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CH, stoney

Strafzahlungen für ABBN

Startbeitrag von stoney am 24.01.2007 11:56

24-01-2007 12:46 ABB: EU-Kommission erlässt Strafzahlung von 215 Mio EUR
Name Letzter Veränderung
ABB LTD N 22.10 0.15 (0.68%)
SIEMENS AG 76.42 -0.33 (-0.43%)
MITSUBISHI ELECTRIC CORP - - (-%)

BRÜSSEL (AWP) - Die EU-Kommission hat gegen insgesamt elf Unternehmen, darunter die ABB Ltd, wegen ihrer Beteiligung an einem Kartell für gasisolierte Schaltanlagen Geldbussen in der Gesamthöhe von 750,7 Mio EUR verhängt. Die Busse für ABB beläuft sich auch 215,2 Mio EUR, wird aber erlassen, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Mit dem Kartell verstiessen die Unternehmen gegen Artikel 81 des EG-Vertrags, in dem jegliche wettbewerbsbeschränkende Praktiken verboten werden.

ABB weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass ABB selber den Fall bei der EU ins Rollen gebracht und daher die Immunität erhalten habe. "Den Entscheid der EU kommentieren wir aber nicht", sagte ABB-Sprecher Thomas Schmitt gegenüber AWP. Er verweist auf die Grundsätze der 'Zero tolerance' von ABB gegenüber wettbewerbsfeindlichem Verhalten der Mitarbeiter.

Die EU spricht in ihrer Mitteilung von einem sehr schweren Vergehen gegen die Wettbewerbsregeln. Die für ABB kalkulierte Busse sei um 50% erhöht worden, da ABB Wiederholungstäter sei, heisst es.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich nebst ABB um Alstom, Areva, Fuji, Hitachi Japan AE Power Systems, Mitsubishi Electric Corporation, Schneider, Siemens, Toshiba und VA Tech. Für eine frühere Alstom-Tochter, die vier Monate vor Ende des Kartells von Areva übernommen wurde, haften Alstom und der Areva- Konzern gesamtschuldnerisch mit dem betreffenden Unternehmen, wobei sich die Haftung von Areva auf die Frist von der Übernahme bis zum Ende des Kartells vier Monate später beschränkt.

Zwischen 1988 und 2004 waren die Unternehmen an Angebotsabsprachen bei Ausschreibungen, Preisabsprachen, Projekt- und Marktaufteilung sowie dem Austausch geschäftlich wertvoller und vertraulicher Informationen beteiligt. ABB wurde die verhängte Geldbusse erlassen, weil es als erstes Unternehmen die Anwendung der Kronzeugenregelung beantragt und der Kommission Informationen über das Kartell vorgelegt hat.

Bei der Geldbusse von 750,7 Mio EUR handelt es sich um die höchste in einer Kartellsache; die Geldbusse von 396,6 Mio EUR gegen Siemens, Deutschland, ist die höchste, die bisher gegen ein Unternehmen für einen einzelnen Kartellrechtsverstoss verhängt wurde.

DJG/mim/jhe/cf

Antworten:

wer den ABB intraday Chart ansieht, sieht gut wann die News rauskam... und wie lange es ging, bis alle gecheckt haben, dass ABB die Strafe nicht zahlen muss...


von CH - am 24.01.2007 12:08
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