(Garantieprobleme 2) Kaufvertrag ungültig ?

Startbeitrag von Sachse am 28.06.2001 20:04

An alle Mitsubishi-Freunde,

Nachdem nun auch der 3. Versuch der Reparatur fehlgeschlagen ist bin ich absolut ratlos, was nun mit meinem Getriebe los ist. (Siehe Nachricht Garantieprobleme vom 25.6.01).

Der Händler hat sich nun geweigert das Fahrzeug zu wandeln und pocht darauf, dass das Fahrzeug doch fahrbar ist und eigentlich alle ok ist. Des weitern habe ich nun erfahren, dass es sich bei meinen Fahrzeug um ein EX-Mietwagen handelt. ( das erklärt auch den Schaden oder ?) Wehrend des Verkausgespräches vor 3 Wochen wurde ich nicht darüber informiert. Es steht auch nicht im Kaufvertarg. Kann ich nun wegen vortäuschung falscher Tatsachen den Kaufvertrag rückgängig machen?

Und der absolute Knaller ist, dass nun, wo nichts mehr geht, ein Sachverständiger von Mitsubishi kommen soll und das Problem beurteilen soll. Dieser soll állerdings erst im August kommen. Ich finde das ist reichlich spät!!! Was soll ich bloß machen? Wer hat einen Tip? Wie kann man erreichen dass der Mann früher kommt?

Welche rechtliche Schritte kann ich nun einleiten?

Die Mitsubishi-Hotline von der Hompage ist auch doof. Niemand erreichbar, immer nur der Anrufbeantworter? Gibt es hier noch eine andere Nummer?

Hat jemand eine Idee was nun zu tun ist. Der Gesamtzustand des Wagens (Carisma) wird durch die elende Bastelei nicht unbedigt besser.

Vielen Dank für die Hilfe im voraus und ein Gruß an alle Fans

Sachse

Antworten:

Also sorry erstmal das du so gelinkt worden bist sauerei das dürften die hier nicht tuen die wären sfort pleite. Aber nun zum Thema ich würde mir auf jeden Fall mal schriftlich geben lassen das das Auto in Ordnung ist. DEin Kaufvertrag wird auf jeden Fall rechtskräftig also gut aufheben wird noch wichtig. Hast du eine Verkehrsrechtsschutzversicherung wäre super für dich hat mir schon unheimlich geholfen. Also ich würde morgen zu dem Händler hingehen mir alles schriftlich geben das alles TOP am Wagen ist wichtig km etc. aufschreiben oder am besten auf ein Gutachten pochen aber egal und im gleichen Zug erstmal mit dem Anwalt drohen da entzscheiden sich die meisten wundersamer weise schon um. Wenn es nicht hilt zu nem Anwalt gehen oder Leute suchen die auch Probleme mit dem Händler haben dann wird der Anwalt nicht zu Teuer falls doch keiner eine Verkehrsrechsschutz hat. Also ich drücke dir ganz doll die Daumen das alles klar geht zu deinen Gunsten.
PS:in welcher Stadt wohnst du????

von Tim - am 28.06.2001 21:44
Tag!
Wenn ein Auto geschäftlich genutzt worden ist, muß das im Kaufvertrag stehen. Mit der Wandlung ist's schwierig, weil sich da jeder bis zur letzten Minute drum drückt, was ich aber auch verstehen kann. Was hier schon mal stand: der Händler hat drei Versuche um das Problem zu lösen, muß aber genau ein und der selbe Fehler sein. Hast du das ganze mal einem anderen Händler vorgeführt und den den Fehler feststellen lassen? Sollte der den Fehler auch feststellen, laß es dir schriftlich von ihm bestätigen. Wichtig ist auch, daß du Nachweise hast, wann du jeweils in der Werkstatt warst und was dort gemacht wurde. Auch wenn die das Auto nur kurz ohne Rechnung angeschaut haben. Solltest du irgendwo einen Anwalt in der Familie haben, frag mal den nach Rat und laß dir evtl. von ihm ein Schreiben aufsetzen. Soll schon Wunder gewirkt haben. Was natürlich wirklich das günstigste wäre, wie Tim schon meinte, wäre eine Rechtsschutzversicherung. Solltest du beim ADAC sein, kannst du dich auch dort beraten lassen. Es gibt auch noch eine Schiedsstelle des KFZ-Gewerbes, die normalerweise durchaus daran interessiert sind sowohl den Kunden, als auch den Händler zufrieden zustellen. Adresse von sowas müßte entweder die örtliche Handwerskammer oder Innung haben.
Tschüß Harti
Ich wünsch dir viel Glück!

von Harti - am 29.06.2001 01:35
Hallo......
also ich finde das es egal ist ob´s Getriebe jetzt in Ordnug iss oder eventuell gemacht werden würde......fakt ist doch das das Fahrzeug verkauft wurde, ohne Angabe der geschäftsmäßigen Nutzung!!!! Mir wäre das allein Grund genug den Vertrag als ungültig zubetrachen, da dies ....
1. gesetzlich vorgeschrieben ist dies in einem Vertrag zu erwähnen.........

2. ich auf diesen Grund kein Vertrauen mehr in das Fahrzeug und den Händler hätte........

Ich würde mir ein Schreiben über den Anwalt aufsetzen lassen ( um meinen Ansprüche und die eventuellen Fristen zu wahren...so genau kenne ich mich auch nicht aus...)und mich an die Schiedsstelle wenden.......

Ich persönlich würde alles Versuchen dieses Fahrzeug dem Händler wieder zurück zugeben........denn die Tatsache das es ein Mietwagen war ist hier doch jetzt höher zubewerten als der eventuelle Getriebeschaden...... mechanische Schaden können immer auftreten, da kann man nicht dem Händler die Schuld geben.........aber übers Ohr gehauen zu werden...........das ist kein schönes Bild für diesen!!!!

Also..ich drück Dir die Daumen..........

MFG......ULI

von Uli - am 29.06.2001 03:39
Hi Sachse.

Ich hab vor Kurzem meinen Betriebswirt (VWA) gemacht, und Vertragsrecht gehört da in nicht unbeträchtlichem Maße dazu.

Der Sachverhalt liegt eigentlich klar auf der Hand:

1. Mehrmaliger erfolgloser Versuch der Mängelbeseitigung -> Recht auf Minderung (= Herabsetzung des Kaufpreises) oder Wandelung (= Rückgängigmachung des Kaufvertrags)
2. Unterlassener Hinweis auf gewrbliche Nutzung des Wagens -> erfüllt so gesehen bereits den Tatbestand der arglistigen Täuschung, wenngleich Arglist i.d.R. schwer nachzuweisen ist. Wenn der Händler aber zugibt, gewußt zu haben, daß es ein Mietwagen war, hat er schon verloren; gleiche Rechtsfolgen wir 1.

Leider hab ich mein BGB grad nicht greifbar wegen der exakten §§, aber die zugehörigen sind §§ 433 ff. (allg. Kaufvertragsrecht).

Ich würde vorschlagen, dem Händler zum Einen erst einmal den entsprechenden Passus in seinen Allg. Geschäftsbedingungen (meist auf der Rückseite des Vertrages) hinsichtlich erfolgloser Nachbesserung zu zeigen (das mit dem "3x" ist übrigens Humbug: Gesetzestext lautet auf "Mehrmalig", wobei das bei einem Gattungskauf wie einem Auto eigentlich schon früher sein kann, da gehen die Meinungen der Gerichte aber auseinander). Zusätzlich würde ich ihm gegenüber das Thema arglistige Täuschung erwähnen.
Mal sehen, wie er reagiert.

Stellt er sich stur: Rechtschutzversicherung udn Anwalt einschalten und den Knaben sauber eins auf die Mütze geben.

Ich hoffe das hilft.

Ciao,
Michael

von Michael - am 29.06.2001 06:08
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.