Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Mondlandung oder ein gigantischer Schwindel?
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Brainstorm64, Scotsh, silvio

TV Tip

Startbeitrag von silvio am 12.12.2006 07:25

Heute abend

WDR
Quarks & Co.
21:00

Aliens gesucht, zum Beispiel beim Stern Nr. HD 69830
41 Lichtjahre von uns entfernt sind dort drei Planeten entdeckt worden, davon einer in der sogenannten habitablen Zone. Da lohnt sich vielleicht eine gezielte "Suche"...

Na ?
:eek:

Antworten:

Danke für den Tipp, werds mir mal anschauen.

Ich glaube ich hatte schonmal von dem Fund gelesen, ein Planet in der habitablen Zone, allerdings glaube ich das es wie bisher alle extrasolaren Planeten Gasriesen sind.
Es müssen einfach stärkere Teleskope her um erdähnliche Planeten erspähen zu können :(
Hoffe da tut sich was in den nächsten Jahren :)

von Scotsh - am 12.12.2006 17:19
Das mit dem Aufspüren von extrasolaren Planeten ist nicht so einfach.
Rein theoretisch können Planeten entdeckt werden, die folgende Bedingungen erfüllen:
Mindestens 2 Erdmassen, bei einem Abstand von 0,01 AE (1 AE entspricht dem durchschnittlichen Abstand Erde-Sonne) von ihrem Heimatstern. Das ist aber rein teoretisch, denn in einem so geringen Abstand kann kein Planet existieren.
Mindestens 3-4 Erdmassen, bei einem Abstand von 0,03 AE (dem Mindestabstand bei dem ein Planet existieren kann)
Mindestens 40 Erdmassen, bei einem Abstand von 5 AE.
Planteten mit einem größeren Abstand können bisher nicht nachgewiesen werden.

Der Grund dafür ist die Nachweismethode: Extrasolare Planeten kann man auch mit den besten Teleskopen einfach nicht direkt sehen, sondern nur indirekt nachweisen, indem man feststellt, daß sich der Mutterstern etwas bewegt. Stern und Planet kreisen um einen gemeinsamen Schwerpunkt, deswegen wackelt der Stern etwas, wenn er von einem Planeten umkreist wird. Ist der Planet zu leicht, oder der Abstand zu groß, ist die Bewegung des Sterns zu gering, um gemessen zu werden.

Mit dieser Nachweismethode hat man aber nur die Masse des Planeten gefunden (je nach Bewegungsstärke des Sterns, ist der Planet massereicher oder ärmer), aber man weiß nichts über die Dichte, und damit über den Aufbau des Planeten. Er kann groß, und mit geringer Dichte sein, oder klein mit hoher Dichte.

Nur bei wenigen Planeten hat man das Glück, daß der Planet bei seinem Umlauf direkt zwischen den Mutterstern und die Erde gerät. Damit wird der Mutterstern minimal abgedunkelt. Aus dieser Verdunkelung lässt sich der Umfang des Planeten errechnen.

Deswegen kann man bei den meißten der bisher entdeckten Planeten nur die Masse und die Umlaufzeit errechnen. Nur bei wenigen kann man auch auf den Aufbau schließen. Da aber die meißten Planeten (etwas über 200 sind bisher bekannt) deutlich größere Massen als die Erde haben, ist es sehr Wahrscheinlich, daß es sich um Gasriesen handelt, denn derart Massereiche Gesteinsplaneten sind schwer vorstellbar. Man darf gespannt sein, was da im Fernsehen dazu kommt :)

von Brainstorm64 - am 12.12.2006 19:07
Tolle Infos, konnte wieder was dazulernen.
Du kennst dich ja offenbar ganz gut aus bei der Exoplantenbestimmung, vor ein paar Jahren habe ich (damals waren erst ca 2 Dutzend solcher Planeten entdeckt) gelesen das ein gerade entdeckter Planet eine stark elliptische Umlaufbahn hat.
Wie kann das denn bestimmt werden? Mit den von dir genannten Verfahren scheint das ja nicht zu klappen.

von Scotsh - am 12.12.2006 20:58
Naja, Möglicherweise ist das einer, der vor den Stern wandert, da hat man schon eine Information mehr. :)
Außerdem denke ich schon daß das auch anders bestimmt werden kann:
Wenn der Mutterstern nach links und Rechts ausschlägt, aber den Ausschlag zu einer Seite langsamer macht, als zur anderen Seite, bedeutet das, daß der Planet für die Bewegung an einer Seite länger braucht, als für die Bewegung auf der anderen Seite. Das ist im Grunde nurmöglich wenn der Planet auf einer Seite weiter von der Sonne entfernt ist, als auf der anderen. Das geht nur mit einer Elliptischen umlaufbahn.

Wenn man die Bewegung des Muttersterns genau analysiert, kann man sie Bahn des Planeten sehr genau Berechnen.

PS: Falls dich das Thema interresiert, kannst Du Dir auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" (Ausgabe Dezember 2006) besorgen. Da gibt es einen recht umfangreichen Artikel zu dem Thema. Die meißten Informationen die ich oben gepostet habe, stammen aus diesem Artikel. Aber im Heft steht noch mehr dazu drin, war oben nur ein kurzer Abriss :)

von Brainstorm64 - am 13.12.2006 18:52
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.