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Informationen zum Thema:
Forum:
PYTHA
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ralf Sonntag, Cornelius Adam, Claudius Richter

PC Konfiguration "Hyperthreading"

Startbeitrag von Claudius Richter am 07.10.2015 17:53

Hallo,

ich bin derzeit dabei mir einen PC (P/L?) für Pytha zusammenzustellen und dabei ist folgende Frage aufgetaucht:

Nutzt Pytha Hyperthreading also sollte ich beispielsweise zu einem Xeon 1231v3 greifen anstatt zu einem Intel Core i5-4460 bei ähnlicher Single-Core Leistung?
Obwohl der Xeon gleich mal schlappe 80€ teurer ist:170 € vs 250€
Oder ist der Nutzen zu vernachlässigen?

Vielen Dank im Voraus

Antworten:

Hallo Herr Richter,

soweit ich beurteilen kann, nutzt Pytha kein Hyperthreading. Die Raytracer können mehrere Kerne nutzen, dabei bringt Hyperthreading aber keinen Vorteil.
Hyperthreading ist nützlich, wenn auf Ihrem Rechner mehrere verschiedene Programme gleichzeitig ablaufen, also z.B. mit RadioLab einen Videofilm generieren und Sie gleichzeitig Bildbearbeitung oder Videoschnitt betreiben.
Für die 80 €, die Sie mit dem i5-4460 sparen, kaufen Sie sich besser eine zusätzliche SSD für die Eigenen Dateien, davon haben Sie mehr.
Auf [www.cad-adam.de] können Sie nachlesen, wie ich mir eine Workstation zusammenstellen würde und warum.

Mit freundlichen Grüßen von

Cornelius Adam

von Cornelius Adam - am 07.10.2015 20:56
Hallo Herr Richter,

Hyper-Threading ist eine (Intel-)Technology um auf einem Kern Prozesse parallel (Multihtreading) ablaufen lassen zu können. Aus einem Prozessorkern werden so virtuell zwei. Das konnte man in früheren Windows-Versionen auch im Taskmanager sehen. Bei einem modernen 4-Kern Prozessor sah man da 8 Prozessor-Diagramme.
RadioLab nutzt das Multithreading mit deutlichen Gewinn an Performanz für die Lichtberechnung, den High--End-Raytracer und auch für die Graphikausgabe. Also auch das Hyperthreading.
Das Problem ist nur, dass bei zunehmder Anzahl von Kernen der Performanzgewinn im kleiner ausfällt, da alle Kerne auf den gleichen Hauptspreicher (RAM) zugreifen. Bei Hyperthreading wirkt sich das noch mehr aus, da sich die virtuellen Kerne den gleichen Cache teilen müssen.
Der Cache dürfte beim dem Xeon-Prozessor größer sein, daher kann schon sein, dass er etwas schneller ist. Aber insgesamt ist keine dramatische Beschleunigung zu erwarten.
Ich hatte schon immer Zweifel ob sich die schnellste und teuerste Prozessorvariante lohnt. Jedes Jahr kommt eine neue Prozessorgeneration raus und die ist dann nochmals schneller.

Und Herr Adam hat schon recht. Eine SSD bringt für den Alltag wahrscheinlich mehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Ralf Sonntag

von Ralf Sonntag - am 08.10.2015 07:26
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