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Warrants.ch Warrants-Talk
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
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Oekonom, Silberhaar, nunchakul, M. Keynes, *Vogel*, TheLegend, Bauchentscheid, swissfish, warri, *Bruno*, silver, zeppelin*

RUKN: hat jemand ein Problem?

Startbeitrag von Oekonom am 02.03.2006 09:24

Hallo Kollegen

1. Ich habe auch RUKN Optionen, allerdings erst einen Drittel davon bezogen gehabt und alles eher schwache Typen, also keine mit Strikes weit weg von gut und böse. Auch die Laufzeiten sind bis 06 bzw. 09/2006 im Rahmen.

2. Ja ich kochte immer mit dem gleichen Wasser wie ihr. Hat denn jemand etwas anderes gedacht. Vielleicht habe ich einfach den besseren Riecher zu sehen, wann das Wasser zu kochen beginnt.

3. Auch ich kann die Zahlen nicht kennen. Es ist aber richtig, dass sich die techn. Indikatoren in den letzten Tagen abgeschwächt hatten. ich habe mich dann entschieden, vorerst den Drittel nicht weiter aufzustocken, aber auch nicht zu verkaufen.

4. Und nun kommt der Punkt in der Rechnung: Allein was mir CLN vor einiger Zeit mit dem Kurshüpfer eingbracht hat, übersteigt ein vielfaches des momentanen Buchverlustes von RUKN. Daher interessiert mich das nicht gross, denn ich bertachte immer nur das Gesamtergebnis unter dem Strich. Wer an der Börse tätig ist, muss locker einzelne Verluste einstecken können. Denn immer gewinnen kann man nicht, auch nicht ein Oekonom.

5. Was nun: ich halte meine Positionen, kaufe aber vorerst (noch) nicht zu. Ich werde mal abwarten, was man so zu RUKN meint usw. Später entscheide ich dann.

Antworten:

und nicht vergessen..das wasser kocht in valbella schneller..und ist weniger heiss,daher verbrennt man sich den mund weniger..hihi gell öko,erfahrung ist das halbe trader leben..

gruss bist du oben ? wäre auch skiieen gegangen diese woche aber eben die kaltfront..und erst noch von sw....



von zeppelin* - am 02.03.2006 09:27
Du musst Dich überhaupt nicht erklären - habe trotz meinem tollen Minus von heute (was RUKN betrifft) - überhaupt kein Problem. IM GEGENTEIL: bitte weiter so!!! :-)

von swissfish - am 02.03.2006 09:39
Hallo Oekonom
Deine Strategie, kauf von Optionen mit längeren Laufzeiten und Ausübungspreisen die die nicht zu weit vom aktuellen Kurs entfernt sind, geht auch für mich voll auf Bsp. ABBHE z.Z. ohne die Nerven zu verlieren wenns mal einige % ruter geht + 90%. Jedoch kann ich auch vom gegenteil berichten NOVVX ep. 0.15, da werde ich wahrscheinlich einiges an VT abgeben müssen.
GS
Silver

von silver - am 02.03.2006 09:46
Hallo zusammen

Oekonom schreibt, dass er noch nicht zukaufen möchte. Was haltet ihr jedoch von der Idee einen Call mit einem Strike von 90.00 und ein Verfall von 12.06 (RUKVO) zu kaufen. Eigentlich sollte mit diesem Warrant das Risiko recht klein sein?! Auf der anderen Seite sind nach meiner Meinung die Gewinnchancen doch recht gross.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 10:04
..der Break Even steht aber bei 97.50....



von *Vogel* - am 02.03.2006 10:11

Re: @ Oekonom

Hallo Oekonom

Dies ist wohl das erste Mal, dass auch Du zugibst, dass Du einzelne Verluste hinnehmen musst. Bisher vermittelten deine Beiträge für mich den Eindruck, dass es bei dir nur "obsi" geht. Obwohl ich deine Beiträge sehr schätze, hat mich dies doch sehr verunsichert und mir den Eindruck vermittelt, dass ich im Wertschriftenhandel wohl doch eher unterbelichtet sei, denn hie und da muss auch ich einen Verlust hinnehmen. Wie Du jedoch richtig schreibst, ist das Gesamtergebnis unter dem Strich massgebend.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 10:20

Re: @ Vogel

Hallo Vogel

Hast Du einen Warrant auf RUKN dessen Break Even tiefer ist? Meinen Auftrag für die RUKVO habe ich zu einem Kurs von 0.70 am laufen. Eigentlich sollten die RUKN bis im Dezember die CHF 100.00 leicht wieder erreichen und auch überschreiten. Zum 2. ist dies meine 1. Tranche auf die RUKN.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 10:29

Re: @ Vogel

...nein....ich habe nicht viel besseres. Du hast schon recht, die Chance, dass RUKN
richt. 100.-- läuft ist vorhanden.
Momentan bin ich ehrlich gesagt gefrustet über diese brutale Reaktion.



von *Vogel* - am 02.03.2006 10:36

Re: @ Vogel

Hallo Vogel

Warum bist Du den so gefrustet. Bist Du bei den RUKN vor dem Jahresergebnis eingestiegen. Wenn ja mit welchem Warrant zu welchem Preis.

Nach den negativen Reaktionen auf die Ergebnissen u.a. von UBS, CS usw. bin ich sehr vorsichtig mit einem Einstieg vor den Jahresergebnissen geworden.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 10:47

Frust

Habe RUKKM Laufzeit 06.06, Strike 97.5, momentan mit gr. Verlust.
Frustrierend ist vorallem dass, auch wenn SMI nach oben zeigt, nicht wenige Bluechips v. SMI entäuschen (RUKN, CLN).

Die Börse ist irational. Es kann nicht anders erklärt werden, dass Mitte in H. Katrina und danach, RUKN steigt v. 80,. auf 103.-, ohne dass man die gr. Schadenbelastung für RUKN berücksichtigt. Man braucht dafür keinen Hellseher zu sein.

Um den Frust zu entgehen, es scheint mir viel rentabler in Index zu investieren (siehe bis jetzt NIKPO, od. momentan SSMIC).

von nunchakul - am 02.03.2006 11:01

Re: @ Vogel

...ich bin mit RUKEL dabei. Laufzeit und Break Even lassen aber noch Hoffnung zu.

Trotzdem....ich habe diesmal zu hoch gepokert.....jetzt warte ich mal ab.

Ich denke die Erholung bis gegen 100.-- kann plötzlich sehr schnell kommen.



von *Vogel* - am 02.03.2006 11:09

Re: Frust

Um 15:30 Uhr, wenn die Amis öffnen, könnte es bis zum 88 runtergehen...nicht vergessen auch die event. revidierten Ratings v. Morgen+Ubermorgen...

von nunchakul - am 02.03.2006 11:11

Re: @ Silberhaar

Hallo Silberhaar

Ich habe nie behauptet, dass ich keine Verluste auf Einzelpositionen mache und ich bin auch mehrmals dazugestanden, einmal 55'000.- CHF lehrgeld bezahlt zu haben. Wenn ich aktiv mit MOB arbeite, so muss ich ja fast zwangsläufig einige Prozentchen abschreiben. Wie erwähnt, unterm Strich muss es stimmen und das ist so.

RUKN: hier habe ich zwar per heute (und wohl auch morgen) einen Buchverlust. Aber die Position ist noch nciht geschlossen und da sie erst zu einem Drittel aufgebaut wurde, kann ich hier allenfalls mit aggressiver Munition den Rest zukaufen und wäre dann beim kleinsten Kusrsprung von ca. 2-3 % bereits wieder im Gewinn bzw. zumindest ausgeglichen.

Du wirst aer sicher auch bemerkt haben, dass ich eigentlich eher sehr konservativ mit warrants umgehe. Längere Laufzeiten und meistens immer im oder hart am Geld. Nur wenns zackig upgeht, verstärke ich die Positionen mit stark hebelnden. Die gebe ich dann aber sehr schnell wieder. Diese Strategie schränkt zwangsläufig das Risiko ein aber natürlich gibt es auch keine Supergewinne. Die prozentualen Gewinnpunkte kompensiere ich aber mit dem grösseren Geldeinsatz. Somit lieber etwas weniger hektisch, aber einigermassen geordnet.

Noch was zu Verlusten: würde ich bei jedem Minustag an der Börse die Positionen wieder schliessen, so käme ich wohl auch ins Minus. Da ich aber eher mittelfristig operiere nutze ich meistens schwache Minustage um die Position aufzustocken (abstaube). Und wie man weiss, scheint irgendwann an einem anderen Tag die Sonne und somit ist dann eben die ganze Position sehr schnell wieder im Gewinn. Somit ist es schon so, dass ich damit nur ganz wenige Verluste einheimse. Aendern könnte sich dies, falls wir längere Downperioden bekämen. Aber dann würde ich natürlich auch nicht mehr operativ so vorgehen.



von Oekonom - am 02.03.2006 11:22

Für Neueinstieger kann man diesen ins Auge fassen. Nur bleibt die Frage, ob man nicht das gleiche Gewinnergebnis mit einem anderen Titel erreichen kann, z.B. mit NESN bei weniger Risiko.



von Oekonom - am 02.03.2006 11:39

An die RUKN-Gemeinde!

Ohne dass ich jemandem auf die Füsse treten möchte, oder meine Art, zu traden, als einzig Richtige hinstellen möchte:

Aus den Postings der Meisten sehe ich, oder glaube ich sehen zu können, dass Einzelkatien offenbar aufgrund rein technischer Faktoren kaufens- bzw. verkaufenswert sein sollen.
Erste Frage: Sind rein technische Argumente ausreichend, eine Aktie als Trader so bewerten zu können, dass aus technischen Indikationen Kauf- und Verkaufsignale generiert werden können? Die Fundamentaldaten sind also ziemlich überflüssig, wichtig ist explizit die Betrachtung und richtige Interpretation des entsprechenden Charts?

Stock-Picking stellt ja nur schon als Aktienhalter sehr hohe Ansprüche im Bezug auf Fachwissen und Können an den jeweiligen Halter. Markt, Positionierung, derzeitige und zukünftige Chancen des jeweiligen Unternehmens, das richtige Interpretieren von Bilanzen und Erfolgsrechnungen etc. etc. Alles Faktoren, die man als Trader / Spekulant eigentlich kennen sollte, bevor man auch noch mit Warrants in einen Einzeltitel einsteigt. Oder nicht?
Zweite Frage: Gibt es in diesem Forum jemanden, der wenigstens Teile o. erw. Fachwissens aufweisen kann? Ich kann's nicht, dazu stehe ich.

Ja, das wäre alles, was mich beim Fall RUKN (-4,15%) interessieren würde.

Vieleicht antwortet mir jemand. Würde mich echt interessieren!



von M. Keynes - am 02.03.2006 12:02

Re: RUKN: Analystenmeinungen...

Zitat


Vor der am Nachmittag anstehenden Analystenkonferenz wird die Bank Leu ihre Einschätzung auf "Hold" mit einem Kursziel von 95 CHF belassen. Die ZKB wird ihre Gewinnschätzungen zwar überprüfen, belässt aber das Rating auf "Marktgewichten", die Bank Vontobel bewertet die Aktie mit "Sector Perform".




von Oekonom - am 02.03.2006 12:07

Re: @ Oekonom

Hallo Oekonom

Zitat

RUKN: hier habe ich zwar per heute (und wohl auch morgen) einen Buchverlust


Dazu habe ich eine allgemeine Frage. Sicherst Du deine Positionen nicht durch Stop loss bzw. Stop Limite nach unten ab? Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem Tagesverlust von über 4 % für die RUKN ein solcher Stop eigentlich zum zuge kommen sollte.

Persönlich habe ich mir eine 1. Position RUKVO zu 0.70 in mein Portfolio gelegt. Dies ganz in deinem Sinne der 1/3 Technik.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 12:10

Re: @ Silberhaar

Bei RUKN in diesem Falle bewusst nicht. Wie geschrieben: erst 1/3 der vorgesehenen Menge gekauft. Heute vormittag habe ich nun RUKTA zu 19 reingenommen.



von Oekonom - am 02.03.2006 12:20

Re: @ Oekonom

Hallo Oekonom

Damit hast Du meine Frage nur teilweise beantwortet. Nochmals. Sicherst Du deine Positionen im allgemeinen mittels Stop loss oder Stop Limiten nach unten ab oder kaufst Du mit deiner "Dritteltechnik" bei sinkenden Kursen den 2. bzw. 3. Drittel einfach nach? Es könnte ja auch sein, dass nach einigen Tagen oder Wochen eine Neubeurteilung zwingend nötig ist.

Dann hat sich für mich noch eine 2. Frage ergeben. Du schreibst, dass Du RUKTA reingenommen hast. Dies scheint mir der 2. Drittel zu sein. Bei deine 1/3 käufen bleibst Du "stur" bei demselben Warrat eines Basiswertes oder nimmst Du u.u auch wie ich ev. auch einen anderen Warrant auf denselben Basiswert herein.

Gruss

Silberhaar

von Silberhaar - am 02.03.2006 12:37
Vielleicht lieber warten auf -100, od. -200 Pkt. in SMI und dann SSMIC kaufen.

Es gibt nichts frustrierendes wenn der ges. Markt korrigiert, und danach SMI holt auf, aber die Titeln in dem man investiert ist stagnieren (siehe ADEN zw. 09-11.2005).

Zu beachten: die Zeit der Firmenergebnisse ist bald passé. Sollte SMI korrigieren, trifft es am kräftigsten die Titel die entäuscht haben (RUKN z. B.)

von nunchakul - am 02.03.2006 13:02

Re: @ Silberhaar

Also ich verwende zwei Arten:

MOB: Hier setzte ich auf einen Wert und falls der nicht innert der von mir gesetten Zeit losdampft, erfolgt MOB (Make or break).

IRS: Initial Risk Stop würde dem Stop Loss entsprechen uns kommt zum Zuge, bei "normal" laufenden Positionen.

RUKN: ist insofern ein Spezialfall, als dass ich die Position erst am aufbauen war, allerdings der erste Teil als es charttechnik besser aussah. Ich konnte mir natürlich gestern schon vorstellen, dass das CRV bei 50:50 lag. Also hätte ich gestern die Position noch verkaufen müssen. Gestern ein Stoploss zu setzen hätte heute nichts gebracht.

RUKTA hatte ich schon und nun ist diese entsprechnd verbilligt indem dass der Preis 19 betrug und die Menge entsprechend grösser war.

Aber ansonsten ist es schon so, dass ich Nachkäufe auf neuen Strikes entsprechend dem aktuellen Kurs mache und allenfalls auch die Laufzeiten anpasse.



von Oekonom - am 02.03.2006 13:21

Antwort

Ich bin nicht RUKN-Fan, deshalb scheide ich schon mal aus, doch immerhin, eine Antwort möchte ich Dir dennoch geben.

Zu Frage 1: Der wirkliche Charttechniker schaut tatsächlich nur auf den Chart, nicht auf Fundamentaldaten. So besagt es eigentlich die Lehre... Doch beginnen wir mal ganz einfach. Schau Dir einen sehr langfristigen Chart einer Bude an, die Dich interessiert. Ohne irgendetwas über fundamentale Daten zu wissen, wirst Du aus dem Chart herauslesen können, wann es der Bude gut gegangen ist, wann nicht. In welchen Jahren grosse Gewinne oder positive Effekte sich zugetragen haben. Das ist ja auch klar. Schliesslich kaufen die Leute eine Bude, die rendiert und verkaufen sie, wenn es ihr nicht sehr gut geht. Schliesslich hat der Markt immer recht... Durch den Marktverlauf entstehen dann die Charts, welche die Vergangenheit der Bude sehr schön aufzeichnen. Den Techniker interessiert es dabei nicht, weshalb es einer Bude gut gegangen ist (Fusion, hoher Gewinn, Verkäufe), sondern einfach DASS es ihr gut gegangen ist (Zugegeben: Ich kenne wenige Fundamentalisten, die dies anders betrachten). Aus dieser einfachen Tatsache leiten die Techniker ab, dass sie die Fundamentaldaten nicht brauchen, denn diese können in die eine oder andere Richtung interpretiert werden (Super Gewinne führen manchmal zu sell on good news, manchmal zu Käufen). Deshalb ist es einfacher, sich auf das einzig interessierende, nämlich ob ein Ding steigt oder nicht, zu konzentrieren.

Soweit so gut, doch dann kommt die Schwierigkeit. Man handelt ja nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft. Und hier beginnen all die Probleme. Die Zukunft ist nicht vorhersehbar und es gibt alle erdenklichen Mittel, diese zu seinen Gunsten zu interpretieren. Da gibt es die Elliot Wellen und alles mögliche. Den Technikern ist wohl gemeinsam, dass alle an ihre Methode felsenfest glauben, was natürlich wiederum falsch ist. Sie glauben, dass wenn sich der Kurs nicht in die gewünschte Richtung entwickelt, sie einen Fehler in der Analyse gemacht haben. Sie suchen nach Erklärungen und Fehlern im System (sieh Dir doch mal das Verhalten von Mändli an, der sein System verbessert und verbessert, nach Fehlern sucht etc.) und tüfteln und tun.

Dabei vergessen aber viele, dass es sich um die unvorhersehbare Zukunft handelt. Es wird nie ein System geben, dass diese mit Sicherheit voraussagt, deshalb hat es keinen Sinn, auf die Suche nach dem perfekten System zu gehen. Vielmehr macht es viel einfacher Sinn, sich einfach eines Systemes zu bedienen. Such Dir eins aus, und beobachte es. Schau es an, verleib es Dir ein und Du wirst feststellen, dass Du die Zukunft noch immer nicht voraussehen kannst, doch dass Du Wahrscheinlichkeiten erkennst und davon ausgehen kannst. Und diese Wahrscheinlichkeiten, die kann man handeln. Und genau das macht der geübte Techniker. Er verbessert nicht sein System, sondern er verbessert seine Psyche und die Strategie.

Beispielsweise ist es statistisch einwandfrei erwiesen, dass 95 % aller Kurse innerhalb der Bollingerbänder liegen (da die Standardabweichung 2 beträgt und man in der Schule lernt, dass der Wert von 1.86 (oder wars 1.91) die entscheidende Grenze dafür ist). Und genau daraus kann man Schlüsse ziehen. Man muss sich nur bewusst sein, dass wenn es nicht so raus kommt wie man möchte, dass es statistisch gesehen nun zu den 5 % gehört, dass es nicht so gekommen ist. Deshalb darf man nicht sein System ändern, deshalb darf man nicht verzweifeln, sondern man muss es einfach annehmen... Lies z.B. mal den Uwe Wagner von Tradesignal, der führt ab und zu Statistiken zum Dax aus. Und wenn er sagt, dass beim Rückgang aufs erste Fibo-Retracement eine Wahrscheinlichkeit auf einen weiteren Anstieg bei 75 % liegt, dann kann man das handeln...

Was ich damit sagen möchte, die Technik gibt einem Hilfsmittel, mit denen man die Wahrscheinlichkeit der nächsten Kurse voraussagen kann. Diese Wahrscheinlichkeiten sind für jedes System anders und können nie verallgemeinert werden. Viele Techniker bedienen sich gewissen Regeln, deren Wahrscheinlichkeit sie sich nicht bewusst sind. Manchmal klappts, manchmal nicht. Doch eigentlich ist die Charttechnik nichts anderes als Mathematik (schau Dir mal die Berechnung eines Indikators an) und folgt somit deren Regeln...

Doch nun bin ich zu absolut geworden und zuweit abgeschweift. Ist vielleicht auch zuweilen ein wenig unsinnig, doch soll ja nur als Input dienen. Ich persönlich handle Trends, nichts anderes. Mal kurzfristig, mal mittel-, mal langfristig.

Zur zweiten Frage: Ja, es gibt diese Trader (ich zähl mich nicht dazu). Kaltbrunner im Swissquote gehört z.B. dazu. Er analysiert, denkt, überlegt und hat das nötige Fachwissen. Doch auch hier gilt, trotz noch so guter Kenntnis aller Fundamentaldaten, die zu handelnden Kurse sind die Zukunft, die man nicht beeinflussen kann. Das einzige was man kann, ist seinen Job besser machen als andere und somit die Fundamentaldaten besser zu interpretieren. Doch auch ein guter Fundamentalist liegt ab und zu daneben...

Win some, loose some, oder wie jemand so schön schreibt.

BE

von Bauchentscheid - am 02.03.2006 13:26

Re: @ Oekonom

Ganz richtig, sollte aber RUKN bis im 06.06 seitwärts tendieren, klappt nicht mehr mit der Strategie: 2-te Portion absaugen und ungefähr in der ''Mitte'' beide Portionen verkaufen mit 0-Gewinn, 0-Verlust.

Zu beachten noch: beim RUKN kommt eine Kapitalerhöhung bald (GE-Insurance erst per Mitte Jahr abschliessen). Nicht gerade anziehend für RUKN-Titel.

Hast Du kein bedenken. dass um ca. 15:30 Uhr, falls entäuschten Amis den Titel abstossen werden, RUKTA auch bei 0.16-0.18 zu kriegen wäre?

Danke

von nunchakul - am 02.03.2006 13:30

Re: @ Oekonom RUKTA

um 14:33 gr. Transaktion: 500'000 Stk. RUKTA zu 0.20.
wie findet man heraus ob KA od. VA ?

von nunchakul - am 02.03.2006 13:39

BB

Hallo Mike
RUKN aktuell 1.5% ausserhalb des unteren BB.
Was man machen könnte. Aggresiven Call wählen unter der Annahme, dass 95% der Kurse innerhalb der BB liegen...
Mich hat das Glück erwischt mit DTENY... aber einige davon wurde vor Tagen teuer zu .11 erworben



von *Bruno* - am 02.03.2006 13:58

Re: BB

Diesen Schluss würd ich daraus nicht ziehen, wenn die BB mal verlassen sind, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass sie auch am nächsten Tag verlassen werden. Doch das weisst Du ja selbst...

BE

von Bauchentscheid - am 02.03.2006 15:28

Re: BB

BB:

Also wer die BB (Brigitte Bardot) früher verlassen hat, hatte es eigentlich später immer bereut...



von Oekonom - am 02.03.2006 15:32

Re: BB

ich schmeiss mich weg!!!! ;-)



von warri - am 02.03.2006 15:43

Re: Antwort

Hallo Bauchentscheid

Zitat

Dabei vergessen aber viele, dass es sich um die unvorhersehbare Zukunft handelt. Es wird nie ein System geben, dass diese mit Sicherheit voraussagt, deshalb hat es keinen Sinn, auf die Suche nach dem perfekten System zu gehen.


Super Antwort, danke vielmals! Ich denke, dass das von Dir o. erw. Zitat meine Skepsis gegenüber den Chartisten (gar kein neuer Konflikt, ganz allgemein) am besten wiederspiegelt. Okeonom hat das mal in einer Antwort auf eine meiner Fragen zum Thema Chartist als Phänomen sehr gut beantwortet (was ich jetzt nicht mehr in wiederholbarer Form im Gedachtnis habe).

Die Grundlage meines Tradings ist im Allgemeinen u. A. die entsprechenden Newslage auf den Themenkreis, den ich mir zum Ziel genommen habe. Und ich wähle mir aus diesem Meer von Möglichkeiten bewusst nur ganz wenige Topics, z. T. auch einzelne events zum traden. Wenn eines an Aktualität und Attraktivität verloren hat, ist es für mich aber auch gleich ganz gestorben für den Rest eines Jahres. Alles andere darum herum nehme ich bestenfalls als Einflussfaktor wahr. Der Themenkreis (dieses Jahr fünf; vier, je nach SWX-Angebot) wird von mir mit nur wenigen Warrants bearbeitet, in der Regel immer wieder mit denselben. "Takten" tue ich ebenfalls sehr niedrig, d. h. bis max. 20 Trades (Kauf / Verkauf) pro Jahr.

Zudem habe ich zwölf Gebote aufgestellt, welche die für mich verbindliche Trading-Disziplin beinhalten. Diese "Gesetze" breche ich nie!

Dein Nick "bauchentscheid" hier im Forum könnte auch in etwa auf mich zutreffen. Eines meiner für mich aufgestellten Gebote beinhaltet übrigens den Begriff Gefühl. Und es soll ja Leute geben, die zwar nicht über das dem Fachgebiet ädequate Vokabular verfügen, aber trotzdem jeden Techniker performancemässig in den Schatten stellen...

Viele Grüsse & schönen Abend



von M. Keynes - am 02.03.2006 17:26

@MK Re: Antwort

gute,konsequente und fleissige Techniker mit Moneymanagment kann man auf die Dauer kaum in den Schatten stellen MK...aber schön gibt es verschiedene Philosophien! ;)



von TheLegend - am 02.03.2006 17:54

Re: @MK Re: Antwort

Tausend Wege führen nach Rom. Sagt man nicht nur: Ist auch so.

Dass die Börsengemeinde beim Thema Charttechnik gespalten ist, ist eigentlich nichts wirklich neues. Diebezüglich gab es da eigentlich schon immer wenigstens zwei verschiedene Lager. Habe darüber unlängst einen wirklich guten Artikel in der Financial Times oder dem Wall Street Journal gelesen.

Wobei meine Antwort auf *bauchentscheid"s Posting noch lange nicht vollständig war. Vollständig zu fallen mir allerdings bald meine Augen- bin seit fünf Uhr früh wach..!

Grüsse ;-)



von M. Keynes - am 02.03.2006 18:46

Re: @MK Re: Antwort

ja schon klar MK,jeder soll sein weg gehen! ;)
@#$%& nur wenn man dann nach 10 Jahren erkennt das es doch einige bessere und einfachere wege gab...:)



von TheLegend - am 03.03.2006 11:24
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