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Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dralapin, * xetra *

Wieso?

Startbeitrag von * xetra * am 07.02.2007 08:25

Leute...wieso haben wir so eine schwache Währung? Meinungsumfrage!

Japan YEN: Japan hat eine sehr hohe Staatsverschuldung, extrem niedrige Zinsen, etc.
CHF aber billiger als YEN!

USA $: USA hat eine sehr hohe Staatsverschuldung, hoher Handelsbilanzdefizit, etc.
CHF aber billiger als YEN!

Europa EUR: Dieses Thema kenne wir schon.
CHF = Billigpapier gegenüber EUR!


CHF auf der Weltbühne fast keine nennenswerte Währung mehr.
CHF schon lange nicht mehr als Fluchtwährung bekannt.

Was ist eigentlich los?

Antworten:

Hallo Xetra.

Hier die Antwort:

Zitat

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FXdirekt Bank-Kolumne: Schweizer Franken Kolumne
Dienstag 6. Februar 2007, 09:57 Uhr


Franken im Würgegriff der Spekulanten?
Es ist einmal wieder Zeit für einen Rundumschlag. Die schweizerische Währung hat gegenüber dem Euro in den letzten vier Jahren an Wert eingebüßt. Jahrzehntelang galt das Gegenteil: Der Franken gewann gegenüber europäischen Vorgängerwährungen wie D-Mark oder Lira stetig an Wert. Seit Ende 2002 läuft der Trend in die Gegenrichtung: Der Franken schwächelt. Ende Januar musste ein Höchstwert von 1,6240 Franken für einen Euro bezahlt werden. Dies in einem Moment, in dem die schweizerische Wirtschaft in bester Verfassung ist und soeben den höchsten je erzielten Überschuss von rund 12 Milliarden Franken im Außenhandel Anzeige

gemeldet hat. Die Guthaben der Schweizer im Ausland nehmen jährlich in der Größenordnung von zehn Prozent des Bruttosozialprodukts zu. Die Inflation ist seit Jahren markant tiefer als im Euroraum: Alles Gründe, weshalb der Franken gegenüber dem wichtigsten Handelspartner stärker werden sollte.

Doch der Franken wird weicher. Wenn man die niedrigere Inflation in der Schweiz einbezieht, hat der Franken gegenüber dem Euro seit Dezember 2002 fast zwölf Prozent an Kaufkraft eingebüßt. Auch gegenüber den 24 wichtigsten Handelspartnern ging der Franken seit Ende 2002 real um über sechs Prozent in die Knie. Eine Rolle spielen die so genannten Carry Trades: Investoren nehmen im Tiefzinsland Schweiz Kredite auf und legen das Geld in einer Hochzinswährung an. Sie verdienen an der Zinsdifferenz und an der Abwertung des Frankens. Und die Schweizerische Nationalbank muss tatenlos zuschauen.

Das Problem ist, dass es zum Volumen der Carry Trades keine genauen Zahlen gibt. Der Löwenanteil dieser Geschäfte läuft über den Devisenterminmarkt ab. Der Franken wird per Termin gegen eine höherverzinste Währung verkauft. Diese Transaktionen erscheinen nicht in der Nationalbankstatistik. Solche Spekulationen lohnen sich, weil die Schwankungen zwischen Franken und Euro viel kleiner sind als früher zwischen Franken und D-Mark.

Je schwächer der Franken wird, umso größer werden die Risiken, die die Investoren beim Abschluss von neuen Carry Trades eingehen. Eine plötzliche Aufwertung des Frankens würde zu großen Verlusten für diejenigen führen, die Franken per Termin verkauft haben. Genau darin liegt die Chance für eine kräftige Gegenbewegung, die die Nationalbank mit dem erwarteten nächsten Zinsschritt Mitte März einläuten könnte. Entscheidend wird dabei allein die Höhe der Leitzinsanhebung sein. Fazit: Es bleibt spannend beim Währungspaar EUR/CHF.

Carsten Stern kommentiert als Analyst der FXdirekt Bank AG - FXdirekt Woche für Woche die aktuelle Entwicklung der wichtigsten Währungen. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
eEnde
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Gruss
Alapin

von Dralapin - am 07.02.2007 10:30
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