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Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
F.A. von Hayek, fliesch, lapin, Toxic A. Venger, Stefma

Markt wird durch NB mit Gold geschwemmt

Startbeitrag von Stefma am 07.08.2009 08:50

Rund 2000 Tonnen Gold verlassen in den nächsten fünf Jahren die Nationalbanken. Die SNB legt aber mal eine Pause ein.
Die Aussage wird sich wohl nicht gerade positiv auf den Goldpreis auswirken. Ist jetzt der Zeitpunkt da für Gewinnmitnahmen? Was meint ihr dazu?

Antworten:

Diese Androhungen eines massiv erhöhten Verkaufs von NB-Gold werden immer mal wieder ausgesprochen. Vor allem, wenn wieder mal ein dauerhafter Ausbruch befürchtet werden muss.

Es ist sicherlich so, dass sich die meisten Notenbanken für den Dollar prostituieren müssen.
Anderseits kannst du daraus aber auch ersehen, wie ernst die Lage ist rsp was für ein starker Ausbruch des Goldpreises von diesen Stellen befürchtet wird. Sonst müssten sie ja das letzte Gold nicht so raushauen.

Hingegen glauben Leute wie Röbi Prechter an einen Einbruch des Goldpreises aus deflationären Gründen. Dies mag mich etwas mehr zu überzeugen. Trotzdem halte ich weiter (aber nume physisch, gäll).

von Toxic A. Venger - am 07.08.2009 09:07
Das Ende September 2009 auslaufenden Gold-Agreement wird so wie es aussieht verlängert und auch die geplanten IWF-Verkäufe laufen unter dem Agreement. Der spielraum der Notenbanken ihr Gold zu verscherbeln ist daher weiterhin begrenzt und clevere Notenbanken wie China äufnen seit längerer Zeit Gold und wollen gemäss ihren Aussagen noch beträchtlich mehr hinzukaufen. Also keine Panik!


LONDON, Aug 7 (Reuters) - The European Central Bank confirmed on Friday that a new five-year Central Bank Gold Agreement had been signed to replace the existing pact, which expires in late September.

For a story, click on [ID:nL798799]

Gold sales under the existing CBGA have totalled only 1,866.8 tonnes so far, according to figures released by the World Gold Council, some 25 percent below the 2,500-tonne sales ceiling.

Below is a history of the CBGA.


* The original CBGA was signed in 1999 by the central banks of Germany, Great Britain, France, Austria, Switzerland, Belgium, the Netherlands, Ireland, Sweden, Finland, Luxembourg, Spain, Portugal, Italy and the European Central Bank.

* The pact, which was aimed at bringing stability to gold prices by guaranteeing signatories would not flood the market with bullion, limited their gold sales to 400 tonnes a year.

* The signatories also agreed not to expand their gold leasings and their use of gold futures and options over the five-year period of the pact.

* Greece replaced Britain in the second CBGA, signed in 2004. The terms of the second agreement were similar to the first, but the sales ceiling was raised to 500 tonnes per year.

* Slovenia joined the agreement in December 2006 and Cyprus and Malta in January 2008, just following their adoption of the euro. Slovakia joined in January 2009.

* Total sales under the first CBGA met the allowed ceiling of 2,000 tonnes. Signatories sold 400 tonnes of gold in the first year of the pact, 404 tonnes in the second, 393 tonnes in the third, 418 tonnes in fourth and 385 tonnes in the fifth.

* Sales in the first year of the second agreement almost met the maximum sales threshold, at 497.2 tonnes. Sales eased to 395.8 tonnes in 2005-06, the second year of the pact, but rebounded to 475.8 tonnes in the third year.



von lapin - am 07.08.2009 11:01
Ich bin nach wie vor massiv bullish für Gold. Allerdings sehe ich das ganze als Investition an (also nicht fürs Trading = für mich swingtrading bis scalping).

Ein deflationäres Szenario scheint mir eher vorgegaukelt. Vielleicht sinken Preise auf teurere Kleider oder Luxusgüter, aber was die Dinge des täglichen Gebrauchs angeht, so stelle ich folgendes fest:

- Die Preise steigen seit Jahren mehr als "offiziell" ausgewiesen wird. Oft verdeckt: Packungsgrösse kleiner, gleiche Packung aber weniger Inhalt, gleiche Menge Inhalt aber Zusammensetzung massiv verändert - meistens auf Kosten der Gesunheit (ich bin Arzt) oder Qualität. Daneben findet ein schleichender Übergang zu immer mehr qualitativ schlechter Ware statt. Auch viele teurere Marken sind mittlerweile qualitativ massiv schlechter als noch vor Jahren (Nähte, dünnere stoffe wo es keinen Grund hierfür gibt, schneller Farbenverlust oder rauhe Oberfläche nach dem Waschen...).
Wer das noch nicht bemerkt hat sollte endlich aufwachen...
Für mich ist das nichts anderes als eine relativ gut getarne Inflation. Daneben wenn man es streng nimmt ist die Inflation über die Geldmengenausweitung und nicht die Verbraucherpreise definiert und die ist massiv! Die Geldmenge wächst exponentiell und ich zweifle daran, dass die auch wieder so kräftig abgeschöpft wird wie sie reingegossen wurde ;-)

Ich empfehle jedem daher etwas Edelmetalle in physischer Form zu besitzen.

Wer weiss wann es soweit ist das eine Mehrheit realisiert, dass ein USD weniger Wert ist als ein Stück Papier - da er schon bedruckt ist und daher Altpapier....

von fliesch - am 10.08.2009 13:15
nicht nur USD, auch andere Währungen teilweise noch schlimmer, heute war eine Grafik in der NZZ (habe leider keinen Link war Papierversion). Natürlich bestehen die andern Währungen zu einem mehr oder weniger grossen Anteil aus USD, es hat hier und wird sicher noch einige Überraschungen geben, insbesondere auch bei kleineren Währungen. Man hört ja diverse unschöne Gerüchte, möchte diese aber nicht unbedingt hier posten da sie nicht bestätigt sind ;)

von F.A. von Hayek - am 10.08.2009 14:27
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