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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
M. Keynes, sommy, zeppelin*

US-Immobilienmarkt, Teil XX

Startbeitrag von M. Keynes am 27.02.2006 21:58

Es ist doch erstaunlich, wie tief die Marktteilnehmer mittlerweile in die Trickkiste greifen müssen, um den niedrigsten Stand der Verkäufe neuer (neu erstellter) Häuser seit Januar 2005 in ein annehmbares Licht rücken zu können:

Schuld daran (und neuerdings nicht nur daran!!!!) soll jetzt der seit hundert Jahren wärmste Januar in den USA sein!! Ich nehme an, dass man bald auf die Mondphasen zurück greifen wird, wenn es darum geht, Erklärungen für eine wirtschaftliche Entwicklung zu suchen, deren Eindeutigkeit nicht nur in den Sternen geschrieben steht, sondern schon von fast jedem Spatz von den Hausdächern (den Dächern der unverkauften Häuser natürlich) gepfiffen wird!

Unten stehender Artikel bildet eine besonders schöne Ergänzung zu dem hier von mir kürzlich geposteten Artikel über die Methoden, auf die Immobilienfirmen in den USA zwischenzeitlich zurück greifen müssen, um ihre Häuser überhaupt noch an den Mann bringen zu können (Gratis Küchen, Teile der Einrichtung gratis etc.). Als ehem. Marketingmensch auf Anbieterseite ist mir schon klar warum und v. A. wann man mit solchen Methoden operieren muss.

Jedem Leser hier wohl auch. Eine Möglichkeit: Das Angebot übersteigt die Nachfrage. Eine Weitere: Es gibt günstigere Alternativen, so z. B. der Erwerb gebrauchter Häuser. Ob dies oder das: Offensichtlich ist man in den USA nicht mehr so gerne bereit, Kohle in einen Sektor zu stecken, der schon seit mehr als zehn Jahren dermassen floriert, dass man jetzt langsam zu glauben beginnt, dass das alles nicht mehr allzu lange so weitergehen kann (Angst). Und dieses Gefühl, nämlich die Angst; und jetzt kommen wir zur Psychologie, spielt bestimmt auch im Immobiliensektor eine nicht zu unterschätzende Rolle (sofern in einem Privathaushalt ein Haus als Anlage- sprich Renditekategorie betrachtet wird), und wird von der Berichterstattung der Massenmedien in den USA z. Z. recht gut gepflegt und weiter verbreitet.

Hier noch der Artikel vom Wetterbericht:

[biz.yahoo.com]

Grüsse & gute Nacht

Antworten:

hey keynes
wunderbarer beitrag von dir gratuliere!
bin mit deiiner meinung sehr einverstanden.. und nur die zinsen halten den bruch $ noch über 1.20..gruss aus dem goldland

zepp



von zeppelin* - am 27.02.2006 22:20
Bist Du nicht mehr im Marketing tätig ??

von sommy - am 28.02.2006 07:26
Jap, Zep, daher die hohen Zinsen...

von sommy - am 28.02.2006 07:27
Danke! Bei den Zinsen muss man sich allmählich auch fragen, WAS denn das wirkliche Ziel der FED ist.

Inflationabekämpfung, bzw. Preisstabilität? Einer Überhitzung der Konjunktur vorbeugen? Oder muss man mittlerweile ganz einfach die Gläubiger (Halter 2-jähriger; 5-, bzw. 10-jähriger Bonds) mit attraktiven Zinsen bei Laune halten, damit sie überhaupt noch bereit sind, das doppelte Defizit der Amerikaner auch weiterhin zu finanzieren..?! Die Dollar-Notenpressen müssen ja schliesslich weiterlaufen können..!!

Keine ganz unwichtige Frage, finde ich! Schliesslich werden auch unsere Pensionskassen ein Lied davon singen können...



von M. Keynes - am 28.02.2006 09:11
>>>

Jap, genau... bei Laune halten mit attraktiven Zinsen.... tja Amirika wird langsam aber sicher ein Schuldner Fall a la Brasila.... nun denn vielleicht kauf China ja mal Amichina auf :laugh: , die haben ja genug $ gebunkert....

Zinsen werden steigen und das geht dann wieder zu unseren PK...

von sommy - am 28.02.2006 10:01
Nicht gerade Brasilien. Eher Argentinien. Aber auch dieser Vergleich hinkt ganz erheblich.

Doch das kann noch lange so weiter gehen- zuviele Interessen hängen derzeit noch am Dollar.

Im Nahen Osten lagern noch Petro-Dollars zu Billionen, die asiatischen Notenbanken haben noch viel in der Reserve, allen voran Japan...

Bis dahin können wir alle noch einen ganz hübschen Batzen Geld verdienen mit unseren Trades!

Grüsse



von M. Keynes - am 28.02.2006 10:50
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