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Informationen zum Thema:
Forum:
Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Mitleser, the bull, Willibald

Was man so erlebte

Startbeitrag von Willibald am 08.02.2007 09:51

Ich erwähne es nochmals, die alten wfler kennen die Story:

als ich nach sehr vielen Jahren Aktienhandel mich erstmals den Optionen widmete, weil mich ein Bekannter aus der damaligen BZ-Bank um Martin Ebner darauf brachte, gings gleich von Anfang an los mit traumhaften Gewinnen. Alles was der Martin E. an Stillhalteroptionen auf den Markt warf, wurde gierig aufgenommen und der Erfolg war fast vorprgrammiert.

So erlebte ich also meine erste Warrantsphase nur von der goldigen Seite, also vergleichbar wie etwa die Jungen hier, welche auch nur aufwärts in den letzten Jahren erfahren durften. Das war bei mir ebenso gefährlich wie es heute ist.

Als sich dann die Börsenaussichten langsam eintrübten, der Markt aber immer noch gut lief (vergleichbar zu heute), dachte ich, ich sei doch schon so erfahren, dass ich nun so clever bin, die Trendwende im voraus zu erkennen und demzufolge auch zu handeln, indem ich die ersten Calls leer verkaufte, was man damals noch konnte. So gings dann langsam abwärts, trotzdem konnte ich es nicht zugeben, die ersten noch minimalen Verluste zu begrenzen. Nein, ich hatte doch Recht mit meinen Einschätzungen. Alles zeigte immer mehr auf einen Börsenabschwung hin. Alles tapfer durchhalten und immer wieder neue Leerverkäufe tätigen (Ultimo 3 Monate jeweils). Und dann liefen die ersten aus, Verlust eingesackt usw. Am Schluss stand ich mit diesen Engagements mit 55'000 Stutz in der Kreide. Für meine damaligen finanz. Verhältnisse schon kein Problem, aber gut war es trotzdem nicht und es nervte auch.

Vor allem gabs dann eben die kognitive Dissonanz. Ich habe doch alles richtig vorausgesehen, nur der Fehler war eben das Timing. Kaum hatte ich den Verlust ging's dann tatsächlich retour. Ich hatte aber danach fürs erste genug von diesen Optionen und so machte ich dann nichts mehr. Kurz und gut: als dann der nächste Up kam, konnte ich mit harter Arbeit die 55k wieder zurückgewinnen.

Ist schon lange her, aber man lernt davon. Und genau deswegen oponniere ich so vehemennt gegen die seit Wochen grasierende Puthysterie.

Der Sinn dieser Erfahrung: versuche nie, die eigenen Interpretationen dem Markt aufzuzwingen. Du kannst noch so gut das ganze Umfeld analysieren und auch Recht haben. Solange der Markt noch nicht dazu bereit ist darauf zu reagieren, wirst du 100% auf der Verliererseite stehen.

Antworten:

Super Beitrag Willibald,

schön, dass man auch eigene Fehler zugeben kann, noch schöner wen man sogar daraus lernt.

Das können leider nicht alle und deswegen fällt man immer wieder auf die "Schnauze".

Ich bin praktisch nur leser im Forum, probiere aber, aus solchen Beiträge viel zu lernen.

Schön dass Du (wieder) da bist Willibald!!!

Grüsse :spos:

:cheers:

von the bull - am 08.02.2007 18:20
Schliesse mich dem geschriebenen an.
Auch ich bin nur ein leser des Forums.

Schön dass Du wieder da bist WilliBALD!!


von Mitleser - am 08.02.2007 20:50
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