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Forum:
Mondlandung oder ein gigantischer Schwindel?
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ulrich, Reinhard, Jens, Querkopf, Uwe R.

Columbia und die Folgen für die ISS

Startbeitrag von Ulrich am 02.02.2003 20:14

Das tragische Unglück der Columbia hat auch Folgen für den Ausbau der ISS. Nach der Explosion beim Start der Raumfähre Challenger am 28. Januar 1986, waren die Flüge für zwei Jahre ausgesetzt worden. Nach dieser neuerlichen Tragödie, die sieben Menschen das Leben kostete, droht wieder eine längere Zwangspause. So lange die Absturzursache nicht ermittelt ist, werden alle verbliebenen Raumtransporter am Boden bleiben müssen.
Für dieses Jahr waren noch sechs weitere Raumfährenstarts geplant, von denen fünf Teil des ISS-Programms waren.
Dadurch wird sich mit Sicherheit der Ausbau der ISS verzögern. Vielleicht müssen auch die Astronauten zur Erde zurückkehren. Der Nachschub an Treibstoff und Lebensmitteln für die Besatzung ist zwar durch die russischen "Progress"-Weltraumfrachter gesichert, die Experimente aber nicht. Es können weder neue zur Station gebracht, noch die fertigen zu Erde zurück geholt werden. Ein Verbleib in der Station wäre ohne neue Aufgaben für die Crew wenig sinnvoll. Die Raumfähren sind zum Betreiben der Raumstation absolut notwendig.

Gruß
Lipi

Antworten:

Hallo!
Mit Interesse habe ich eure Beiträge gelesen. Wobei ich der Meinung bin, dass man gegenwärtig nur spekulieren kann, aus welchem Grund das Unglück geschah.
Was die ISS betrifft, so können selbstverständlich sowohl Kosmonauten als auch Astronauten mit der Sojus zur ISS gebracht werden.
Allerdings ist für mich insgesamt gesehen der Aufbau der ISS durch die unterschiedlichen Trägersysteme unverständlich. Würde die Energija noch zur Verfügung stehen, könnte unwahrscheinlich viel Geld gespart werden. Kritiker haben die vielen Shuttle als auch Proton Flüge zum Aufbau der ISS stets kritisiert. Von der mangelnden Ausarbeitung des wissenschaftlichen Programms ganz abgesehen. Bei dem Aufbau der ISS konnten die Russen halt sich nicht durchsetzen. Was leider viele vergessen haben ist die Tatsache, dass es beim Aufbau der ISS auf russischer Seite vor allem die Geldprobleme waren, die ständige Verzögerungen mit sich brachten. Bei den Amerikanern waren es eher die ungelösten technischen Probleme, die zur Verzögerung führten. Was aber leider keinen so richtig interessierte.
Was die Sicherheit der Shuttle betrifft, hatte ich schon seit geraumer Zeit ein ungutes Gefühl. Da man in letzter Zeit einiges erfahren konnte, dass es wohl erhebliche Probleme mit den Shuttle gibt.
Reinhard

von Reinhard - am 03.02.2003 20:33
Hallo!
Gleich zum zweiten mal bei euch.
Ich bin eher durch Zufall bei euch gelandet. Eigentlich ist mein Interessengebiet die Frühentwicklung der Raumfahrt. Ich selbst bin Mitglied des Hermann Oberth Museums und führe eigene Recherchen zu diesem Gebiet seit einigen Jahren durch.So bin ich auf eure Seite gekommen. Was ich im vorigen Beitrag erwähnte, ist zum Teil aus dem Munde russischer wie deutscher Wissenschaftler. Aber auch aus verschiedener Raumfahrtliteratur.
Da ich die Beiträge zu dem Shuttleunglück aufmerksam gelesen habe, nur den einen Hinweis: Bewahrt die Sachlichkeit. Nicht jede Kritik ist antiamerikanisch, auch wenn die Formulierung zugegebener Maßen recht hart war. Für mich gesehen, haben die Amerikaner einige Fehler schon gemacht. Aber ob man nach dem Feststellen speziell zu diesem Unglück etwas machen konnte, ist sehr fraglich. Da die Columbia weder an die ISS andocken noch für EVAs gerüstet war.
Zum Schluss noch eine Bemerkung: Unter der Ruprik Raumfahtgeschichte finde ich zwar was über Oberth, W. von Braun, R. H. Goddard, Kroljow usw. wo aber bleibt derjenige, der zum ersten Male wissenschaftlich die Möglichkeit die Eroberung des Weltalls mittels Raketen vorausgesagt hat? Gab es denn da nicht auch Konstantin E. Ziolkowsky? Es wird in diesem Jahr der 100. Jahrestag sein.
Grund genug um an diesen zu erinnern oder?
Reinhard

von Reinhard - am 03.02.2003 21:08
Zitat

Allerdings ist für mich insgesamt gesehen der Aufbau der ISS durch die unterschiedlichen Trägersysteme unverständlich. Würde die Energija noch zur Verfügung stehen, könnte unwahrscheinlich viel Geld gespart werden. Kritiker haben die vielen Shuttle als auch Proton Flüge zum Aufbau der ISS stets kritisiert.

Mit einer Energija oder auch einer Saturn V könnte man sicher viel mehr Nutzlast auf einmal transportieren. Immerhin knapp drei mal so viel wie ein Shuttle. Leider wird die Energija aber schon seit 25 Jahren nicht mehr hergestellt und man muss das benutzen, was zur Verfügung steht. Es wäre wahrscheinlich auch zu kostenaufwendig, für ein paar Flüge diesen Raketentyp wieder zu bauen.

Gruß
Lipi

von Ulrich - am 04.02.2003 18:09
Hi, Lipi,

dein erster Bild-Link funkioniert nicht.

http://t-news.t-online.de/zone/news/pano/fs/fp-columbia9,property=thumbnail.jpg

Gruß

Querkopf

von Querkopf - am 07.02.2003 01:42
Hallo Querkopf,

auf die Telekom ist einfach kein Verlass. ;-) Ich habe den Link deshalb entfernt.

Gruß
Lipi

von Ulrich - am 07.02.2003 11:08
Hallo Lipi,

gefühlsmäßig könnte ich sogar zustimmen. Dennoch ist Deine Feststellung eine unzulässige Verallgemeinerung. ;-)

(Mein Spruch könnte von meinem Nachbarn stammen.)

Gruß Uwe R.

von Uwe R. - am 07.02.2003 20:30
Hallo Uwe,

Zwei mal "könnte" in einem Beitrag - du besserst dich in Aussagen, die nicht viel aussagen.

Gruß Jens

von Jens - am 08.02.2003 08:24
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