Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
23
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
sommy, Seb2, M. Keynes, svx_biker, PsyTrance21, F.A. von Hayek, Googie, * xetra *, Obli

2000 Deutsche kommen - jeden Monat

Startbeitrag von * xetra * am 11.02.2007 09:22

2000 Deutsche kommen - jeden Monat

Die neuste Einwanderungsstatistik sprengt alle Rekorde: Im letzten Jahr liessen sich 24700 Deutsche in der Schweiz nieder - 21 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Wie der «SonntagsBlick» berichtet, birgt die neuste Einwanderungsstatistik brisante Zahlen. Laut der Statistik, die am Dienstag offiziell publiziert werden soll, verstärkt sich nämlich der Trend, der sich in den Vorjahren abgezeichnet hat: Immer mehr Deutsche suchen ihr Glück in der Schweiz.

Während im Jahr 2005 noch 20360 Deutsche Staatsbürger in die Schweiz einwanderten, waren es 2006 bereits 24700. Das ist eine Erhöhung von 21 Prozent. Die Einwanderungswelle der Deutschen ist damit so hoch, wie sie zuletzt bei der Migration von Italienern in den 60er-Jahren war.

Während angesichts dieser Einwanderungswelle viele Arbeitnehmer um ihre Arbeitsplätze oder das Lohnniveau fürchten, sind Politiker und Arbeitgeber froh um die Deutschen. Denn die Schweiz altert, und sie altert rasch. Ohne neue Arbeitskräfte könnte die Schweiz gar nicht mehr funktionieren. «Viele Spitäler könnten ohne Deutsche ihren Betrieb nicht aufrecht erhalten», sagt Bernhard Wegmüller vom Spitalverband H+ dem «SonntagsBlick».

Ein Ende ist nicht in Sicht. Denn in Deutschland ist die Arbeitslosenquote markant höher als in der Schweiz. In Westdeutschland ist jeder zehnte ohne Arbeit und im ehemaligen Ostdeutschland hat gar jeder fünfte keinen Job. Hierzulande sind 3 Prozent der Erwerbstätigen ohne Arbeit.

Antworten:

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

....denn die Zahlen stimmen vielleicht nicht.
Auch ich in unserer Firma (30 Angestellte) beschäftigen wir zurzeit 7 Deutsche. Mit vollster Zufriedenheit.
Wir werden in nächster Zeit noch mehr einstellen. Ebenbürtige Schweizer finden wir derzeit nicht!

von Seb2 - am 11.02.2007 10:36

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

warum nicht ? Was fehlt den den Schweizern ??

von sommy - am 11.02.2007 12:22

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Die Wirtschaft wirds schon richten. Nur was wirtschaftlich rentiert hat Zukunft. Alles andere soll s t e r b e n. Und das wird es auch! Die Zeit des Bedauerns kommt dann später irgendwann. Was später ist, ist doch egal. Jetzt zählt nur der Stutz. Was dann einmal sein wird, wird dann sein.

von Googie - am 11.02.2007 12:40

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Richtig. In der Wirtschaft zählt immer der Stutz. Jeder Schweizer will Teuerungsausgleich und Bonus. Bei uns wurden diese mit Hilfe der Deutschen und ihrem spezifischen know-how sowie der Bereitschaft zur Flexibilität erreicht. Es kommen andere Zeiten, wenn die Spitzen gebrochen sind. Dann wird wieder selektiert. Jeder hat seine Chance sich darauf vorzubereiten.



von Seb2 - am 11.02.2007 12:57

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Jeder hat die Chance leider nicht, aber dafür haben wir (noch) Sozialversicherungen. Leider oft nicht mehr für die ursprünglichen Zwecke, und die wenigsten nutzen ihre Chance, leider.

Was meinst Du mit vorbereiten ? Sparen oder Bildung oder Investieren ? Sparen wird wohl für eine grosse Zahl auch nicht möglich sein, Ausbildung ist wohl die einzige Möglichkeit, aber die Nachbarn schlafen auch nicht.

Und bald kommen noch ganz andere Nationen, die auch nicht auf den Kopf gefallen sind und bedeutend günstiger sind, auch deutsch sprechen und zusätzlich bereit sind, auch am Wochenende zu arbeiten !

Die CH hat (oder hätte) sehr gute Voraussetzungen, sie ist klein und flexibel, hat eine prima laufende Wirtschaft, nur darf uns das nicht in den Kopf steigen und wir wieder nachhaltig werden, an Aus- und Weiterbildung sparen und keine Wagnisse mehr eingehen, hier könnte auch die Politik einiges dazu tun. Gerade jetzt wo es gut läuft schreien die Sozis und Grünen wieder an jeder Ecke, da muss man hart bleiben sonst läuft es ähnlich wie in Deutschland ab...

von F.A. von Hayek - am 11.02.2007 14:12

Wenn wir auf der Abteilung im Spital keine Deutsche und sonstige Nationalitäten hätte, hätte ich wahrscheinlich eine 9 Tage Woche !!!!!!! Schweizer Bewerber (Qualifizierte) gibt es kaum noch.

von Obli - am 11.02.2007 15:07

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Zwei Wege führen zur Knechtschaft: Ein Zuviel an Markt oder ein Zuviel an Staat. Der Anteil der Teilzeitarbeit am Gesamtarbeitsmarkt hat sich in der Schweiz seit 1970 verdreifacht- womit wir mit 31 Prozent Teilzeitstellen einen Spitzenplatz in der OECD belegen. Dieser Umstand kann nur zum Teil mit der höheren Erwerbsquote bei den Frauen erklärt werden. Die Reallöhne stagnieren in der Schweiz seit 1993 (ausser im tertiären Sektor). Nach Schätzungen von santésuisse können in unserem Land ca. 150'000 Personen ihre Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen. Die Unterbeschäftigtenquote liegt derzeit bei 10,1 Prozent (was einem absoluten Mangel von 221'000 Vollzeitstellen entspricht) und die Arbeitslosenquote bei 3,3 Prozent (Seco). Im Verlaufe des jetzigen Aufschwunges wurden bisher lediglich 11'000 Vollzeitstellen und 37'000 Teilzeitstellen geschaffen- was den o. erw. Trend hin zur Teilzeit anstatt Vollzeit vollumfänglich bestätigt. Im letzten Boom (1997 bis 2001) sank die Arbeitslosigkeit von 5,2 Prozent (188'000 Stellen) auf 1,7 Prozent (67'000 Stellen). Das entspricht einem in praktisch allen OECD-Staaten beobachteten, neuen Trend, der in den USA mit dem Begriff "jobless recovery" beschrieben wird: Trotz guter Konjunkturlage werden immer weniger Jobs geschaffen. In Deutschland gibt es Putzfrauen, die Netto EUR 1,75 / Std. verdienen. Der Mindestlohn in den USA soll jetzt neu auf USD 7,50 / Stunde angehoben werden.

Könnte sein, dass man uns mit BIP-Statistiken eine heile Welt vorgaukelt, die innerlich schon lange still und leise vor sich hin bröckelt- aber solange "Deutschland sucht den Superstar" im Fernsehen läuft, merkt ja vieleicht gar niemand etwas davon... Wobei vieleicht noch hinzugefügt werden muss, dass uns ein solches Schicksal wie den Deutschen gar nie zustossen kann. Ausser es findet eine "Wiedervereinigung" mit dem Kanton Jura statt...

Grüsse von John Maynard Keynes

von M. Keynes - am 11.02.2007 15:28

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Zum Beispiel deutsche Rechtschreib-Kenntnisse. ;)

von Seb2 - am 11.02.2007 16:52

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Haut mich um :confused:

Nein im Ernst - starke Auftreten ? Klartextreden ? UNI Berlin ? Bei Daimler gearbeitet or what ?? Mich nimmst wirklich wunder, was die haben, was Schweizer nicht haben.

von sommy - am 11.02.2007 17:49

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Jede Nation wächst ja auch. Was heute noch akzeptiert wird, ist morgen inaktzeptabel.

Früher hat man Ingeneure aus der Tschechei für Oestereich bezogen (qualifiziert oder anders: günstiger !!) und nun ist das Lohnniveau der Tschechen soweit gestiegen (wollen natürlich auch so gut bezahlt werden wie die A-reicher), dass es sich egalisiert hat.

Nun, man kann davon ausgehen, dass man halt 10-20% gegenüber den Schweizer spart, aber mittelfristig egalisiert sich das - die werden den Zaster knallhart nach ein paar Jahren einfordern und dann sitzen die gut drin und mit CH-Lohn. Nun man wird sehen.

D.h. für Schweizer die einen Job suchen, müssen wohl 10-20% günstiger "verkaufen" und die Familie muss halt dran glauben, während der Deutsche als Grenzgänger oder als Einwanderer profitiert - c'est la vie - so ist es halt (leider).

Nun die guten alten stabilen Zeiten sind leider vorbei. Ich wünschte mir mehr CH Firmen, die auf Ihre Qualitäten hören würden und stolz sind. OK Kambly, Ricola und so die sin super !! Weiter so..



von sommy - am 11.02.2007 17:56

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Vermutlich geht es viel weniger um die Nationalität als darum, dass wir (bzw. jeder von uns) wieder vermehrt Bereitschaft zeigen müssen, gute Arbeit zu leisten anstatt immer nur auf dem erkämpften (?) zu bestehen. Mit etwas unternehmerischen Denken muss man sich schon fragen, wie man all die Forderungen der lieben Arbeitnehmer und staatlichen Stellen (Pension, Steuern, Umweltamt, etc. etc.) erfüllen kann. Letzlich muss jeder Franken (oder ¤, £, $, was auch immer) erst mal verdient werden, damit Löhne bezahlt und Steuern abgeliefert werden können.

Ich sehe gerade in internationalen Firmen, dass es in gewissen Ländern (Deutschland ...) extrem schwierig ist, Umstellungen (Anpassungen, Optimierungen) vorzunehmen. Da wird immer gleich mit dem Aufsichtsrat und der Gewerkschaft gedroht von Arbeitnehmerseite. Das Resultat sind dann Betriebsschliessungen von kompletten Standorten, da dies anscheinend der einzig gangbare Weg ist.

Wie so oft gibt es aber auch in diesen Ländern Leute, die gerne etwas mehr leisten und dafür auch (gut) bezahlt werden. Diese Arbeiter sind auch bereit. in ein anderes Land (nicht nur aber auch) zu gehen und neue Herausforderungen anzunehmen.

PS: Die guten alten Zeiten waren auch nicht immer so gut ;)

von svx_biker - am 11.02.2007 18:27

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Ich spreche Klartext:
Weniger Lohnkosten und effektivere Arbeitsleistung. Bei uns ist es jedenfalls so und bei unserer Konkurrenz auch. Heute wird knallhart kalkuliert. In jeder Branche. Wenn Du nicht mithalten kannst, gehst du unter. Dies wäre wiederum schlecht für unsere CH-Wirtschaft.


von Seb2 - am 11.02.2007 18:39

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Zitat

Ich sehe gerade in internationalen Firmen, dass es in gewissen Ländern (Deutschland ...) extrem schwierig ist, Umstellungen (Anpassungen, Optimierungen) vorzunehmen.


Deutschland hat sich mit der Wiedervereinigung, die vor allem über die sozialen Sicherungssysteme finanziert wurde, in eine arbeitsmarktpolitisch wohl einmalige Situation begeben. Zwischen Arbeitgebern und Politik findet z. Z. gerade eine Art von Katz-und-Maus-Spiel statt: Der Schnellere (im Allg. der Markt) gewinnt meistens. Zudem befindet sich die deutsche Volkswirtschaft noch in einem Wandlungsprozess von der Industrie-, hin zur Dienstleistungsnation. Ein Prozess, der sich in der Schweiz aufgrund der wirtschaftlichen Strukturen und Gegebenheiten langsam abschwächen dürfte (wir Schweizer hatten nie eine Schwerindustrie oder eine Automobilindustrie, und auch keinen volkswirtschaftlich wichtigen primären Sektor).


Zitat

Mit etwas unternehmerischen Denken muss man sich schon fragen, wie man all die Forderungen der lieben Arbeitnehmer und staatlichen Stellen (Pension, Steuern, Umweltamt, etc. etc.) erfüllen kann.


Sowohl die Schweiz als auch unser deutscher Nachbar frönen dem Merkantilismus- mit Erfolg, wie man an unserem Aussenhandel sieht- und Deutschland hat 2006 schon wieder den Titel Exportweltmeister errungen. Einkommensdisparitäten sind absolut wünschenswert in einer kompetitiven Leistungsgesellschaft. Daran führt kein Weg vorbei- aber muss es gleich soweit kommen, dass am oberen Ende die Entschädigungen jährlich zweistellig wachsen, während von der Mitte an abwärts nur noch Nullrunden drinnen liegen? Und das notabene bei Unternehmensergebnissen, die z. T. Rekordwerte darstellen: So hat Exxon Mobil letztes Jahr mit gut 40 Mia. US-Dollar den höchsten je in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte erzielten Gewinn erwirtschaftet. Unter diesen Umständen sind Fragen von der Arbeitnehmerseite schon berechtigt, finde ich.

von M. Keynes - am 11.02.2007 19:46

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

OK, alles klar, Zitrone auspressen und die Milliarden liefert man dann den Aktionären aus. Naja so ist halt die heutige Welt.

Wobei ich glaube, dass gute Firmen auch gute Löhne für Ihre Mitarbeiter zahlen. Zumindest kenne ich einen Fall bei einer KMU, wo ein über 42-jähriger Herr den Lohn des abgehenden Leiter Controlling bekommt (d.h. der hat in dem Alter noch nicht soviel verdient).

Wobei 1x Vasella heisst ca. 50-100 Leute rauswerfen, sehr grob gerechnet. Ich nehme an der Lohn von Vasella ist sehr effizient und kostenbewusst gerechnet :confused:

Leider ist das keine Vollkostenrechnung, da die Firmen sämtliche Bournouts eigentlich zahlen müssten, die sie verursachen. Aber netterweise kann man das ja an Vater Staat delegieren resp. auf die Gesamtbevölkerung via Krankenkassenprämien zahlen lassen. Gut es gibt noch viele andere Bereich, wo eine Vollkostenrechnung nicht angewendet wird, weil ein gewisses Staatversagen vorliegen könnte. Ich bin nicht für idiotische Gesetze, aber man sollte das System nicht aus den Augen lassen...


von sommy - am 11.02.2007 19:56

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Zitat

aber muss es gleich soweit kommen, dass am oberen Ende die Entschädigungen jährlich zweistellig wachsen, während von der Mitte an abwärts nur noch Nullrunden drinnen liegen? Und das notabene bei Unternehmensergebnissen, die z. T. Rekordwerte darstellen: So hat Exxon Mobil letztes Jahr mit gut 40 Mia. US-Dollar den höchsten je in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte erzielten Gewinn erzielt. Unter diesen Umständen sind Fragen von der Arbeitnehmerseite schon berechtigt, finde ich.


Das ist leider die andere Seite... Ich finde das auch nicht in Ordnung, was da teilweise abgeht in den Teppichetagen. Aber das kann der einfache Arbeiter nicht ändern, indem er die Arbeit verweigert oder den Arbeitseinsatz reduziert.

von svx_biker - am 11.02.2007 19:57

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Hallo Biker

Guter Beitrag! Jap, das stimmt. Besitzstandswahrung ist tötlich.
Es gibt ein gutes Buch darüber: "Die Mäuse Strategie".

Ja die Bereitschaft ist natürlich wichtig und sehe ich absolut gegeben. Die Frage ist einfach heisst das 7x24h und Bournout ??

Vermutlich müsste auch ein umdenken stattfinden. Den HR Typen müsste auch klar werden, dass 1 oder 2 Jobs bis zu Pensionierung out ist und ein öftere STellenwechsel normal ist.

Unternehmerisches denken wäre in einigen Firman gut. Aber ich habs erlebt das Leute befördert werden und mehr Knete bekommen, indem die idiotische Ideen durchgesetzt haben, die dann später wieder korrigiert wurden.... anyway...
Ja, man darf nicht vergessen, dass der Arbeitgeber auch einiges an Sozialkosten zahlt und das ist eine Anerkennung, die man als Arbeitnehmer mehr schätzen sollte, statt zu jammern. Die Statistik und Behördenaufwände gehen natürlich auch zu lasten der Firmen und zu lasten der Personalkosten. Ich kenne auch KMU CEO, die schon 1x auf Ihren Lohn verzichtet haben,. um Ihre Mitarbeiter zahlen zu können. Das sieht dann auch keiner...

In Deutschland ist das Problem mit sozialen .... also Betriebsrat und so Zeug tödlich. Kenne da eine Geschichte im Stil der Betriebsrat ist gegen eine Umstellung und erzwingt damit lieber die Kündigung der Mitarbeiter, als mit der Firma zusammenzuarbeiten... Idioten sind das, keine Ahnung von unternehmerischen Denken...

Ich finde nur, man sollte allen die gleichen Chance geben. Aber eben, wer ist schon ohne Vorurteile resp. man gibt auch gewissen Leuten Vorschusslorbeeren... So ist der Mensch ;-)

Hmmm, ok die alten Zeiten hatten auch Ihre Probleme. Eine Arbeitslosenkasse gibts glaub erst seit den 70er. Klär mich auf, war da aber nicht die Jobsicherheit etwas höher ?? Mein Vater jedenfalls hat in dern 60er angefangen und wurde in der Firma pensioniert.... Merci für die Aufklärung.

Schöne Grüsse
sommy

von sommy - am 11.02.2007 20:06

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Jap, aber das Management sollte nicht vergessen wer die Kohle ranschaft ;-)

von sommy - am 11.02.2007 20:08

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Wie erreicht man wieder ein gesundes Verhältnis zwischen Unternemensgewinnen, Managersalären und der Entlöhnung der Arbeitnehmer? Man sollte nicht vergessen, dass sich der Anteil der Arbeitnehmerentgelte im Bruttoszialprodukt der meisten indstrienationen auf historischen Tiefstständen befindet. Und die Sparquoten sinken ebenfalls immer tiefer. Wir haben es hier mit einem ziemlich komplexen Syndrom zu tun, dessen Ursachen wohl nur noch mit wirtschaftstheoretischen Denkansätzen gelöst werden können. Keynes, Hayek, Friedman, Stiglitz aber auch der gute alte Adam Smith und nicht zuletzt sogar Karl Marx wüssten da wohl Antworten... Jaja, wir leben doch tatsächlich wieder in einer Zeit der Grundsatzdebatten.

von M. Keynes - am 11.02.2007 20:08

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Das tönt ja ganz nach SVP.
;)
Das hat doch nichts mit dem Auspressen einer Zitrone zu tun.
Hätte die Schweizer Wirtschaft nicht die Möglichkeit gehabt, aufgrund der Liberalisierung des Personenverkehrs in erleichterter Form Personal im EU-Ausland für kurzfristige Arbeitsaufenthalte zu rekrutieren, hätten viele Stellen nicht besetzt und das Wachstumspotenzial der Wirtschaft nur in geringerem Umfang ausgeschöpft werden können.

PS:
Zitat
sommy
und die Milliarden liefert man dann den Aktionären aus. Naja so ist halt die heutige Welt.


Von welchen Firmen stammen denn d e i n e Option/Aktiengewinne ? Ricola ?


von Seb2 - am 11.02.2007 20:21

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Hihi
OK, Sebastian, vielleicht habe ich etwas über das Ziel geschossen ;-) :confused:

Hätte, wäre, wie auch immer das ist spekulativ. Aber das stimmt schon mit dem Ausschöpfen. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob die Firmen vielleicht auch zuwenig in potente Mitarbeiter investiert haben?

Leider habe ich keine calls auf Ricola. Aber einen auf ROG. Das stimmt schon. Ich hätte aber auch kein Problem damit, wenn ROG sagt 1 Mrd. vom Gewinn ginge an die Mitarbeiter und Förderung dergleichen, weil ich weiss, das keine Firma ohne Mitarbeiter (speziell die an der Front, etc.) überleben kann resp. Gewinn machen kann. Ich könnte ja auch darauf putten. Kein Problem.

Allerdings sind meine Beträge so klein, dass die nicht mal im Promillebereich wirken :D

Naja, vielleicht kann ich ja mal von der Börse leben :joke: (hihi, gibt wohl nur 2-3 doutzend solche Glückspilze) :hot:

Wünsche noch ein schöner Abend, war ein spannender Austausch!!

good time
sommy

von sommy - am 11.02.2007 20:59

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Da gabs eine tolle Aussage von einem Kenner:

"Der Kapitalismus wird aussterben, wenn er keine Werte mehr hat" :D

von sommy - am 11.02.2007 21:00

Re: Glaub doch nicht alles was der Blick schreibt....

Guter Text, gerne gelesen :)

von PsyTrance21 - am 11.02.2007 22:47
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.