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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
F.A. von Hayek

guter Gratis-Newsletter

Startbeitrag von F.A. von Hayek am 27.12.2006 17:18

Es gibt m.A. nach wenig Gratis-Infos, welche ich empfehlen kann, dieser kurze wöchentliche Marktbericht von der Schoellerbank ist aber seriös und spiegelt oft auch meine Meinung zum aktuellen Marktgeschehen, manchmal sind wenig klare Worte mehr als seitenlange Berichte...

Habe nichts in der CH gefunden in der Kürze welches über längere Zeiträume gut ist, der wegelin-Report ist vielleicht noch empfehlenswert, jedoch für viele wohl auch zuviel Text

[www.schoellerbank.at]

Muss dazu betonen, ich bin völlig neutral und unabhängig :D Und kostenpflichtige Lektüre könnte ich natürlich auch empfehlen, mach ich aber nicht (mehr) ;)

Grüsse
Hayek

Antworten:

aktuelles Beispiel

aktuelles Beispiel

Zitat

AKTIEN

Die Schoellerbank bleibt weiterhin positiv für die Aktienmärkte gestimmt. Für 2007 wird es entscheidend sein, bei einer möglicherweise euphorischen Marktstimmung, von der derzeit noch keine Rede sein kann, von einer Übergewichtung der Aktienquote auf ein neutraleres Niveau umzuschwenken. Eine Hausse wie die augenblickliche sollte erfahrungsgemäß von einer euphorischen Stimmung abgeschlossen werden und nicht in der "Normalität" enden. Wir empfehlen Anlegern weiter auf ein international breit diversifiziertes Aktienportfolio zu setzen.


Höhere Aktienquote muss nicht
automatisch höheres Fremdwährungsrisiko bedeuten

Aktieninvestoren sollten weniger auf Währungsschwankungen, sondern vielmehr auf die Performance der Aktien selbst setzen. Eine Übergewichtung der Aktienquote muss nicht zwangsläufig auch erhöhtes Fremdwährungsrisiko bedeuten. Wir empfehlen diesen Teil über einen international investierenden Aktienfonds abzubilden, welcher Fremdwährungen konsequent gegen den Euro absichert.

Risiken bestehen, aber Chancen überwiegen

Unser Szenario einer weiterhin positiven Börsenstimmung könnte beispielsweise durch Unwägbarkeiten wie z.B. dem Iran-Israel-Konflikt oder durch deutlich schwächere Gewinnentwicklungen der Unternehmen gefährdet werden. Doch derzeit überwiegen Vorteile wie tiefe Bewertungen, moderate Zinsen, mangelnde attraktive Anlagealternativen oder auch die hohe Liquidität der Teilnehmer, sodass wir in Summe optimistisch ins Jahr 2007 blicken.


Tiefe Volatilitäten erlauben wahre
"Gusto-Stückerl" bei Garantieprodukten

Besonders auffällig sind die derzeit untypisch tiefen Volatilitäten (Marktschwankungsbreite) - aus Sicht der Schoellerbank eine Marktanomalie. Am besten kann diese Marktkonstellation durch Garantieprodukte auf etablierte Aktienindizes genützt werden. Die tiefen Volatilitäten erlauben derzeit weit überdurchschnittliche Beteiligungsraten. Beispielsweise ist es aktuell möglich, bei 5 Jahren Laufzeit und 100% Kapitalgarantie eine Beteiligung von 120% an den Börsen der USA, Japans und der Eurozone darzustellen, wobei auch Fremdwährungsrisiken abgesichert werden. Für Anleger, welche Kapitalrisiken zur Gänze vermeiden wollen - eine äußerst attraktive Alternative zu Direktinvestments.


Anleihen

Flache Kurven, soweit das Auge reicht: So sieht die Ausgangsposition für die Zinsmärkte zum Jahreswechsel 2006/2007 aus. Weder in den USA noch in Euroland gibt es signifikante Unterschiede zwischen 2 und 30-jährigen Zinsen. Doch während in den USA die Geldmarktzinsen höher stehen als die Kapitalmarktzinsen (inverse Zinsstrukturkurve), hat die EZB noch einen gewissen Aufholbedarf. Zumindest eine weitere Zinsanhebung auf 3,75% ist in der Erwartungshaltung der Marktteilnehmer enthalten, möglicherweise sogar noch ein weiterer Schritt auf 4%. In den USA deuten die Terminmärkte allerdings bereits auf Zinssenkungen im ersten Quartal 2007. Ein Schritt bis Jahresmitte scheint auch hier bereits vorweggenommen, ein zweiter scheint möglich.

Das Verhalten der US-Notenbank wird für die europäische Zinskurve von herausragender Bedeutung sein. Denn allen Konjunktur- und Inflationsaussagen der europäischen Währungshüter zum Trotz spielt der Zinsabstand zwischen Euroland und den USA eine wesentliche Rolle in der Zinspolitik, beeinflussen doch die internationalen Kapitalströme massiv die Währungsentwicklung. Dabei wirken - vereinfacht gesprochen - höhere Zinsen anziehend und machen eine Währung attraktiv(er).

Die Schoellerbank geht davon aus, dass das Anleihenjahr 2007 angesichts des mangelnden Zinsvorsprungs für längerfristige Papiere vergleichsweise schwierig wird. Dennoch bietet die flache Zinskurve auch Chancen, denn der fehlende Zinsvorsprung bei Langläufern muss nicht unbedingt ein Nachteil für dieses Segment sein. In der Vergangenheit haben sich flache oder inverse Zinsstrukturkurven oft vom kurzen Ende her aufgelöst. Das bedeutet, dass die Zinskurve ihre normale Neigung vorwiegend durch stark fallende Geldmarktzinsen wiedererlangt hat. Wenngleich dieses Szenario kurzfristig für die USA eine höhere Wahrscheinlichkeit hat als für Europa, werden sich auch in Euroland immer wieder Chancen bieten, Trends und - als Contrarian - Übertreibungen in die eine oder andere Richtung zu nutzen.


Die Auffälligkeiten der Zinsstrukturkurve können am besten mit strukturierten Produkten genutzt werden. Neben den beschriebenen flachen Zinskurven sind vor allem die niedrigen Risikoaufschläge für Nicht-Staatsanleihen sehr auffällig. Die Credit-Spreads sind mittlerweile derartig niedrig geworden, dass ein Investment in diesem Bereich aus unserer Sicht nicht empfehlenswert ist. Vielmehr könnte es ein attraktives Investment sein, auf eine Normalisierung der Risikoaufschläge, sprich eine Ausweitung der Credit-Spreads, zu setzen.

Die Inflationsentwicklung sehen wir - ebenso wie die Marktteilnehmer - relativ entspannt. Wir glauben weder an eine stark inflationäre noch an ein deflationäres Szenario; die Monatswerte könnten aufgrund der starken Schwankungen des Ölpreises im vergangenen Jahr relativ stark fluktuieren. Mit rund 2% Inflation, die dem EZB-Ziel entspricht, sollten sich inflationsgeschützte Anleihen nicht wesentlich anders entwickeln als konventionelle Papiere.


Devisen

Nach einem starken Jahr für die europäische Einheitswährung spricht vieles weiterhin für eine nur moderate Gewichtung des Fremdwährungsanteils im Portfolio eines europäischen Anlegers. Die Schoellerbank empfiehlt, die Fremdwährungsquote, und somit in erster Linie den US-Dollar, weiter unterzugewichten. Das Chancen-/Risiko-Verhältnis spricht gegen ein allzu starkes Engagement in diesem Bereich. Generell hat die Stärke des Euro dazu beigetragen, Effekte einer importierten Inflation (vor allem ausgelöst durch die höheren Energiepreise) zu dämpfen. Der Euro hat sich etabliert und seine Position als Reservewährung im Vergleich zum US-Dollar deutlich gestärkt. Das schließt kurzfristige Korrekturen der Einheitswährung zwar nicht aus, stellt aber eine stärkere Fremdwährungsgewichtung massiv in Frage.


von F.A. von Hayek - am 27.12.2006 18:46
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