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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
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F.A. von Hayek

«Buy and hold» ist bei Rohwaren nicht sinnvoll

Startbeitrag von F.A. von Hayek am 29.01.2007 18:48

aber gut zum traden, öl (brent) mit 55$ mein hier publ. KZ erreicht, weitere Korrektur gestartet...

Zitat

Rohwaren waren lange Zeit der Stoff, aus dem die Träume für so manchen Investor sind. In den vergangenen Jahren gehörte es zum guten Ton, in Palladium, Weizen, Erdöl und Kupfer zu investieren. Neben den Kurssteigerungen in der vergangenen Zeit bietet die Anlageklasse Rohwaren vor allem den Vorteil, dass sie sich historisch gesehen nur in einem geringen Ausmass mit Aktien und Anleihen im Gleichschritt befindet. Dadurch eignen sich Rohstoffe hervorragend zur Diversifikation eines Portefeuilles. Mit der Entwicklung neuer Finanzinstrumente, die das Anlegen in Rohwaren erleichtern, profitierten sogar private Kleinanleger vom Boom. * Seit einigen Monaten haben die Energie-, Metall- und Agrarrohstoffe aber ihren Glanz verloren. Die Analytiker rätseln darüber, ob die Talfahrt einiger Notierungen nur eine kurzfristige Korrektur in einem langfristigen Aufwärtstrend darstellt oder ob sie Ausdruck einer beginnenden Rohwarenbaisse ist. Anleger, die in gängige Indizes investierten, mussten auf alle Fälle finanziell Federn lassen. Die Diskussion zeigt auch eine Tücke, die mit Investitionen in Rohwaren verbunden ist: Die Rohstoffpreise tendieren dazu, sich immer wieder dem historischen Durchschnittswert anzunähern, was im Fachjargon «mean reversion» genannt wird. Zudem unterliegen die Rohwarenkurse teilweise heftigen Schwankungen in kürzester Zeit. Erklärt werden diese Phänomene damit, dass es sich in Zeiten steigender Rohwarenkurse mehr lohnt, in die Förderung oder in den Anbau der Rohstoffe zu investieren. Dadurch ergibt sich eine höhere Produktion, was in der Regel die Preise senkt. Hinzu kommt die Reaktion der Konsumenten, die bei hohen Preisen den Verbrauch drosseln, was ebenso zu niedrigeren Preisen führt. Fallende Notierungen wiederum haben die Folge, dass einerseits weniger investiert und produziert und anderseits mehr konsumiert wird, worauf die Preise wieder steigen. * Diese stark ausgeprägte zyklische Komponente der Rohwarenmärkte hat zur Folge, dass eine «Buy and hold»-Strategie bei Rohwaren nicht zielführend ist. Auch die Hoffnung, dass über die Zeit der historische Durchschnitt steigt (und damit das Engagement ertragreicher wird), ist trügerisch, weil dies auch zu einem - jedoch längerfristigen - Rohwarenzyklus führt. Manche Finanzinstitute haben bereits auf die Eigenheiten der Rohwaren reagiert und bieten ihren Kunden nicht nur Rohwarenindizes an, die auf steigende Kurse setzen, sondern auch Produkte, die sich die Preisschwankungen zunutze machen wollen, um eine Rendite über dem Durchschnitt zu erzielen.

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