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Riverrats Fanforum
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vor 15 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 8 Monaten
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WebmasterRR, Alexander Graf, BB28, Münchner, flypt17, Waldfee, Stephan aus Kempten, Vreni

So stand es heute in der Kemptner Zeitung

Startbeitrag von Stephan aus Kempten am 22.10.2002 06:53

Ein Kilogramm Rauchpulver, das von einem Kemptener Eishockey-Fans angezündet worden war, hat am Sonntag abend - wie kurz berichtet - zum Abbruch des Oberliga-Spiels zwischen den Geretsried River Rats und den Kemptener Eisbären gesorgt. Auf der Suche nach dem Übeltäter tappen sowohl die Geretsrieder Polizei als auch die beiden Vereine im Dunkeln. Der Geschäftsführer der Eisbären-GmbH, Frank-Oliver Schmid, übt Druck auf die Mitglieder des Kemptener Fanclubs aus, die beim Auswärtsspiel dabei waren: sollten sie den Schuldigen nicht namentlich nennen, will er allen ein Stadionverbot erteilen.

In der Menge vergriffen

Als beide Mannschaften am Sonntag abend das Eis in Geretsried betraten, wurden im Kemptener Fanblock sowohl rot leuchtende bengalische Feuer als auch eine Rauchbombe gezündet. Dabei vergriff sich der Hauptverantwortliche gehörig in der Menge. Statt einem Kronkorken voll Rauchpulver ("das reicht schon aus, um ordentlich Qualm zu machen"), sei "aus Versehen ein ganzes Kilo" verwendet worden, so ein Kemptener Fan, der anonym bleiben möchte. "Es war reine Dummheit", fügt er an. In kürzester Zeit waren Eisfläche und Zuschauer-Ränge im Geretsrieder Stadion von dichtem Qualm eingehüllt. Schiedsrichter Franta Bendl schickte die Spieler in die Kabine, ein Großteil der 600 Zuschauer verließ fluchtartig die Halle. Augenbrennen, ein extremes Kratzen im Hals und Übelkeit trieben die Menschen ins Freie, berichtet der Redakteur des Isar-Loisach-Boten, einer Lokalausgabe des Münchner Merkur. EAK-Stürmer Sebastian Knöpfler musste sich übergeben, sein Teamkollege Topias Dollhofer klagte über starke Atembeschwerden. Der diensthabende Stadionarzt setzte sich telefonisch mit der Gift-Notrufzentrale in München in Verbindung. Zwar hieß es dort, die Substanzen im Rauchpulver seien auch in geschlossenene Räumen generell ungefährlich, doch nach 40-minütiger Unterbrechung entschied der Unparteiische, das Spiel abzubrechen. Er sah die Gesundheit der Spieler nach wie vor gefährdet. Die alarmierten Polizisten umstellten danach den Bus des EAK-Fanclubs. Von den insgesamt 14 Mitgereisten konnten die Beamte nur von sieben die Personalien feststellen. Der Rest hatte sich, so die Vermutung der Polizei, aus dem Staub gemacht. Auf dem Heimweg eskortierte die Polizei sowohl Fanclub- als auch Mannschaftsbus mehrere Kilometer. "Wir lassen und den Sport und den Ruf des Kemptener Eishockeys von solchen Chaoten nicht kaputt machen", schimpfte gestern Frank-Oliver Schmid, Geschäftsführer der Eisbären-GmbH. Er erstattet Anzeige gegen Unbekannt, weil er Schadensersatzansprüche für die Fahrtkosten in Höhe von etwa 1500 Euro geltend machen will. Zusammen mit der Eismiete in Geretsried und den Schiedsrichterkosten müsse der Übeltäter mit Forderungen in Höhe von etwa "drei- bis viertausend Euro" rechnen, so Schmid. Helmut Bauer, Geschäftsführer der für die Oberliga zuständigen Ligenbetriebsgesellschaft ESBG verurteilte den Vorfall, wollte aber auch prüfen lassen, "ob denn nicht der Ordnungsdienst in Geretsried versagt habe". Vom EAK-Fanclubs war gestern niemand zu einer Stellungsnahme zu erreichen.

Antworten:

aus dem Kemptner Gästebuch:

Die "so feigen und untätigen" Fans, die jetzt von Frank Oliver Schmid öffentlich angegriffen wurden, haben sich mit den Verursachern des Spielabbruchs bereits gestern an einen Tisch gesetzt und die Situation besprochen. Die Täter sind allesamt einsichtig, haben einen Termin auf der Geschäftsstelle vereinbart und werden die Suppe gemeinsam auslöffeln, sprich die Kosten und die Konsequenzen übernehmen.

von Alexander Graf - am 22.10.2002 13:16
Damit wär das ja auch geklärt. Find ich gut, dass sich die, die das verbockt haben, gestellt haben und das wieder in Ordnung bringen wollen.
Das hätte bestimmt nicht jeder gemacht.

von Waldfee - am 22.10.2002 14:04
ist ja gut und schön, dass sich die schadensverursacher gestellt und schadensausgleich versprochen haben. die gefahr aber ist doch - wie ja auch im bericht der kemptener zeitung erwähnt -, dass die esbg ein fehlverhalten der geretsrieder stadionordner feststellt und dann wird das spiel als für geretsried
verloren gewertet. das ist und wäre doch der eigentlich grösste schaden an dieser wirklich saudummen geschichte und würde - sollte die esbg so werten -
der manipulation von spielen tür und tor öffnen. Denn nicht immer ist nur so eine
relativ kleine fangruppe (14 leute) unterwegs, was dann eine identifizierung von
groben störenfrieden unmöglich machen würde. ich hoffe, dass die esbg die
richtige entscheidung trifft und nicht den bestraft, der keine schuld an diesem unschönen vorfall trägt, also geretsried.

von flypt17 - am 22.10.2002 14:35
Wünsche den Geretsriedern viel Glück!
Besonders in dem Fall mit den Kemptnern!
Aber auch für die restliche Saison und freue mich auf ein Wiedersehen in Miesbach.

von Vreni - am 22.10.2002 15:14

Die folge

Esist doch wohl klar was passiert wenn das spiel als verloren für geretsried gewertet würde:
Beim nächsten Auswärtsspiel in Kempten wird entweder auch das Stadion zugequalmt oder die brennen das stadion gleich nieder.

Aber im ernst: Damit wäre wirklich der Manipulation tür und tor geöffnet.

Das beste ist, das spiel wird einfach wiederolt. Bzw. überhaupt einal angefangen

von WebmasterRR - am 22.10.2002 15:29
Sorry aber der Punkt "etwas in der Menge vergriffen" klingt doch lächerlich!
Entweder ich weiss was ich tu oder ich lass so was bleiben!

Wobei es wohl besser wäre so was wirklich bleiben zu lassen!

von BB28 - am 22.10.2002 15:40
Da stimme ich dir voll zu. Die werden ja nicht zum erstenmal solche Dinger hergenommen haben. Das kommt mir ungefähr so vor wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Bei uns zünden immerhin Jugendliche das Zeug an und die können auch einschätzen wieviel sie davon hernehmen, ohne daß das ganze eingeräuchert wird. Aber ich befürchte fast, daß wir uns das jetzt auch nicht mehr erlauben können. Ich habe nämlich prinzipiell überhaupt nichts gegen den Einsatz von Bengalfackeln und Rauchpulver, wenn das in vernünftigem Rahmen geschieht, und das tut es schließlich bei uns.

von Alexander Graf - am 22.10.2002 16:33
auf der homepage des kemptener fanclubs sind auch ganz stolz fotos von spielen, wo sie alles eingeräuchert haben.... also keine einzaktion

von WebmasterRR - am 22.10.2002 21:22
immer langsam trachtlerqueen! erst mal kommt ihr zu uns und holt euch eure abreibung ab! :p :p :p :p

von Münchner - am 23.10.2002 00:01
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