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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hama, M. Keynes, clancy

USD "dunkle Materie"?

Startbeitrag von clancy am 27.02.2006 12:20

Hallo!

verschiedentlich ist hier schon von USD/CHF puts die Rede gewesen, aber er scheint vorerst richtung 1.32 unterwegs zu sein.
Mit meinen rudimentären Kenntnissen punkto technischer Analyse habe ich aber das Gefühl, dass in den kommenden Wochen bald einmal eine Korrektur nach unten fällig ist. oder verstehe ich zu wenig von interest rates, oh yeah! , M. Keynes?
Zum Thema passt auch der Artikel aus der heutigen NZZ:

Zitat

Märkte und Meinungen
Dieses Mal ist alles anders



Seit einiger Zeit rätseln Investmentstrategen und Anleger darüber, wie sich das hohe Leistungsbilanzdefizit der USA auf die Finanzmärkte auswirken wird. Seit Anfang der achtziger Jahre sind die USA zu einem Nettoschuldner geworden und haben bis Ende 2004 den weltweit grössten Schuldenberg von rund 2,5 Bio. $ aufgetürmt. Kann dieses weltwirtschaftliche Ungleichgewicht noch lange Bestand haben? Für die einen spiegelt die rot gefärbte US-Leistungsbilanz eine unhaltbare Verschuldungspolitik der privaten und öffentlichen Haushalte, für die anderen hingegen ist sie Ausdruck der internationalen Attraktivität der amerikanischen Wirtschaft. * Innerhalb der Ökonomenzunft tobt zu diesem Thema zurzeit eine heftige Debatte. Dabei häufen sich Wortmeldungen, dass «dieses Mal alles anders sei». Ökonomen vom MIT und aus Berkeley geben als treibenden Faktor für ein neues Gleichgewicht vor allem die in den USA besseren Möglichkeiten an, aus Realinvestitionen Vermögenswerte zu generieren. Zwei Harvard-Professoren erklären die US- Auslandschulden gar zur Chimäre. Ihr Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass die USA seit 1980 jedes Jahr einen ungefähr gleich grossen Nettoerlös auf das im Ausland investierte Kapital einfahren, während die Schulden zunehmen. Um dies zu erklären, prägten sie den Begriff «dunkle Materie». Diese sorge in drei Bereichen für ein höheres US-Auslandvermögen als in den Statistiken angegeben. Amerikanische Investitionen im Ausland seien rentabler als ausländische Investitionen in den USA, was auf die Management- und Innovationsfähigkeiten sowie die starken Marken der Amerikaner zurückzuführen sei. Zudem entstehe «dunkle Materie» aus der Rolle des Dollars als Reservewährung für die Welt. Und die USA erhielten eine Art Versicherungsprämie für ihre absolut sicheren Treasury-Bonds. * Die Reaktionen waren hitzig: Ökonomen von Goldman Sachs argumentieren, einzig der Aspekt der Reservewährung spiele eine - aber kleine - Rolle. Ein anderer Wirtschaftswissenschafter kommentiert gar, der richtige Begriff für «dunkle Materie» sei eher Schutzgeld.
Die Diskussion ist nicht nur von akademischem Interesse, denn je nachdem, welches Szenario eintreten wird, kann dies entweder eine Korrektur mit einer möglichen weltweiten Rezession oder eine heile Welt bedeuten. Was auf die Finanzmärkte zukommen wird, steht noch nicht fest. Es bleibt aber zu bedenken, was der verstorbene Ökonom Rudi Dornbusch einmal sagte: Unfehlbares Zeichen für den bevorstehenden Zerfall einer Währung in Verbindung mit einem Aussenhandelsdefizit seien plausible Theorien von renommierten Professoren, die behaupteten, dass diesmal alles anders sei.

gho.


[nzz.ch]

Antworten:

Der Dollar zieht solange nach oben, wie die FED die Zinsen anhebt. Zumindest gegenüber dem CHF, solange die SNB nicht ebenfalls die Zügel allzusehr straffen wird.

Wenn dann mal draussen ist, das die FED die Zinsen NICHT mehr erhöhen wird, dann kann man CHF / USD putten, ohne mit der Wimper zu zucken. Den Probelauf hierfür haben wir ja Ende letztes Jahr gesehen: Alle Marktteilnehmer haben mit einem Ende der Zinserhöhungen gerechnet, ergo ging der Dollar gegenüber dem CHF auf bis etwas unter 1,25. Dann, als allen schmerzhaft bewusst wurde, dass das Ende der Fahnenstange wohl noch (lange) nicht erreicht sein wird, ging er wieder hoch. Nun werden wir sicher noch die 1,32 testen.

Grüsse



von M. Keynes - am 27.02.2006 13:28
..Erektion :joke: des USD ist voll im Gange - KZ 1.35, denn CH-NB erhöht die Zinsen erst Mitte März



von Hama - am 27.02.2006 19:08
Wieviel darf's denn sein?

Ein Schrittchen.. zwei..?

Die SNB wird sich hüten, einen neutralen oder gar restriktiven Kurs am kurzen Ende anzusteuern. Ergo ein- bis zwei Schrittchen à 25 Prozenpünktchen.

Mehr liegt bei der SNB nicht drinnen, dieses Jahr.

Oder bellt da grad die Inflation ums Eck..?

ODER... stehen wir gar unmittelbar vor einer drohenden Überhitzung der eidgenössischen Volkswirtschaft *gähn*..?!

Kaum, oder?



von M. Keynes - am 27.02.2006 19:43
..hihihihih [www.wimp.com]



von Hama - am 27.02.2006 20:58
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