Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
PYTHA
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Olaf Jehn, Wolfgang Surrey, Carsten Steffen, Uschi Flassig

projektgröße / kantenzahl

Startbeitrag von Carsten Steffen am 08.01.2006 09:20

hallo zusammmen,

ich habe hier einen stand mit +3000000 kanten.
wenn ich z.b. ein solid rechnen will bekomme ich die anzeige
pytha einga - interner fehler

gibt es da nicht eine einstellung um eine höhere kantenanzahl zu bearbeiten.

vielleicht habt ihr ja eine info.

carsten steffen

Antworten:

Hallo,

3 Mio Kanten ist ja schon mal eine Ansage! Kann mir gar nicht vorstellen, dass dieses Projekt noch händelbar ist?

Aus meiner Erfahrung heraus würde ich nach Möglichkeit versuchen, die 500.000 Kanten nicht zu überschreiten, um noch einigermaßen flüssig zu arbeiten. Ab 1 Mio. wird es dann wirklich anstrengend. Dafür ist Einga nicht ausgelegt.

Rundungen brauchen i.d.R. nicht mehr als 12-24 Segmente. Bei Stuhlbeinen oder Rigging gehe ich sogar nur auf 6-8 Segmente. Über den Kantengrenzwinkel des Attributemenüs kann man dann bestimmen, ab wann in RadioLab ein Bauteil "rund" dargestellt wird. Man merkt dort wirklich keinen Unterschied.

Vielleicht ist der eine oder andere Tipp für Sie nützlich?

Gruß, W.Schneider

von Wolfgang Surrey - am 11.01.2006 12:20
Hallo Herr Schneider..
das mit der Reduzierung der Segmente ist schon richtig..
Was mich etwas stört ist der Fall von Bemassung von Runden Bauteilen, die reduziert sind. Dann kann es schonmal vorkommen, das die äusserste Dimension nicht bemaßbar ist, weil dort eben eine gerade Kante ist und kein Segmentpunkt.

Und das ist auch wirklich der einzigste Punkt, an dem AutoCad mir besser gefallen würde.
Scheinbar reduziert ACAD beim bewegen etc. die Segmentierung automatisch. Zoomt man dagegen die Rundung groß, wird die voreingestellte Segmentierung wieder hergesellt, oder über befehl generieren....

Nett wäre dann, wenn quasi die LowLevel Ansicht feststellbar wäre. Oder eben automatisch.... für.... schnelles arbeiten, ansonsten für bemassungspunkte, ausdrucken, etc....

Das.. wäre... nun... geht es anderen auch so?

Gruß

von Olaf Jehn - am 11.01.2006 16:38
Hallo Olaf,

wenn die Segmentzahl durch 4 Teilbar ist, hast Du doch immer in x und y die absoluten Aussenmaße (8, 12,16...Segmente). Darüber hinaus wird das nachträgliche ändern von Segmenten in Zylindern gerade entwickelt. Ich habe es schon ausprobiert und ist wirklich ein Meilenstein! Man kann sogar auf einen Schlag mehrere Zylinder anpassen, wenn sie das gleiche Mutterbauteil haben (sprich: Alle Kopien des Zylinders ändern sich mit!)

Bei allen Möglichkeiten der Automatisierung und netten technischen Gimmicks bin ich nicht uneingeschränkt Deiner Meinung. Große Datenmengen werden immer große Datenmengen bleiben und die wird Pytha nicht je nach Bedarf hin- und wieder wegzaubern können (auch wenn ich mir das sicherlich ebenso wünsche, wie Du).
Ich stelle immer wieder fest, dass man in Zeiten, wo die Rechner noch nicht so schnell waren, viel sensibler und sparsamer gezeichnet hat, um die Hardware zu schonen. Heute haut man Projekte mit Kanten und Rundungen und Fasen voll und wundert sich, dass man nicht voran kommt. Auch in Version 18 wird das "Mitdenken" dem Zeichner nicht abgenommen werden können. Das wird auch in jeder Pythaschulung als aller erstes vermittelt. Ich ziehe prinzipiell ja immer eine "vorausschauende und effiziente Arbeitsweise" eine Übertechnisierung des Programms vor. Die Kehrseite der Medallie ist nämlich, dass ich nicht mehr in mein neues Auto steigen kann, ohne dass sofort der Anschnallalarm losgeht und mich so erschreckt, dass man fast schon wieder einen Unfall baut ;-)

Natürlich bin ich jederzeit offen, vom Gegenteil überzeugt zu werden, ist ja schließlich ein Diskussionsforum! :D

Lieben Gruß, Wolfgang

von Wolfgang Surrey - am 12.01.2006 08:52
Tja. das ist so eine Sache...

Weiss man im Vorfeld einer Präsentation ob eine Animation sinnvoll ist oder ein paar detailgetreue stills..?
Das ist doch schon der entscheidende Schritt..
Denn, Animation kann man auch sehr gut bestehen, wenn es LowData gezeichnet ist.
Ein Still hingegen verzeiht nichts, bzw. unser Auge verzeiht nichts, Gottlob und man muss immer ein Stückchen besser Arbeiten als das kriischte Auge. Um Perfekte Rundungen zu erhalten ist da schon einiges von Nöten. Und wenn es um Stills geht finde ich persönlich schon, dass der Renderer seine Berechtigung hat. Oder etwa nicht?
Gut, ich hatte leider noch nicht die Möglichkeit die neuen Shader und Texturen von Radiolab auszuprobieren, deshalb gerade was Bump angeht hat der Renderer eben etwas vorraus, was Radiolab nicht hat. (Ist Zustand). Und Bump ist schon eine entscheidende Komponente was realistische Stills angeht.. Haptik ... und so...
Na.. bin auf 18 gespannt. Und Ja, natürlich muss der Zeichner immer noch mitdenken und genau planen. Frage ist nur, ab wann ist er eingeschränkt und kann sein Konzept ohne großen Mehraufwand nicht mehr verändern.
Bsp. Kameradialog in Einga. Auch hier finde ich, hat das ganze noch sehr viel Sinn schonmal Perspektiven festzulegen. Problem bei Großen oder Weitläufigen Szenen eben das handeln.. auch mehrere Kameras genau dort wäre lobenswert.
Pytharianer sind niemals zufieden .... aber das ist eben doch für Pytha das interessante..
Der Schrankgenerator... fantastisch.... hier und da noch ein paar kanten, aber im grunde müsste gerade soetwas über eine scriptsprache jedem anwender möglich sein sich selbst hinzuzufügen. Wenn auch der Anwender das sicherlich nicht in der Tiefe macht.
Hätte da einges, was ich durch automatische Abfragen und Bedingungen erleichtern liesse.. sicherlich zu speziell für jeden, deshalb eine freie möglichkeit daten einzugeben.
bsp. türenbau.. speziell bei mir eben t30 systemlösungen.
ich zeichne mir einen wolf was fälze und mittelanschläge, etc. angeht.
es gibt kleine programme auf visual basic, die genau das machen. daten erfassen zu einem system und darauf eine zeichnung generieren. nur leider haben diese kleineren findigen entwickler niemals zugang zu einem cad....
wie die anforderungen wachsen immer sehr schnell in einem jahr.
denke pytha ist froh eine v18 zu bieten um im gleichen moment gibt es wieder eine riesen liste, die vielleicht ganz nett ist.. das wird so bleiben.. und das ist nichts negatives... geht uns doch allen selbst auch so.....
übrigens... von logitech die lx600 mouse ist irgendwie pytha untauglich.. kann das sein, oder bin ich nur zu blöde mit dem ding?
die ist irgendwie mit einer laserabtastung.. entweder bekomme ich das tuning nicht hin oder.... aber das ist genau auch etwas... wo gab es früher bei einer maus beschleunigungsverzögerung und so einen schmarrn......
ich warte dann mal sehnsüchtig auf v18... und stürze mich weiter in die liebe arbeit... bodemuseum berlin... nur wahnsinn...
da hilft ab und an mal pytha... als entspannung.. auch nett...

von Olaf Jehn - am 12.01.2006 21:39
Hallo Olaf,

den Raytracer, obwohl er nach wie vor super Bilder schießt, verwende ich gar nicht mehr. Alles was ich brauche, kann ich mit RadioLab in ausreichender Qualität sehr schnell visualisieren.

Egal, wie viele oder wie wenige Segmente ich verwende, ich habe bis lang keine Visualisierungsunterschiede (z.B. bei den Glanzpunkten) ausmachen können. Wenn welche auf Kugeln oder Freiformflächen aufgetreten sind, sind diese mit den kommenden Shadern passé.
Ich habe eher das Gegenteil festgestellt: Wenn ich eine Kante mit zu vielen Segmenten runde, kriege ich probleme mit einer Korrekten Solid-Darstellung.

Sicherlich ist es gut, einen hohen Qualitätsanspruch zu haben, nur muss ich mich in meinem Fall auch immer Fragen: Wer bezahlt das?
Ich habe mich vor einiger Zeit entschieden, eine Regel zu befolgen, die man auch bei der Softwareentwicklung kennt: 50% der Zeit verbraucht man, um 90% des Projektes fertigzustellen, den Rest fressen die letzten 10%!!! Deshalb habe ich aus Selbstschutz aufgehört, 100%ige Renderings erstellen zu wollen (jedenfalls nicht im Tagesgeschäft). In RadioLab sieht es trotzdem noch besser aus, als das meiste, was cih so von der Konkurrenz sehe... Wenn der Stand dann trotzdem nicht verkauft wird, lag es bestimmt nicht an "unschönen" Faskanten.

Aber ich gebe zu, wenn man als Schreiner ein Einzelmöbel oder eine Küche visualisiert, geht man die Sache bestimmt etwas anders an, als wenn man nur "große" Messestände visualisiert.

Vielleicht wird es ja irgendwann die Möglichkeit geben, Projekte nachträglich in der Kantenanzahl zu reduzieren. Solange die Protokollierung die Zeichenperformance nicht ausbremst, soll es mir recht sein ;-)

Gruß, Wolfgang

von Wolfgang Surrey - am 13.01.2006 12:47
ja, habe es geschaft das projekt im radiolab fertigzustellen.
habe probiert zu vereinfachen was geht.
war ein areal mit messeständen von 60 x 70 mtr.

was mit auffiel ist das wenn das projekt im arbeitsspeicher mehr platz bedarf und der rechner anfängt auszulagern wird es kritisch und das projekt ist mir mehrfach abgeschmiert.

vielen dank für duie unterstützung.

carsten steffen

von Carsten Steffen - am 16.01.2006 13:40
Hallo Herr Schneider,

sollten Sie gar über hellseherische Fähigkeiten verfügen oder hat bei uns jemand aus dem Nähkästchen geplaudert??

In Richtung Kantensparen haben wir uns in der Weihnachtszeit tatsächlich so unsere Gedanken gemacht...
Ich will aber noch nicht zu viel verraten ;)

Wünsche gute Vorfreude auf V18!

Uschi Flassig
PYTHA Lab

von Uschi Flassig - am 16.01.2006 14:21
Hallo Herr Steffen,

ja, das mit der Auslagerungsdatei ist kritisch. Sobald es merklich langsamer wird, am besten das Projekt sichern (als neue Datei, niemals überschreiben, jedenfalls nicht während man noch im Erstellungsprozess ist...) und den Rechner komplett runterfahren und ausschalten. Danach wieder hochfahren, dies verschafft einem wieder für einige Zeit Ruhe.

Bei Ihren Projektgrössen würde ich jedoch alsbald RAM aufrüsten. Wir arbeiten derzeit mit 2 GB schnellem RAM, habe aber auch schon von Kunden gehört, die 4 GB im Einsatz haben.
Wichtig dabei: Erhöhen Sie auch den virtuellen Arbeitsspeicher (aufpassen mit der Partitionsgröße Ihres Laufwerks.)

Damit der virtuelle Speicher nicht fragmentiert, auch mal folgendes versuchen, falls noch nicht bekannt (auf eingene Gefahr...):

Rechte Maustaste auf ARBEITSPLATZ, >Eigenschaften > Erweitert > Einstellungen für Systemleistung > Erweitert > Ändern von virtuellem Arbeitsspeicher. Hier "keine Auslagerungsdatei" wählen und das System neu starten. Danach die Festplattenpartition defragmentieren und schließlich wieder virtuellen Arbeitsspeicher anlegen (für Min und Maxgröße manuell DEN GLEICHEN WERT! auf ca. die doppelte RAM-Größe festlegen, das verhindert zukünftiges Fragmentieren der Auslagerungsdatei und beschleunigt das Arbeiten merklich!).

Grüße, W.Schneider

von Wolfgang Surrey - am 16.01.2006 14:29
Die Vorfreude haben wir alle... bestimmt..

Gruß

von Olaf Jehn - am 19.01.2006 17:17
Kann ich nur empfehlen was Herr Schneider mit der Auslagerungsdatei beschreibt..
Selbst arbeite ich auch mit 2 GB und kann mich nicht beklagen.
Allerdings ist das mit Windows und dem Speicher so eine Sache.
Kenne mich da auch nur c't mässig aus, aber bei z.B. 4 GB Arbeitsspeicher reserviert WindowsXP für sich 2 GB für Programme 2 GB. (ähnlich wenn man 2 GB verwendert) denn ausgelagert wird immer irgendwann etwas..... aber um bei 4 GB mehr für Programme bereitzustellen sollte man nach c't einen Zusatz in der boot.ini eintragen.
Google und GoogleGroups hilft hier weiter...
Auch gibt es unzählige Speicheroptimierungsprogramme, aber die bringen meiner Ansicht nach wenig. Das beste ist immer noch eine sauber Installation und wenige Hintergrunddienste... aber kann man sich diesen wirklich entziehen???

Als ich noch programmierte in TPascal war es immer ein Act mehr Speicher als 640 kb zu bekommen.. wie geht das eigentlich heutzutage? Muss sich ein Programmierer immer noch um Speicher kümmern? Und sind die internen Zwischenspeicher einer Grafikkarte immer noch so unlogisch verteilt wie zu den Anfängen? Erinnere mich noch an den ernormen Aufwand ein Sprite über den Bildschirm zu schicken..... jaja... BGI GraphicsInterface von Borland... Turbo Vision, Assembler, War eine schöne Zeit.

Gruß
Olaf Jehn...
der immer wieder großen Respekt vor Programmieren hat..

von Olaf Jehn - am 19.01.2006 17:28
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.