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prophecy, * xetra *, luckman_ch, PsyTrance21

Wall Street: Das Zinsgespenst + Öl

Startbeitrag von * xetra * am 10.02.2007 16:23

Wall Street: Das Zinsgespenst ist wieder da

Datum 10.02.2007 - Uhrzeit 00:13 (© GodmodeTrader - [www.godmode-trader.de])
Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: Sandra Pianalto. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Cleveland hatte heute in einer Rede laut über eine Zinserhöhung nachgedacht. "Ich bin noch nicht davon überzeugt, dass der Inflationstrend tatsächlich zurück geht ", erklärte die Geldpolitikerin zum Schrecken der Märkte. Auch Pianaltos Kollegen William Poole von der St. Louis Fed und Dallas Fed Präsident Richard Fisher, die ebenfalls heute redeten, hieben in die selbe Kerbe.

Schlecht für die Bullen, weil steigende Preise und Zinsen Gift für die Aktienkurse sind. Aber gut für die Bären, die auf hohen Kassenbeständen sitzen oder gar Leerverkäufe getätigt haben.

Die Inflations- und Zinsgespenster wurden auch noch vom Ölpreis geweckt, der heute - wenn auch nur vorübergehend - die psychologisch wichtige 60-Dollar-Barriere durchbrach.

Kein Wunder also, dass die zinssensible Nasdaq 1,2% verlor und auf 2.459 schloss. Der S&P 500 gab 0,7% ab und landete auf 1.438 Punkten. Der Dow Jones bröckelte um 0,5% und beendete die Woche auf 12.580 Punkte. Gegenüber der Vorwoche war das ein Minus von 0,6 %. Die beiden anderen Barometer gaben jeweils rund 0,7% ab.

Die Nasdaq musste heute noch einen weiteren Schlag einstecken, nämlich eine Warnung von Micron Technology. Der Hersteller von Speicherchips warnte, dass deren Preise noch tiefer rutschen. Einige Datenspeicher würden bis zu 40% im laufenden Quartal verlieren.

Da half es auch wenig, dass sowohl JP Morgan als auch die Deutsche Bank den angeschlagenen Chip-Bereich hochgestuft hatten. Der Boden sei bald erreicht, tröstete die Deutsche Bank.
Silicon Image, ein weiteres Mitglied der großen Halbleiterfamilie, wurde heute für einen skeptischen Ausblick sogar mit einem Kurseinbruch von 24% bestraft.

Mastercard verlor 9,7%. Der Kreditkartenriese hatte zwar glänzende Zahlen vorgelegt, die Investoren regierten aber verstört, weil der Zahlungsvermittler einen vorsichtigen Ausblick auf die Entwicklung seinen Gewinnmargen abgegeben hatte.

Apple gab heute wieder 3,4% ab. Seit Mitte Januar hat der künftige iPhone-Hersteller rund 18% verloren. Google setzt heute mit einem Minus von 1,9% den Kursrutsch fort, der nach den Quartalszahlen in der vergangenen Woche angefangen hatte. Auch die restlichen Internet-Titel mussten ihre gestrigen Gewinne - und noch mehr - wieder abgeben.

Gewinner waren Ford ( +2,1%) und General Motors (+ 6,5%), die sich im Lichte der Kaufempfehlungen der Deutschen Bank sonnten.

Broadcom, deren Chips unter anderem für Handys, hochauflösende TV-Geräte oder Netzwerke gebraucht werden, konnte sich mit einem Plus von 1,6% vom allgemeinen Halbleiter-Katzenjammer absetzen.

Beeindruckend war auch die heutige IPO des Hedgefonds Fortress Investment Group. Das ist der erste dieser spekulativen Spezies, der an der Wall Street notiert wird. Der Finanzjongleur startete um rund 90% über seinem Emissionspreis.

Das Gold setzte heute seine Rallye ungerührt fort. Vielleicht hatten die Goldinvestoren bei den Reden der Geldpolitiker nur halb zugehört. Die Notenbanker hatten zwar Inflationsgefahren an die Wand gemalt, zugleich aber mit dem Zinsknüppel gedroht. Steigende Zinsen bedeuten aber mehr Attraktivität der mit dem Gold rivalisierenden Anleihen. Außerdem sollten steigende Zinsen den Dollar stärken, der ebenfalls mit dem Edelmetall konkurriert. Dennoch gewann das Gold heute weitere 9,50 Dollar und schloss auf 672,30 Dollar. Das ist ein Wochengewinn von 20,80 Dollar, also 3,2%.

Silber stieg um 14,5 Cent auf 13,91 Dollar. Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sich das Metall um 4%. Platin wurde um 3,50 Dollar teuer und beendete die Woche auf 1.201 Dollar.

Das Öl ist aber vorerst an der 60-Dollar-Schwelle gescheitert. Vielleicht riefen riefen sich die Investoren wieder die hohen Lagerbestände ins Bewusstsein. Jedenfalls konnte der Energieträger seinen heutigen Spitzenpreis von 60,80 Dollar nicht verteidigen.

Light Crude Oil schloss auf 59,89 Dollar. Gegenüber der Vorwoche bleibt ein Gewinn von 1,5%.

Antworten:

Baisse comes ;)

von PsyTrance21 - am 10.02.2007 16:34
I hope so...

von * xetra * - am 10.02.2007 16:43
Nicht übertreiben... erst mal eine Korrektur dann schauen wir weiter ok? ;)

von prophecy - am 10.02.2007 17:36
Solange es Pessimisten gibt, geht es an den Börsen weiter aufwärts.

Öl: Der Winter ist bald vorbei und der Preis wird wieder zusammenbrechen
Zinsen: Gemäss Aussagen des Präsidenten der FED sind die Zinsen fair bewertet

09.02.2007 - 17:38 Uhr
Fed/Poole: US-Leitzins auf angemessenem Niveau

ST. LOUIS (Dow Jones)--Die US-Leitzinsen befinden sich nach Ansicht von William Poole, Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, auf einem angemessenen Niveau. Poole, der im Rotationssystem der US-Zentralbank in diesem Jahr stimmberechtigt im Offenmarktausschuss ist, deutete am Freitag an, dass die Leitzinsen für einige Zeit auf dem gegenwärtigen Stand verharren könnten.

Nun, Panikmache ist das eine, was dann an der Börse effektiv passiert ist das andere.
Oder warum fragt man sich nicht, wieso der DJIA am Freitag vom Minus von -0.70%
wieder auf -0.45% gestiegen ist....


von luckman_ch - am 11.02.2007 10:56
Ach komm schon luckman....wenn es nach dir ginge, hätten wir doch täglich 10% plus im SMI.

Und erklär mir doch mal deine Aussagen vonwegen "Die Zinsen sind fair bewertet..." ?? :)

von prophecy - am 11.02.2007 16:25
Das habe nicht ich gesagt, sondern William Poole, Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis.....

von luckman_ch - am 11.02.2007 16:45
Aber wohl nicht wortwörtlich...wie sollen denn Zinsen fair bewertet sein? Das ergibt keinen Sinn.

von prophecy - am 11.02.2007 16:46
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