Das Kind hat einen Namen

Startbeitrag von Antares am 30.06.2006 20:56

Hallo,

jetzt ist es offiziell:
Die Trägerraketen für das künftige amerikanische Mondprogramm werden Ares I und Ares V heißen:
http://www.nasa.gov/mission_pages/exploration/spacecraft/ares_naming.html

Gruß
Antares

Antworten:

Jep

und hier noch ein Grössenvergleich zwischen Saturn 5, Shuttle, Ares 1 und Ares 5

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:NASA_launch_vehicle_comparison.jpg

Wobei:

Wenn ich mir so Ares 1 anschaue wirds mir ziemlich unwohl: Ob da das Gleichgewicht stabil sein kann?
Das Ding kippt doch schon beim Start um.... :eek:

(Erinnert mich an die Vanguard-Raketen der frühen Ende-50-igern, die kippten auch auf der Startrampe)

von Max 2 - am 01.07.2006 07:08
Hallo Max,

fehlt nur noch ein schöner Name für das Projekt (anstelle von CEV)!

Gruß
Antares


von Antares - am 01.07.2006 07:49
Hallo Maxe,

nicht so ganz, einen Kegel oder einen Baseball-Schläger kann man am besten "jonglieren" bzw. im Gleichgewicht halten wenn man ihn mit der dünnen Seiten nach unten in z.B. die Handfläche nimmt.





Gruss Dirk :spos:

von Dirk E. - am 01.07.2006 09:44
Hi Antares,

ich habe irgendwo im Net gelesen (ich weiss leider nicht mehr wo), das das
Gerücht herumgeistert, das Projekt würde den Namen "Athena" resp. "Minerva" erhalten ...

Athena/Minerva = Schwester von Apollo

Gruss

Dirk :spos:

von Dirk E. - am 01.07.2006 09:46
Hi Dirk

jaaa schoooon, aber:
Noch einfacher kann man den Baseball-Schläger mit der dicken Seite in der Hand halten, sprich: Schwerpunkt nach unten. Bei Ares 1 ist der Schwerpunkt bedenklich hoch oben.

Aber nun gut, die NASA-Spezialisten werden ja wohl wissen, was sie auf die Abschussrampe stellen.

:cheers:

von Max 2 - am 01.07.2006 09:56
Nun ja.
Die alten Titan Raketen, mit denen die Gemini Kapseln hochgeschossen wurden, hatten den Schwerpunkt wohl ähnlich hoch, und damals war die Steuerungstechnik noch nicht so weit wie heute. Trotzdem sind alle dahin gekommen wo sie hin wollten.
Auch die Ariane IV war oben recht dick.

von Brainstorm - am 02.07.2006 10:11
Das Stabilitätproblem mit dem Baseball-Schläger hat nichts mit dem einer Rakete zu tun.
Das hat Goddard schon gemerkt und lässt sich auch leicht nachvollziehen.

Beim Baseballschläger wirkt die Kraft, die man mit der Hand einleitet, immer nach oben.
Dadurch entsteht bei geringer Schieflage ein Drehmoment um den Schwerpunkt, der das
Ding dann zum Kippen bringt. Hält man das Teil hingegen am oberen Ende fest. So wirkt
das Moment der Auslenkung entgegen und das ist stabil.

Bei der Rakete wirkt der Schubkraftvektor im idealen Fall immer durch den Schwerpunkt,
weshalb es kein resultierendes Moment gibt. Wenn ein Moment entsteht, dann nur durch
Imperfektionen, wie ungleichmässig arbeitende Triebwerke, Position des Schwerpunktes u.s.w.
Grundsätzlich ist das Moment aber von der Neigung der Rakete unabhängig. Auch wenn
das Triebwerk oben sitzen würde, wie von Goddard versucht, ändert sich am Stabilitätsproblem
nichts. Das Teil ist immer im sogenannten indifferenten Gleichgewicht. Es gilt also lediglich
durch die Steuerungstechnik Imperfektionen auszugleichen. Natürlich ist das bei höher
gelegenem Schwerpunkt schwieriger als bei niedrigem, da die Imperfektionen ein höheres
Moment hervorrufen.

Gruss,
Incredible

von The incredible - am 03.07.2006 10:37
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