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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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vor 8 Jahren, 4 Monaten
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Stefma, schnyg, KnockOut

Gold: Wann kommt das Ende der Rally?

Startbeitrag von KnockOut am 26.05.2009 07:24


Gold: Wann kommt das Ende der Rally?
25.05.2009 Der Goldpreis stieg in letzter Zeit dank der Nachfrage von Anlegern, Zentralbanken oder anderen Hedgern, die nach einer sicheren Anlage suchten, stark an. Dieser Aspekt spielt jetzt zwar eine geringere Rolle, trotzdem sind weitere Kursanstiege möglich. Eliane Tanner, Rohstoff-Analystin der Credit Suisse, zu den Hintergründen.
Die Nachfrage nach Gold hat zwei Ursachen: Es wird sowohl als Kapitalanlage als auch als Rohstoff benötigt. Als Rohstoff ist es hauptsächlich für Juweliere und die Industrie, die es für zahnmedizinische oder elektronische Produkte nutzt, interessant. Als Kapitalanlage wird es von Anlegern, Zentralbanken und Hedgern nachgefragt, die es als Schutz gegen Dollarschwäche, steigende Inflation oder einfach nur als sichere Anlage schätzen.

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Nachfrage nach GoldGold als Kapitalanlage
In Krisenzeiten investieren Anleger besonders gerne in das gelbe Metall. So war der Anstieg des Goldpreises im zweiten Halbjahr 2008 auch hauptsächlich auf die grosse Nachfrage nach sicheren Anlagewerten zurückzuführen, genauso wie die Gewinnmitnahmen seit März 2009 vor allem durch die geringere Nachfrage nach solchen Anlagen bedingt waren und gleichzeitig ein Zeichen für die erneut höhere Risikobereitschaft waren. Das Research der Credit Suisse hat festgestellt, dass die Nachfrage nach sicheren Anlagewerten sehr unterschiedlich ist und die dynamische Entwicklung der Märkte massgeblich beeinflusst. Trotz dieses Nachfragerückgangs sind die Aussichten für umfangreiche Investitionen in Goldanlagen dennoch wieder gut. Die Ökonomen der Credit Suisse erwarten nämlich einen schwächeren Dollar sowie eine steigende Inflation, was wiederum die Nachfrage von Anlegern, die sich gegen derartige Entwicklungen absichern wollen, ansteigen lassen dürfte. Auch die Opportunitätskosten für Gold dürften durch die niedrigen Realzinsen relativ gering sein. Die Ökonomen gehen auch davon aus, dass die meisten Zentralbanken ihren Diskontsatz für die nächsten zwölf Monate auf dem gegenwärtig niedrigen Niveau halten werden. Aufgrund des zum Jahresende hin erwarteten Anstiegs der Inflationsrate dürften die Realzinsen noch weiter sinken, vielleicht sogar bis in den negativen Bereich. In der Vergangenheit hat der Goldpreis aber bei negativen Realzinsen immer kräftig angezogen, und auch in der gegenwärtigen Situation erwartet man nichts anderes.


Gold als Rohstoff
Die Nachfrage nach Gold als Rohstoff dürfte langfristig relativ stabil bleiben. Dies ist auf den höheren Lebensstandard in Ländern wie Indien und China zurückzuführen, in denen das gelbe Metall besonders beliebt ist. Allerdings ist die Nachfrage dort sehr stark vom Preis und der mittelfristigen Wirtschaftsentwicklung abhängig. In den vergangenen Monaten hatte die physische Nachfrage nach Gold nämlich unter der starken Verteuerung sehr gelitten. Doch bisher hat das Interesse für Goldanlagen den Einbruch bei Goldschmuck mehr als wettgemacht und gleichzeitig die Gesamtnachfrage erhöht.


Sinkende Goldproduktion sorgt für langfristig stabile Preise
Die Goldproduktion dürfte langfristig sinken, was die Gefahr eines Preisverfalls beim Gold verringert, meint das Credit Suisse Research. Aufgrund der hohen Preise war das Angebot an Bruchgold bisher recht hoch. Dies dürfte jedoch durch eine Angebotsverringerung seitens der Zentralbanken sowie durch eine geringere Produktion der Goldgruben ausgeglichen werden. Dem World Gold Council zufolge haben sich die Aussichten insbesondere für kleinere Goldgruben aufgrund der Kreditbeschränkungen verschlechtert. Auch dass die Zentralbanken den Verkauf von Gold verringern, schränkt das Angebot weiter ein. Das Credit Suisse Research erwartet trotzdem nicht, dass die Zentralbanken ihre Goldverkäufe in grösserem Masse ausweiten, da die Verkäufe im vergangenen Jahr bereits weit unter der im Central Bank Gold Agreement (CBGA) vorgesehenen Menge lagen. Zusätzliche institutionelle Verkäufe dürften daher höchstens seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfolgen. Diese in Washington ansässige Institution hat bereits ihre Absicht angekündigt, 400 metrische Tonnen Gold zu verkaufen. Die Verkäufe dürften jedoch sowohl im Rahmen der laufenden beziehungsweise einer neuen Vereinbarung zwischen den Zentralbanken erfolgen. Mit anderen Worten, sollte der IWF der Vereinbarung als Verkäufer beitreten, dann würde dies zu einer Verringerung der Mengen führen, die die anderen CBGA-Mitglieder veräussern dürfen. Die Auswirkungen dieser Verkäufe wären also nur beschränkt. Hinzu kommt, dass ein Teil des Goldes, das der IWF verkaufen wird, von den Zentralbanken übernommen werden dürfte. Sollte der IWF mehr Gold verkaufen wollen, müssten verschiedene Mitgliedsländer, darunter auch die USA, dafür erst die rechtlichen Grundlagen schaffen.


Der Goldpreis könnte auf 1200 Dollar klettern
Die starke Nachfrage nach Gold als Kapitalanlage in Verbindung mit einer niedrigeren Produktion dürfte den Goldpreis daher in den nächsten Monaten auf einem hohen Niveau halten. Eine geringere Nachfrage nach Schmuckgold dürfte dabei jedoch das mittelfristige Kurspotenzial beschränken. Dies ist auch sehr wahrscheinlich, da ein zu hoher oder zu schneller Preisanstieg das Interesse an Schmuckgold schnell sinken lässt. Das prinzipiell vorhandene Interesse an Schmuckgold garantiert aber andererseits, dass ein bestimmtes Preisniveau nicht unterschritten wird, wenn die Nachfrage nach Goldanlagen einmal nachlassen sollte. Denn sobald der Goldpreis fällt, steigt regelmässig auch die Nachfrage nach Schmuckgold wieder an. Die Credit Suisse geht daher davon aus, dass Ende des zweiten Quartals 2010 der Goldpreis zwischen 1100 und 1200 Dollar je Unze liegen wird.

Eliane Tanner Commodity Research CS




[emagazine.credit-suisse.com]

Antworten:

das ist ein kompletter blödsinn was diese frau tanner von credit suisse voraussagt, was der goldpreis anbelangt kommt das nur auf den dollar an wenn dieser steigt wird der goldpreis sofort fallen,das heisst ob die amis ihre schulden zu einem anständigen dollar zahlen wollen oder nicht, oder ob die anlagen in der usa nicht durch einen sinkenden dollar aufgefressen werden.................

von schnyg - am 26.05.2009 08:48
Hallo schnyg
ich verstehe deine Formulierung nicht ganz. Bist du der Meinung, dass der Gold-Preis einzig vom Dollar abhängt?

von Stefma - am 26.05.2009 09:19
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