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Erster Beitrag:
vor 8 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren
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Sniper, Stefma

S-Broker in DE vor dem aus / was passiert wenn ein Onlinebroker pleite geht?

Startbeitrag von Sniper am 25.08.2009 07:17

doofe Frage: was passiert eigentlich wenn ein Onlinebroker pleite geht. in der Schweiz hat ja Swissquote bankenstatus, aber was würde passieren wenn @#$%& zahlungsunfähig wird. wäre dann das depot gesichert? Cash eher nicht?
danke für die Hilfe

S-Broker vor dem aus?
Das Zehnjährige, das der S-Broker vor zwei Monaten feiern durfte, könnte schon das letzte runde Jubiläum in der Geschichte des von Gesellschaftern aus der Sparkassengruppe getragenen Online-Wertpapierhauses gewesen sein. Seit Monaten kursieren immer wieder Gerüchte, dass der vom - inzwischen teilweise ausgewechselten - Vorstand aufgesetzte strategische Prüfprozess nicht zur Weiterentwicklung, sondern womöglich zur Beendigung des Geschäftsmodells, bestenfalls aber zum Verkauf des Unternehmens führen könnte: Broken Broker. Die Dementis am Firmensitz Wiesbaden und aus dem Gesellschafterkreis werden leiser. Und dass der S-Broker seinen Eigentümern längst weniger lieb als teuer ist, kann ja auch nicht überraschen angesichts der tiefen Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Beim Neustart des zwei Jahre zuvor von HSBC Trinkaus unter dem Namen "Pulsiv" gegründeten Unternehmens 2001 wurde als Ziel ausgegeben, binnen einer Dekade eine Million Kunden zu gewinnen. Die Dekade ist bald vorbei, die Kundenzahl gerade mal bei 175 000 angekommen. Und dass die Sparkassentochter in absehbarer Zeit die Gewinnzone erreichen könnte, ist nicht erkennbar. Gut vorstellbar also, dass die Beteiligten für ein Ende mit Schrecken optieren statt für den Schrecken ohne Ende. Es wäre ein Scheitern, für das sich kaum Schuldige finden lassen - außer den "Umständen": Als Ende der neunziger Jahre - es war die "Wir werden alle reich"-Zeit, in der der Boulevard über ein Grundrecht auf Aktienzuteilung diskutierte - die wertpapierverrückten Sparkassenkunden in Myriaden zu Comdirect, Consors & Co. überliefen, musste ja irgendwie reagiert werden. Doch vom Timing her hätte es kaum dümmer laufen können. Gerade wollte das Imperium zurückschlagen, da hatte die Dotcom-Blase zu platzen begonnen. Der Markt war eigentlich schon verlaufen. Und kurz darauf gab der Terrorangriff vom 11. September 2001 auch den Geschäftsplänen des S-Brokers fürs Erste den Rest. Unabhängig von diesen nicht vorhersehbaren exogenen Ursachen gibt es ein fast nicht lösbares endogenes Problem: Zentrale Einheiten passen, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nun mal nicht zu einer Organisation, die sich wie die Sparkassengruppe, so ihr einstiger Präsident Horst Köhler, als "dezentral bis auf die Knochen" versteht. Die Bestätigung dieser Erkenntnis kostet jetzt, wie es scheint, noch einmal etwas Lehrgeld.

(Börsen-Zeitung, 25.8.2009)

Antworten:

Muss nicht die Sparkasse für allfällige Ausfälle gerade stehen? Ist ja eine Tochterfirma.

von Stefma - am 25.08.2009 08:44
d.h. bei @#$%& würde dann bspw. Maerki Baumann haften?

von Sniper - am 25.08.2009 09:41
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