Tiefenschärfe und Hintergrundlicht im HDR-Modul?

Startbeitrag von Markus Seidel am 20.02.2015 18:39

Wie sind die Zusammenhänge bei der Tiefenschärfe (Depth of Field) in den Fenstern "HDR Darstellung" und "High EndRaytracer"? Muss das Häkchen bei "On" und bei "Tiefenschärfe" gesetzt sein? Die drei Auswahlpünktchen verstehe ich schon, aber letztendlich kommt beim Speichern des gerenderten Bildes immer ein anderes Ergebnis heraus als in der Ansicht zu sehen ist. Könnten Sie mir bitte die Zusammenhänge erklären?

Was ist "Hintergrundlicht" und wie funktioniert es?

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Antworten:

Niemand eine Idee?

von Markus Seidel - am 23.02.2015 16:46
Hallo,

Die Einsteller im HDR Dialog beziehen sich auf das in Echtzeit dargestellte Bild. Dieses Bild kann man im normalen „Bild Speichern“ Dialog sichern. Die Darstellung in Echtzeit lässt sich nicht so genau simulieren wie in einem Raytracing. Daher wird auch nicht der Blendenwert simuliert.

Die Einsteller im Raytracer Dialog beziehen sich auf das Bild welches gerechnet wird. Die Fokussierung wird aus der Echtzeit übernommen. Nur die Blende wird gesondert eingestellt. Umso kleiner die Blende, desto kleiner ist der Scharf dargestellte Bereich.

mit freundlichen Grüßen

Florian Spicka

von Florian Spicka - am 24.02.2015 07:25
Vielen Dank für die Erklärung Herr Spicka! :-)

Also schiebt man den Regler im Echtzeitdialog am besten ganz nach links, damit kein falscher Eindruck vom Ergebnis entsteht und dieser hat keinerlei Einfluss auf das Raytracing-Ergebnis?

von Markus Seidel - am 24.02.2015 08:23
Hallo Herr Seidel,

der "On"-Schalter im HDR-Dialog steuert die Echtzeit-Tiefenunschärfe. Das ist ein 2D-Bildverarbeitungseffekt, der mithilfe des Tiefenpuffers Tiefenunschärfe simuliert und auch nachträgliche Veränderungen der Fokusdistanz und der Stärke der Unschärfe erlaubt.
Dieser Effekt ist für die Echtzeit-Darstellung gedacht, kann aber auch auf ein Raytracer-Bild angewendet werden.

Die "Tiefenunschärfe" im Raytracer-Dialog simuliert Tiefenunschärfe einer realen Linse abhängig von Blendengröße und Blenden-Form (Bokeh). Wie in der realen Fotografie kann man hier im nachhinein nichts mehr verändern.

Somit kann man bei Raytracer-Bildern zwischen einer langsamen, hochqualitativen Tiefenunschärfe oder einer sehr schnellen Approximation wählen. Wobei die letzere meistens ausreichend ist um ein Bild realistischer zu gestalten oder Bildelemente hervorzuheben. In bestimmten Situationen kann übrigens eine Kombination beider Verfahren zu besseren Ergebnissen führen.

Gruß

Robert Kuchar

von Robert Kuchar - am 24.02.2015 16:55
Auch Ihnen vielen Dank für die Erklärung Herr Kuchar!

Was mir nur aufgefallen ist, und das war der eigentliche Grund an dieser Stelle mal nachzufragen, ist dass mir der Zusammenhang gefehlt hat. Und ich habe andere Erfahrungen gemacht. Wenn ich ein Bild mit dem Raytracer berechnet habe, und im Echtzeitdialog den Regler z.B. ganz nach rechts geschoben habe, was ja einen direkten starten Effekt zeigt, kann ich diesen Effekt nicht "mit"-abspeichern. Es wird nur die Tiefenschärfeeinstellung aus dem Raytracer in der Bilddatei gespeichert. Was kann ich denn da falsch machen?

von Markus Seidel - am 24.02.2015 19:56
Hallo,

da machen Sie nichts falsch. Die- ich nenne es mal „Echtzeit Tiefenunschärfe“, wir nur gespeichert wenn die Auflösung des gerechneten Bildes nicht die des im Perspektivfenster angezeigten Bildes überschreitet. Sie wird nur gespeichert wenn der rote Rahmen beim Rechnen von hochauflösenden Bildern nicht angezeigt wird.

mit freundlichen Grüßen

Florian Spicka

von Florian Spicka - am 25.02.2015 07:47
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