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Mondlandung oder ein gigantischer Schwindel?
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
silvio, Ulrich, Toni, Dirk E.

Griffins Mondfahrt

Startbeitrag von silvio am 11.02.2007 08:24

Der NASA-Direktor Michael Griffin zur Faszination der Mondfahrt:

Warum der Mond heute die größte Herausforderung für die Menschheit ist
Warum ist es so spannend, zum Mond zu reisen? Was sind die größten Probleme? Was für eine Rakete wird dafür benötigt?


Zitat

WELT.de hat darüber mit Nasa-Direktor Michael Griffin gesprochen. Er soll dafür sorgen, dass Amerikaner im Jahr 2019 wieder auf dem Mond landen können.
Von Norbert Lossau

WELT.de:Warum ist es so spannend, zum Mond zu reisen?

Michael Griffin: Den Menschen hat es schon immer gereizt, zu neuen Ufern aufzubrechen und Grenzen zu überschreiten. In vergangenen Jahrhunderten sind Seefahrer ins Ungewisse aufgebrochen, um Neues zu entdecken. Ein anderes Beispiel ist die Anziehungskraft von Bergen. Menschen wollen einfach ihre Gipfel bezwingen, etwa jene der Rocky Mountains im Westen der Vereinigten Staaten. Dieser Drang, das Unbekannte zu entdecken, ist offenbar in unseren Genen verankert. Wenn das nicht so wäre, dann würden wir heute noch alle in Ostafrika leben.

WELT.de:Ist denn der Mond auch aus wissenschaftlicher Sicht interessant?

Griffin: Wenn man erst einmal die Entscheidung getroffen hat, zum Mond zu fliegen, dann ist es natürlich notwendig, ein ganzes Spektrum neuer Technologien zu entwickeln. Es ist wirklich eine sehr schwierige Angelegenheit, Menschen zum Mond zu bringen. Heute ist tatsächlich der Mond die größte Herausforderung für die Menschheit. Und anschließend wird es der Mars sein. Nicht nur die Technik wird vom Mondprojekt profitieren. Wir dürfen uns eine ganze Fülle neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse erhoffen. Wir werden den Ursprung des Sonnensystems und der Erde besser verstehen. Wir werden riesige Radioteleskope auf der Rückseite des Mondes installieren. Von dort werden wir weit hinaus ins All horchen können - sehr viel weiter, als dies bislang möglich ist. Die Rückseite des Mondes ist wahrscheinlich der beste Ort in unserem Sonnensystem, um diese Forschung zu betreiben. Ebenso ist es sehr Erfolg versprechend, dort große Infrarotteleskope aufzubauen. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, auf dem Mond wertvolle Rohstoffe abzubauen, um diese dann für künftige Weltraummissionen zu nutzen. Das wäre eine wichtige Hebelwirkung.

WELT.de:Was sind die größten Probleme, die vor einer Reise zum Mond noch bewältigt werden müssen?

Griffin: Skeptiker davon zu überzeugen, dass es wichtig ist, zum Mond zu fliegen (lacht). Im Ernst, es gilt, noch einige technische Herausforderungen zu meistern. Das Wichtigste ist die Entwicklung geeigneter Raumschiffe und Antriebssysteme. Tatsächlich ist es so, dass wir hier nach nur 50 Jahren Raumfahrt noch in den Kinderschuhen stecken. Vergleichen Sie das doch einmal mit der Seefahrt. Vor mehr als 1000 Jahren brachen die Wikinger mit ihren Schiffen auf. 50 Jahre später hätte man nicht viel technologischen Fortschritt beobachten können. Doch heute befinden sich in jedem Moment viele Tausend Schiffe überall auf den Weltmeeren. Und die meisten von ihnen sind sicher und schnell. Doch es hat eben 1000 Jahre gedauert, um diesen Standard zu erreichen. Die Weltraumfahrt befindet sich noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung und hat keinesfalls einen vergleichbaren Reifegrad erreicht wie die Schifffahrt.

WELT.de:Um zum Mond fliegen zu können, brauchen Sie eine Rakete, die mit der legendären Saturn-V vergleichbar ist?

Griffin: Ja, sie muss in ihrer Leistungsfähigkeit vergleichbar sein. Da man Menschen nicht schrumpfen kann, gibt es eine gewisse Mindestmasse, die eine solche Rakete ins All transportieren muss. Eine neue Mondrakete muss in der Lage sein, rund 125 Tonnen Nutzlast ins All zu bringen.

WELT.de: Und Sie müssen außerdem eine neue Raumkapsel für die Astronauten entwickeln?

Griffin: Ja, wir brauchen eine Kapsel, mit der die Astronauten bei der Rückreise zur Erde in die Atmosphäre eintauchen können. Nur so lassen sich die extrem hohen Temperaturen beherrschen, die bei der hohen Wiedereintrittsgeschwindigkeit unweigerlich entstehen. Für die Hinreise zum Mond wären jedoch auch andere Raumschiffformen denkbar.



Quelle:

http://www.welt.de/data/2007/01/26/1189188.html?prx=1

Deeer Mann ist am richtigen Platz !

Antworten:

Hallo,

Ich habe vor einiger Zeit mal im Bayerischen Fernsehen glaube ich, ein paar Folgen einer Wissenschaftssendung von und mit Prof. Heinz Haber gesehen, die zur Zeit der Apollo- Vorbereitungen gemacht wurden.
Es ist alles andere als trivial, um zum Mond zu fliegen. Es gilt eine Vielzahl von Bahn- Parametern zu berücksichtigen. --> so ähnlich die Ausführungen von Prof. Haber.
Wie er das dann erklärt hat. --> SUPER !
Und mein Respekt vor der Leistung und den Mut der Apollo 8 Mannschaft (Boden-Crew und Astronauten) wuchs weiter an ...


Grüsse

Toni



von Toni - am 11.02.2007 08:56
... alles richtig, aber - für mich liest sich dieser Artikel so bzw. die Antworten Griffins hören sich so an als wären wir noch nie bemannt auf dem Mond gewesen. Von daher ist er nicht ganz so der Kracher und kommt alles andere als überzeugend rüber ... (3 von 5 Sternen) :rolleyes:

Gruss Dirk :spos:

von Dirk E. - am 14.02.2007 14:20
Zitat

Ja, wir brauchen eine Kapsel, mit der die Astronauten bei der Rückreise zur Erde in die Atmosphäre eintauchen können. Nur so lassen sich die extrem hohen Temperaturen beherrschen, die bei der hohen Wiedereintrittsgeschwindigkeit unweigerlich entstehen.



Hmmm..., ich dachte, so etwas gibt es schon längst? :confused:

von Ulrich - am 15.02.2007 13:47
Hi Lipi

schon, aber die Apollo-Kapsel war volumenmässig nur ein drittel so gross wie die neue, geplante Eintrittskapsel der Orion. Das ist schon ne Neuentwicklung.

Aber ihr habt recht: Griffin tut so, wie wenn Apollo nicht existiert hätte...

Wasser auf die Mühlen der Hoaxer...

:sauer: :biggrins:

von silvio - am 15.02.2007 16:10
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