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Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
sommy, Toxic A. Venger, *Mike*, F.A. von Hayek

UBS GV schreibt Wirtschaftsgeschichte!

Startbeitrag von *Mike* am 15.04.2010 06:33

Die gestrige GV der UBS hat mit der Nichterteilung der Décharge für das Jahr 2007 Schweizerische Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Die Aktionäre haben ein klares Zeichen gesetzt, die vergangenen Geschäftspraktiken der UBS werden in Zukunft nicht mehr toleriert. Was haltet ihr davon?

Antworten:

Grundsätzlich finde ich dieses Zeichen gut. Da ich selbst mal eine Zeitlang in diesem Bereich gearbeitet habe, kann ich jedoch klar bestätigen, dass Wirtschaftskriminelle in der Schweiz kaum bestraft werden können. Die Hoffnung vieler, dass Ospel und Konsorten zur Rechenschaft gezogen werden, dürfte sich also nicht erfüllen. Allenfalls könnte vielleicht zumindest eine gesellschaftliche Aechtung eine gewisse Abschreckung für künftige ähnliche Fälle bewirken.

Interessant ist auch wenn du schreibst "die Aktionäre". Ja wer sind denn die Aktionäre. Mike Müller und Ueli Meier? Auf Hinweis eines Freundes habe ich letztens immer mal wieder in Stöhlkers Blog gelesen - ja Asche über mein Haupt :D. Aber einige Kommentare sind immer wieder gut und eigenständig. Ich erlaube mir jetzt einfach mal, so einen Kommentar von dort hier reinzukopieren.

1. Fred David
am 14. April 2010 um 9:39 Uhr.
“Wie es aussieht, haben die beiden Grossbanken den Zugriff auf die öffentliche Meinung in der Schweiz weitgehend verloren.”
Ich bezweifle, dass das wirklich so ist. Aber selbst, wenn es so wäre: Brauchen die beiden Grossbanken diesen Zugriff überhaupt?
Bis heute weiss die Oeffentlichkeit nicht genau, wer hinter der UBS steht.
Wem gehört dieses von aussen auch für Experten undurchschaubare Riesengebilde? Wer trifft über den Kapitaleinsatz letztlich die Entscheidungen?
Eigentlich ist es doch erstaunlich, dass sich diese Frage nicht eindeutig beantworten lässt.
Erst seit heute Mittwoch weiss ich, der ich ein recht kregler Medienkonsument bin, dass die drei Grossbanken UBS, CS und Deutsche Bank zusammen 4,48 % der UBS halten: Sie sind zusammen der drittgrösste Aktionär. In eigener Sache sozusagen.
Aus einem summarischen Bericht der NZZ muss ich mir diese Zahlen aber selber zusammenrechen und reimen.
Zwar stammen 90% der UBS-Aktionäre aus der Schweiz. Sie halten aber nur 23,5 % des Kapitals . Mit 360 000 Einezlaktionären sind sie ausserdem sehr weit gestreut. Von daher droht VR und Managment die geringste Gefahr.
Grösster Aktionär ist der Stastsfonds GIC von Singapur (6,45%). Bevor die Schweiz als Staat zur Kasse gebeten wurde, sprang Singapur als Nothelfer ein. Das weiss man. Und Singapur hat bei diesem Engagement einige Milliarden verloren. Das macht den Staatsfonds unruhig. Die aufgehübschten UBS-Gewinnprognosen der letzte zwei Wochen zielen in diese Richtung.
Was man aber nicht weiss: dass Capital Group und Capital Resarch Global Iv. (USA) in Wahrheit zusammen am meisten UBS-Aktien halten (6,89%), Wer ist das, welche Gesichter stehen dahinter? Was haben sie mit der UBS vor?
Aus Schweizer Medien erfährt man dazu so gut wie nichts. Warum bloss?
Oder: Dass die angelsächsischen Blackrock Inc. , die Blackrock Group und die Blackrock Insitutional Trust Co., die alle als angebliche Einzelaktionäre auftreten, zusammen 5,48% auf die Waage bringen, ist gleichfalls kaum bekannt. Welche Gesichter stehen hinter Blackrock, und welche Interessen? - Keine Antwort.
Auch die Grossaktionäre Fidelity Managment (1,25%), Wellington Managment (2,78%) und deren Interessen und Ziele sind weitgehend unbekannt.
Wichtig und kaum je erwähnt sind auch die sog. Nominees, die Treuhänder, die die Interessen von Fonds und anderer grosser Aktionären wahrnehmen: Allein die grössten vier, allesamt Angelsachsen, vertreten 26,33 % - und damit mehr als alle 360 000 Schweizer UBS-Aktionäre zusammen.
Das sind doch eigentlich Zusammenhänge, über die ich informiert sein müsste, denn mein Staat, die Schweiz hat u.a. mit meinem Steuergeld diese UBS vor dem Absturz gerettet.
Wessen Interessen habe ich da eigentlich mit gerettet? Und warum hat mir meine Regierung nie auch nur ansatzweise erklärt, wer und was hinter der UBS steht? Und was es für die Schweiz bedeutet?
Und warum lassen mich auch die Medien mit diesen Fragen einfach in der Luft hängen?


von Toxic A. Venger - am 15.04.2010 07:07
Die Leute interessiert dies doch echt nicht, die wollen lieber wissen ob Herr Grübel einen Hund hat und welche Sprüche er so rauslässt, vielleicht interessiert sie noch die Boni um danach am Stammstisch zu wettern....

Man muss endlich aufhören über "unsere Grossbanken" zu reden, nur weil sie je ein "S" im Namen haben...

Ein Frage die sich stellte, ob es sich lohnt eine UBS Aktie zu kaufen damals zum Tiefkurs von 8.20, aber wenn ich mir das Lunchpaket von gestern anschaue, muss ich auch sagen, NEIN :D



alles seichte Unterhaltung, die grundsätzlichen Dinge konnte man durch diese Decharge-Geschichte (völlig irrelevant) schön vernebeln, ein Eigentor !

von F.A. von Hayek - am 15.04.2010 07:29
Ach, das war ja lustig von 8.xx auf 9.xx und soweiter

Hmmm dr Apple sieht ja noch gesund aus und die Schoki gibt noch Glückhormone - den Rest lieber nicht.

Lassen wir uns überaschen wie es weitergeht, vielleicht gehts noch auf 20 und danach einen Rücksetzer auf 17.xx. Man kann die natürlich als Langfrist Invest, Sicht 2-3 Jahre lagern und schauen ob der weisse Pilz kommt ;-)

von sommy - am 15.04.2010 08:30
Hätte jetzt gedacht, bei der UBS gibts Cola - aber vielleicht wollte man einfach einen auf Heimat machen....

von Toxic A. Venger - am 15.04.2010 09:53

Cola ist viel zu agressiv .... Baldrian Tee im PET Flaschen wäre besser gewesen....

von sommy - am 15.04.2010 10:56
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