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Warrants.ch Warrants-Talk
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
M. Keynes, Trading King, F.A. von Hayek, Sniper, goldnase

Inflation vs. Deflation

Startbeitrag von Trading King am 08.07.2009 08:32

Aktuell zeigt der Pfeil wieder Richtung Deflation, aber kann sich auch wieder ändern. Die Frage ist, wie schaffen es die Nationalbanken, dass die Liquidität in der Industrie ankommt? Die Geschäftsbanken geben ja kaum mehr Kredite. Erst wenn dieser Bann gebrochen ist, wird Inflation wieder ein Thema sein. Bin mal gespannt wie das noch rauskommt.

Antworten:

Wer jedoch an Inflation glaubt der kann sich auch überlgen ein ein Kapitalschutz-Produkt mit 2x Inflations der Citi zu kaufen. (jedoch nur wenn der Credit Spread endlich wieder zurückkommt)

Termsheet:
[ts.dp-research.com]

von Sniper - am 08.07.2009 08:43
Zitat

Die Frage ist, wie schaffen es die Nationalbanken, dass die Liquidität in der Industrie ankommt? Die Geschäftsbanken geben ja kaum mehr Kredite




Soll man jeden und alles retten ? Koste es, was es wolle. Aber ich weiss, alle lieben Inflation (nicht zuviel, aber genug), alle hassen Deflation, auch wenn es eigentlich unverständlich ist.

übrigens gegen Inflation würde ich nicht unbedingt ein synthetisches Produkt kaufen ;) Nicht uninteressant, zwar wenig beachtet aktuelle Diskussionen zur Neuordnung des Finanzsystems. Z.B. die Idee von CFTC zur Regulierung gewisser Commodities, interessant es geht da vorwiegend um nicht nachwachsbare Rohstoffe, was will man damit wohl bezwecken ? ;) sicher kein "ethischer" Akt... wird sicher interessant insbesondere auf der Währungsfront und was die Chinesen machen.

ps: jemand schon das GS-HS angeschaut ? ;)

Hoffen wir lieber, dass der Markt langsam wieder etwas aufwacht...

von F.A. von Hayek - am 08.07.2009 09:21
deflationsgefahr ist natürlich das grösste risiko in der aktuellen situation. dies sagt auch ganz klar der chefökonom der juliusbär in einem videointerview:
[www.investchannel.ch]

ich glaube aber, dass es machbar sein soll, deflation zu unterbinden, doch ein risiko besteht wirklich. soviel steht fest: es kommen noch spannende zeiten auf uns zu.

von goldnase - am 08.07.2009 09:22
Zitat

ich glaube aber, dass es machbar sein soll, deflation zu unterbinden, doch ein risiko besteht wirklich.


je agressiver man versucht, die Deflation zu unterbinden, desto schwieriger wird es sein, zukünftig eine Inflation in Zaun zu halten, das ist wohl die Kunst, hier die Balance zu halten. Ich sehe das langfr. Risiko weiterhin in der Inflation, da alle Kräfte (Politik, Notenbanken etc.) weltweit sich auf die Bekämpfung einer Deflation konzentrieren...

von F.A. von Hayek - am 08.07.2009 09:40
HIer noch ein Beitrag zu Eurer Diskussion welchen ich gerade gefunden habe


Has Wall Street and the financial media been a trustworthy source of information when it comes to making investment decisions? No. They missed the entire 55% meltdown from October 2007 to March 2009, and subsequent 40% rally. Do you really think you can trust them on the issue of inflation vs. deflation? Here are some facts you can actually rely on.

[www.etfguide.com]

von Sniper - am 08.07.2009 11:22
Es ist nicht die Geldmenge M1, die direkt eine Inflation bewirkt! Es wäre die Geldmenge M3, die eine Inflation herbeiführen kann. Bisher wurde nur M1 gepushed, in der Hoffnung, die Banken würden diese Kohle an die Unternehmen in Form von Krediten weiterreichen. Das passiert aber nicht, wie man immer wieder hört.

Nun können Unternehmen (& Hausbesitzer?) meines Wissens bei der FED direkt Geld abholen gehen- was einem schweren Verstoss gegen sämtliche, bisherigen Notenbankgrundsätze gleichkommt- aber in der Not frisst der Teufel ja bekanntlich Fliegen. Dieses Vorgehen ist schon gefährlicher im Bezug auf eine Inflation.

Wenn jetzt andere Notenbanken auch noch damit beginnen, direkt Geld (aus dem Fenster zu werfen) auszuleihen- und sich die Banken, die mittlerweile eine ganz enorme Macht haben, plötzlich umbesinnen, und das ihnen bisher von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Geld ebenfalls, also gleichzeitig, in die Wirtschaft zu pumpen, dann haben wir m. E. eine Inflation von noch nie dagewesenen Dimensionen.

Mit Letzterem rechne ich nicht. Das wäre gar nicht schön! Vulgo Deflation. Man sollte die sich ganz eindeutig abzeichnende Deflation nicht kleinreden- sie wird deswegen nicht noch kleiner.

Die Deflation ist bereits da- nur will man das ums Verrecken nicht wahrnehmen! Und da ich persönlich nicht mit einer zackigen Erholung der Wirtschaft rechne (sondern zuerst mit einer leichten Erholung, die später in eine Stagnation bis in eine ganz langsame, nachhaltige Erholung münden dürfte), wüsste ich auch nicht, woher denn jetzt so plötzlich eine Inflation herkommen sollte.

Ich setze auffe Karte Deflation- les Jeux sont faits ;-)

J.M.K.





von M. Keynes - am 09.07.2009 17:03
Also das die FED bereits direkt Geld an die Industrie und die Hausbesitzer abliefert wäre für mich neu.

Der nächste Eskalationsschritt in Richtung Inflation wäre aber genau dieser. Ansonsten gebe ich dir Recht, Inflation ist kein Thema, solange nur M1 aufgebauscht wird.

Die deutsche Bundesbank hat diese Woche aber bereits bekanntgegeben, dass sie sich überlegt, wie sie direkt den Unternehmen Geld zur Verfügung stellen könnte. So mit einer Art Geschäftsbank der Bundesbank. Das muss man sich mal vorstellen. Das wäre der Anfang vom Ende. Jemand der keine Ahnung hat verteilt blindlings Unsummen an insolvente Unternehmen. Und diese pulvern die Kohle natürlich hinaus. Die Wirtschaft würde dies sehr freuen und sofort anspringen, dasselbe gilt aber auch für die Inflation.

Seien wir mal gespannt.

von Trading King - am 10.07.2009 06:06
Ich wollte doch irgendwo gelesen haben, dass die FED Unternehmen gleich direkt bei sich andocken lässt.

Auch möglich, dass die FED das genauso wie die EZB erst noch plant.

Das wäre natürlich ganz bedenklich.

Dann möchte ich aber als natürlich Person auch einmal ansaugen dürfen bei der SNB ;-)

von M. Keynes - am 11.07.2009 12:19
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