EILMELDUNG: Flugzeugträger unterstreicht Ultimatum

Startbeitrag von * xetra * am 20.02.2007 20:37

20.02.007:

Unmittelbar vor Ablauf des UN-Ultimatums an den Iran hat die Regierung in Teheran keine Bereitschaft zum Einlenken im Atomstreit erkennen lassen. Die USA lassen deshalb die Muskeln spielen.

Zwar betonte Unterhändler Ali Laridschani bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, sein Land wolle den Dialog. Präsident Mahmud Ahmadinedschad wies den von der Weltgemeinschaft geforderten Stopp der Urananreicherung vor neuen Gesprächen jedoch erneut zurück: Er knüpfte ihn an die Bedingung, dass die westlichen Staaten ihre Programme ebenfalls aussetzen.

Wie Laridschani bekräftigte auch Ahmadinedschad, der Iran wolle neue Gespräche. Er schlug einen gemässigteren Ton an als bisher, sagte aber, ein Anreicherungsstopp vor einer Rückkehr an den Verhandlungstisch würde die Rechte seines Landes missachten.

Ein Dialog müsse «in gerechter Atmosphäre» geführt werden, erklärte Ahmadinedschad vor tausenden Menschen im Norden des Landes. «Die Gerechtigkeit erfordert, dass die, die mit uns Gespräche führen wollen, ihre Programme für Brennstoffkreisläufe ebenfalls schliessen.» Teheran habe kein Problem damit, die Anreicherung zu stoppen und zu verhandeln, sofern der Westen Gleiches tue.

Laridschani kam am Tag vor Ablauf der Frist des UN-Sicherheitsrats zu letzten Gesprächen nach Wien. Vor Beginn seiner Beratungen mit IAEA-Direktor Mohamed ElBaradei sagte er: «Wir suchen nach Wegen und Mitteln, um Verhandlungen zu beginnen.» Er wünsche sich einen «konstruktiven Dialog», der sowohl den Interessen Teherans als auch der internationalen Staatengemeinschaft gerecht werde. Laridschani warnte die USA davor, «in den Boxring» zu steigen.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat der iranischen Regierung eine Frist bis zum (morgigen) Mittwoch gesetzt, die Urananreicherung einzustellen. Sonst drohen weitere Sanktionen. Der Westen vermutet, dass Teheran nach Atomwaffen strebt. Der Iran betont dagegen, sein Nuklearprogramm diene allein der Energiegewinnung. Der iranische Aussenminister Manutschehr Mottaki bekräftigte am Dienstag laut Nachrichtenagentur Anadolu in Ankara, das Atomprogramm habe rein friedliche Zwecke.

Der US-Vizeadmiral Patrick Walsh warf dem Iran unterdessen vor, bei Militärübungen zunehmend die Strasse von Hormus im Persischen Golf zu bedrohen. Auch deshalb sei die militärische Präsenz der USA in der Region verstärkt worden, erklärte Walsh in Bahrain. Der Flugzeugträger «USS Stennis» traf am Montag in der Region ein.

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