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5
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
M. Keynes, F.A. von Hayek, Toxic A. Venger, yz

Wende oder doch nicht?

Startbeitrag von yz am 27.05.2009 16:47

Dass die consumer-confidence-Zahlen in den USA eine Wirkung erzielt haben, naja...

Die wichtigen Zahlen (GDP usw) kommen erst noch, auch aus dem Festland, diese und jene sind wesentlich aufschlussreicher, danach wird man sicher klarer sehen.

Und dass im fernen Osten wieder ein Staat gewisse Test-Versuche macht, ist medienprovozierende (und somit zur Uebertreibung führende) Politik wie im Bilderbuch.

Also abwarten und dank der Abkühlung sogar Tee trinken ist jetzt angesagt und möglich.

Allen wünsche ich ein erfolgreiches langes Wochenende.

Antworten:

Bemerkenswert finde ich da schon eher den Umstand, dass sich die Zinsen in den USA am langen Ende nach oben bewegen...

JMK

von M. Keynes - am 27.05.2009 20:50
Zitat
yz

Und dass im fernen Osten wieder ein Staat gewisse Test-Versuche macht, ist medienprovozierende (und somit zur Uebertreibung führende) Politik wie im Bilderbuch.


Kann dem nur zustimmen. Dass es so gross aufgezogen wird, hat für mich diesen "ou man, jetzt waren wir auf dem besten Weg ALLES in den Griff zu kriegen und dann kommen da diese bösen Buben, diese unendliche Bedrohung der Welt und machen wieder alles kaputt. Die sind nähmlich an allem Schuld"-Beigeschmack.

Man könnte meinen, sowas kommt einigen sehr gelegen.

von Toxic A. Venger - am 28.05.2009 05:32
Zum DAX (und +/- alle andern westlichen Aktienindizes) sehe ich es etwa so: Schliessen wir die Woche nicht über 5100, erwarte ich schon eine stärkere Korrektur, evtl. nochmals in den 4000er Bereich (hält der nicht dann gute Nacht). Alternativ sind Kurse bis in die 5400 möglich, das wäre dann aber vermutlich das Höchste der Gefühle für eine längere Zeit.

Ich positioniere mich fast nur kurzfristig, habe nun bis auf 10% alle meine mittelfristigen Longpositionen geschlossen.

von F.A. von Hayek - am 28.05.2009 05:50
Meinst Du dieses Phänomen:

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heisst Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heisst, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen grosse Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist doch Umverteilung pur
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

Kurt Tucholsky (1890-1935), 1930 veröffentlicht in "Die Weltbühne“



von M. Keynes - am 28.05.2009 07:42
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