worte: Auf dem Markt für Zertifikate und Optionsscheine seien Investoren der Willkür der Emittenten ausgeliefert. Denn die Banken verheimlichten ihren Kunden wichtige Fakten und zögen sie mit überteuerten Produkten über den Tisch.

Was die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) in der vergangenen Woche in ihrem "Schwarzbuch Börse" veröffentlichte, war ein Frontalangriff auf die Derivatebranche. "Falsche Abrechnungen, überhöhte Preise und nachträgliche Stornos sind an der Tagesordnung und keine Einzelfälle", schimpfte SdK-Vorstand Markus Straub. Er warnte: "Damit der Markt auch in Zukunft funktioniert, dürfen die Anlegerinteressen nicht komplett unter den Tisch fallen." Die Derivate-Emittenten sehen das natürlich anders. Was die SdK vortrage, beruhe in weiten Teilen auf Einzelfällen, meint Dieter Lendle, Chef des Branchenverbands Deutsches Derivate Institut. "Fehler wird es auf einem solch komplizierten Markt mit vielen Produkten immer geben. Sie belegen nicht, dass sich Emittenten unredlich verhalten."

Überzogene Aufschläge
Straubs Kritik hatte sich vor allem gegen die Preisgestaltung der Derivate-Emittenten gerichtet. Auf dem wachstumsstarken Markt gebe es keine Mechanismen, die Anleger davor schützen, dass Anbieter exorbitant hohe Gewinnmargen auf ihre Produktpreise aufschlagen. Schließlich sei in der Regel nur der Emittent als Market-Maker tätig -der Anleger somit von dessen Preisdiktat abhängig. Straub kritisiert in diesem Zusammenhang nicht nur die Höhe des Spread, also des Unterschieds zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Zusätzlich seien viele Zertifikate und Optionsscheine mit einem überzogenen Aufschlag auf den "fairen Wert" versehen. Der werde während der Laufzeit stetig abgebaut, sodass ein Anleger den kompletten Aufpreis an dem
Emittenten verliere. Viele Anleger seien nicht in der Lage, solche Aufpreise zu erkennen, warnte der SdK-Vorstand. Bei komplizierten Produkten gebe es zudem keine Vergleichsmöglichkeit, weil sie nur bei einer Bank im Angebot seien. "Es bleibt der Willkür jedes Emittenten überlassen, welche Preise er für die eigenen Produkte stellt", sagte Straub. Die Kritik trifft einen der wenigen Wachstumsmärkte der privaten Geldanlage. Das Geschäft mit Retail-Derivaten wächst seit Jahren rasant. Inzwischen sind in Deutschland rund 80 Mrd. Euro in diese Papiere investiert. Allein im vergangenen Jahr stieg das in Zertifikate investierte Kapital um über 40 Prozent, so die Zahlen des Branchenverbands Derivate Forum.

Derivate-Händler in der Verteidigung
Bei vielen Standardprodukten wie Index- oder Bonus-Zertifikaten sind die Preise verschiedener Emittenten einfach zu vergleichen, weil es viele nahezu identische Produkte gibt. "Wer dabei unattraktive Preise anbietet, ist ganz schnell raus aus dem Markt", sagt Peter Bösenberg vom Emittenten Société Générale. Überteuerte Preise können Anbieter damit ohnehin nur bei Nischenprodukten durchsetzen. Darauf deutet auch eine Studie der Universität Münster hin: Sie hat ergeben, dass der verdeckte Aufschlag bei Zertifikaten, den Emittenten für ihre Leistungen einstreichen, im Durchschnitt lediglich 3,2 Prozent beträgt. Auch Heiko Weyand, bei HSBC Trinkaus & Burkhardt für das Derivate-Marketing verantwortlich, hält die Kritik der Anlegerschützer für unberechtigt. Anleger erhielten schließlich vom Emittenten eine angemessene Gegenleistung. "Wir bieten unseren Kunden Anlagemöglichkeiten, die es vor wenigen Jahren noch nicht gab. Dass solche Leistungen in der Regel teurer sind, als wenn die Privatinvestoren selbst am Terminmarkt aktiv handeln würden, ist nahe liegend."

Faire Preisfindung für Derivate
Wettbewerb Je mehr Anbieter und Produkte es auf dem Markt gibt, desto fairer dürften die Preissetzungen für Zertifikate ausfallen. Unfaire Aufschläge führen zu Kundenverlust. Kontrolle Die Preissetzung beispielsweise von Index-Zertifikaten ist auch für Laien schnell nachvollziehbar. Schließlich muss das Zertifikat dem zu Grunde liegenden Index folgen. Komplexität Bei komplizierten Zertifikaten ist die Preiskontrolle schwieriger, zum Beispiel wenn die Entwicklung von zwei Basiswerten in einem Zertifikat gebündelt wird.

Quelle: [www.boerse-online.de]

von foreignexchange - am 20.02.2006 20:51
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