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Mondlandungs(f)lüge?
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Matze II, LarsK., Harald Kucharek, Ullerich, gandhi, Schroeffu

Masse ist immer die gleiche

Startbeitrag von Schroeffu am 15.09.2004 20:59

Ich mache glaub ein Denkfehler.
Beim SPRUNG sagt man die Masse ist immer die gleiche, er könne also nich 10 meter springen.

Na toll, und wieso solle er dann den Rover hochhebne können das is ja auch dieselbe masse
Zitat

Der Rover hatte eine Leermasse von 210 kg und wog somit auf dem Mond leer nur 35 kp. Dadurch war ein Umsetzen des leeren Rovers per Hand kein Problem und dürfte wohl des öfteren praktiziert worden sein.


Der Astronaut wog auf der Erde auch 80 Kilo (naja ca.) und auf dem Mond vll. noch 30 ?

*denkfehelrmach?*

mfg
Schroeffu

Antworten:

Die Masse eines Objekts ist absolut unveränderbar. Sie bleibt immer gleich, ob jetzt Rover oder Astronaut.
Was sich verändert, ist nur die Anziehungskraft, die auf diese Masse wirkt.

Ein springender Astronaut auf dem Mond kann wegen dieser geringeren Schwerkraft also höher springen als er es auf der Erde tun könnte.
Dummerweise hat er ziemlich viel Ausrüstung (ca 80 kg) an, die ihn auch in seiner Bewegungsfreiheit zusätzlich behindert. Hinzu kommt die unveränderte Masseträgheit des Astronauten. Auf der Erde würde man in der selben Ausrüstung noch weit weniger hoch springen können.

Der Rover allerdings wurde ja nicht geworfen ;) , sondern leicht angehoben und gedreht, was wegen der geringeren Schwerkraft problemlos möglich ist. Es handelt sich hier also um zwei völlig verschiedene Vorgänge.

In beiden Fällen sind die Bedingungen völlig gleich. Dein Denkfehler ist die Annahme, dass Masse und Gewichtskraft das selbe seien.

gandhi

von gandhi - am 15.09.2004 22:01
hallo Schroeffu ,

Zitat

Ich mache glaub ein Denkfehler.
Beim SPRUNG sagt man die Masse ist immer die gleiche, er könne also nich 10 meter springen.

Na toll, und wieso solle er dann den Rover hochhebne können das is ja auch dieselbe masse


ich habe mal gesehen wie zwei möbelträger auf der erde ein klavier getragen haben. trotzdem waren sie nicht in der lage es hochzuwerfen!? wieso nicht, die masse verändert sich doch beim werfen nicht.

gruss matze II:hot:

von Matze II - am 17.09.2004 00:01
Hallo Schroeffu,

wie schon meine Vorschreiber richtig bemerkt haben, ist Masse und Gewicht, oder genauer: Gewichtskraft, nicht das selbe. Die Aussage, ein Mensch wiege z.B. 80kg ist genau genommen falsch, da die Einheit kg für die Masse eines Körpers steht. Das führt dazu, dass ein Mensch (oder jeder beliebige Körper) auf jedem beliebigen Himmelskörper die gleiche Masse besitzt. Das, was man Gewicht nennt ist eigendlich eine Kraft, nämlich die Kraft, mit der die Erde dich anzieht. Eine Kraft ist immer das Produkt aus einer Masse, und der Beschleunigung, die dieser Körper erfährt, also: F=m*a.
Für die Erde bedeutet das, dass die Gewichtskraft, die auf einen Körper wirkt, das Produkt aus seiner Masse und der Erdbeschleunigung g ist, also: Fg=m*g.
Angenommen ein Körper hat eine Masse von 80kg, dann bedeutet das für die Gewichtskraft auf der Erde: Fg=80kg*9,81m/(s*s)=784,8N. Befindet sich dieser Körper auf dem Mond mit einer 'Mondbeschleunigung' von 1,62m/(s*s) (am Äquator) so wirkt eine Gewichtskraft von Fg=80kg*1,62m/(s*s)=129,6N auf ihn. Das ist fast genau 1/6. Er wiegt also auf dem Mond nur 1/6, obwohl seine Masse die gleiche ist.

Ich hoffe das war einigermassen verständlich.

Gruß ... Lars

von LarsK. - am 18.09.2004 13:51
hallo LarsK,

das die masse immer die gleiche ist hat Schroeffu glaube ich verstanden. sein problem ist wohl folgendes:

1.
ein mensch kann auf dem mond nicht 10 m hoch springen obwohl er bloss 1/6 wiegt. begründung diese seite: die masse ist die gleiche wie auf der erde.

2.
das mondauto kann ein mensch auf der erde nicht anheben. 210 kg sind eben zu schwer. aber auf dem mond geht es, obwohl doch die masse die gleiche wie auf der erde ist.

warum spielt die masse beim springen eine rolle und beim anheben nicht?

darum mein beispiel mit den möbelträgern/klavier. da ist alles konstant ausser der bewegungsvorgang.

gruss matze II

von Matze II - am 22.09.2004 22:59
Hi Matze,

Zitat

1.
ein mensch kann auf dem mond nicht 10 m hoch springen obwohl er bloss 1/6 wiegt. begründung diese seite: die masse ist die gleiche wie auf der erde.

Bitte nicht immer diese 10 Meter. Beim irdischen Hochsprung wird der Schwerpunkt des Menschen über ein ca. 2 Meter hohes Hindernis gehoben (alle Springer liegen flach, wenn sie die Latte überqueren). Da der Schwerpunkt aber so schlapp 1 Meter über Grund liegt (irgendwo Bauchgegend), ist der Höhenunterschied 1 Meter. Und nur der wird vervielfacht.
Geschätzt dürften es also so 7 Meter sein, die man auf dem Mond springen könnte.


Zitat

darum mein beispiel mit den möbelträgern/klavier. da ist alles konstant ausser der bewegungsvorgang.

Da hätte ich auch noch einige Überlegungen:

Denk dir mal einen Hammer auf der ISS. Der wiegt rein gar nichts. Schließlich schwebt er einfach nur so in der Station herum. Haust du dir damit auf den Daumen, wird die Beule genau so groß wie beim Renovieren auf der Erde.

Denk dir einen Heißluftballon. In der Startphase wiegt er nichts. Stell ihn auf einen Badezimmerwaage (ja, die, die immer so große Zahlen zeigt) und die Anzeige zeigt 0 kg an. Selbst ein kleines Kind könnte ihn hochheben.
Aber versuch mal, ihn zu bewegen (mal angenommen, es wäre windstill). Dann bemerkst du seine Trägheit.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 23.09.2004 05:51
Wenn ich es richtig weiss, sind sich die Physiker ja immer noch nicht klar darüber, warum schwere und träge Masse proportional sind. Sie überlegen sich immer neue Experimente, um eventuell doch einen Unterschied zu finden.

von Harald Kucharek - am 23.09.2004 07:22
Hallo Matze, Hallo Schroeffu,

da hab ich dann wohl was missverstanden. Aber auch in diesem Fall gilt der Heilige Gral der Mechanik F=m*a. Um eine Masse m um a zu beschleinigen, braucht man eine Kraft F. Diese Kraft F ist beim Wurf oder Sprung (senkrechter Wurf) immer die gleiche, auf der Erde, wie auf dem Mond. Beim Springen gilt es also, sich selbst mit einer Kraft F um a zu beschleunigen, wobei nach dem Abheben nur die Mondbeschleunigung den Aufstieg bremst (statt der 6-fach höheren Erdbeschleunigung), und den Astronauten nach dem Stoppen zurück in Richtung Mond beschleunigt. Beim Anheben des Mondautos geht es ja nur darum, der Anziehungskraft die Muskelkraft entgegen zu setzen. Weil unsere Muskelkraft nicht von der Mondbeschleunigung abhängt, ist sie (Abgesehen von den Auswirkungen der Schwerelosigkeit wärend des Flugs) die gleiche wie auf der Erde. Die Gewichtskraft des Mondautos hängt aber sehr wohl von der Mondbeschleunigung ab, was es auf dem Mond um 5/6 leichter macht. Die Beschleunigung, die beim Heben auf des Mondauto einwirkt ist vergleichsweise gering, weswegen es sich leicht anheben lässt. Wollten wir es werfen, bräuchten wir erheblich mehr Kraft[edit], weil wir es bedeutend stärker beschleunigen müssten.[/edit]

Ich hoffe, auch das war verständlich genug...

Gruß ... Lars

von LarsK. - am 23.09.2004 07:40

Ich habe es doch nicht angezweifelt....

hallo Ulrich,

Zitat

Bitte nicht immer diese 10 Meter.


doch, denn das hat Schroeffu ja so geschrieben. und ich habe dann geschrieben:
"das die masse immer die gleiche ist hat Schroeffu glaube ich verstanden. sein problem ist wohl folgendes: ......" ;)

gruss matze II

von Matze II - am 23.09.2004 23:53
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