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Mondlandungs(f)lüge?
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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
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Max 2, Harald Kucharek, Doris, Heribert, Klaus F., Franz

Seit 1973 nichts mehr?

Startbeitrag von Doris am 12.12.2004 21:14

Hallo,
da mich das Thema seit einer Diskussion von Freunden interessiert schaue ich mir gerade so alles pro und kontra an. Alles ist überzeugend und doch, warum wurde das dann nie weitergeführt? Es kann doch nicht ewig an den Kosten gelegen haben, den Mond nicht besiedeln zu wollen? Mit dem doch immer sich weiterentwickelnden Stand der Technik müßte es heute schon Wohnsiedlugnen da oben geben, made von USA? Wieso also gabs seit 1973 NICHTS mehr????
Und jetzt auf einmal vorrangig der Mars, ein paar Sonden, die "tadellos" funktionieren und seit Monaten nichts mehr? Keine Bilder etc und plötzlich wieder angebliches Interesse am Mond? Nach dem "großartigen" Sieg der USA, daß deren Sonde natürlich klappte,die europäische nicht, wieder keine Infos mehr, keine weiteren "großartigen" Zeichen ihres technischen Triumphes.
Das kommt mir unglaubwürdig vor, gibt da etwas, was ich nicht verstanden habe.
Wäre sehr interessiert darüber mal etwas von den Experten hier zu erfahren.
Viele Grüße
Doris

Antworten:

Doris schrieb:

Zitat

Hallo,
da mich das Thema seit einer Diskussion von Freunden interessiert schaue ich mir gerade so alles pro und kontra an. Alles ist überzeugend und doch, warum wurde das dann nie weitergeführt? Es kann doch nicht ewig an den Kosten gelegen haben, den Mond nicht besiedeln zu wollen? Mit dem doch immer sich weiterentwickelnden Stand der Technik müßte es heute schon Wohnsiedlugnen da oben geben, made von USA? Wieso also gabs seit 1973 NICHTS mehr????

Doch, genau am Geld und dem politischen Willen es auszugeben, liegt es. Man hat es in den letzten 40 Jahren nicht geschafft, den Transport in den Weltraum signifikant zu verbilligen, vor allem nicht, wenn es bemannt gehen soll, wo noch ganz andere Zuverlässigkeiten verlangt werden.
Zitat

Und jetzt auf einmal vorrangig der Mars, ein paar Sonden, die "tadellos" funktionieren und seit Monaten nichts mehr? Keine Bilder etc und plötzlich wieder angebliches Interesse am Mond? Nach dem "großartigen" Sieg der USA, daß deren Sonde natürlich klappte,die europäische nicht, wieder keine Infos mehr, keine weiteren "großartigen" Zeichen ihres technischen Triumphes.

Du musst zwischen dem unterscheiden, was Du in den Massenmedien publiziert findest und dem, was wirklich passiert. Nur weil ein Thema nicht mehr breitgetreten wird, heisst es nicht, dass es weg ist. Wenn Du an die entsprechenden Quellen gehts, kannst Du Dir tonnenweise täglich frisch Bilder vom Mars angucken, amerikanische und europäische (wobei die europäischen Quellen wesentlich düftiger sprudeln...). Saturn genauso. Aber der wird an Weihnachten in die Medien kommen - wenn Huygens abgeworfen wird - und Mitte Januar - wenn Huygens auf Titan niedergeht (wobei, so wie die Massenmedien funktionieren, wesentlich mehr von Huygens dort hören werden, wenn was schief geht und Huygens *nicht* auf Titan landet. Dann kann man wieder lamentieren, warum für sowas Millionen ausgegeben werden, man kann Schuldige suchen etc)
Und dann wird man nichts mehr von Cassini hören, bwohl sie noch Jahre lang Saturn umkreisen wird und Bilder und Meßdaten schicken wird. Du wirst nichts in den Massenmedien finden, aber in den Fachzeitschriften und hier im Web.
Zitat

Das kommt mir unglaubwürdig vor, gibt da etwas, was ich nicht verstanden habe.

Ich denke, das hätte ich oben geklärt.
Zitat

Wäre sehr interessiert darüber mal etwas von den Experten hier zu erfahren.

Experten sind hier keine, nur interessierte Amateure. Aber das ist eben das gute an den heutigen Möglichkeiten: Man kommt auch als Amateur an gute Quellen heran, um sich vernünftig zu informieren.
Zitat

Viele Grüße
Doris


Gruß zurück,

Harald

PS: Ein paar Links:

Cassini: [saturn.jpl.nasa.gov]
Die Mars Rover Spirit und Opportunity: [marsrovers.jpl.nasa.gov]
Mars Global Surveyor: [mars.jpl.nasa.gov]
Mars Odyssey: [mars.jpl.nasa.gov]
Mars Express: [www.esa.int]

von Harald Kucharek - am 12.12.2004 21:33
Das erklärt zwar vieles, trotzdem, der Gedanke, daß ein erobertes Territorium dann völlig brach liegt und man sich mit ein paar Mondgesteinen zurfrieden gibt, ist für mich keine echte Erklärung, besonders nachdem der kalte Krieg ja wohl beendet war und schließlich weitere Forschung, AUCH vom Mond aus, einiges an BAsis für weiteres gegeben hätte, wie eben Mars etc. Jetzt träumt man von Fahrstühlen und einer Basis 500km von der Erde entfernt, warum also nicht vom Mond aus? 30 Jahre rasanteste Entwicklung auf der Erde in der Technik und man begnügt sich mit ein paar Raumfähren um die Erde herum?? Nein, selbst wenns kein Öl da oben gibt, daß das aus Kostengründen eingestellt wurde und man jetzt es wieder aufnimmt, nachdem China da hat was anklingen lassen, von sie versuchen es selbst mal, ist doch seltsam. Oder hat man eben doch nie den Mond erreicht und kann deswegen jetzt nur mit Alternativen da wieder sich sonnen (Sonden zum Mars?). DAs sind für mich stärkere Argumente, warum es eine "Mondlüge" sein könnte, als alle Fotomontagen zusammen.
Nichts für ungut, das sagt mir einfach das VErhalten von Menschen, sonst würde man nicht trotzdem Menschen auch heimlich klonen wollen, weil man es schaffen könnte und man der ERste dabei sein möchte.
Aber danke für Deine ausführliche Antwort,ich bin aber nicht von der Kostenfrage überzeugt, die hat die Amis auch nicht von einer Schutzblase gegen die Bösen unter Reagan abhalten können.
Beste Grüße
Doris

von Doris - am 13.12.2004 11:08
Nur um der Forschung willen wäre nie soviel Geld ausgegeben worden, um bemannt zum Mond zu fliegen. In den 60ern kamen einfach ein paar Faktoren technischer und politischer Art zusammen und heraus kam die bemannte Mondlandung. Wäre Al Shepard vor Juri Gagarin geflogen, wäre wahrscheinlich heute noch kein Mensch dort oben gewesen. Man wollte den Russen zeigen, wo der Hammer hing und das tat man. Das (zahlende!) Publikum verlor schnell das Interesse, während die Forscher, die dem Programm anfangs eher ablehnend gegenüber standen, immer mehr Gefallen daran fanden.

Und was erobertes Territorium angeht: 1911 erreichte Amundsen den Südpol, Scott einen Monat später. Erst 1956, also 44 Jahre später, setzte erstmals wieder ein Mensch seinen Fuß dort hin.

Und ein aktuelles Beispiel: Es gab mal Überschallverkehrsflugzeuge, z.B. die Concorde. Zur Zeit sieht es nicht so aus, dass in den nächsten Jahrzehnten mal wieder etwas ähnliches gemacht wird. Können wir deshalb annehmen, es wäre ein Fake gewesen? Nein. Es war schlicht zu teuer.

Harald

von Harald Kucharek - am 13.12.2004 11:58
Hi Doris,

mir ist nicht ganz klar, wie dich selbst deine Argumentation weiter bringt.

Zitat

der Gedanke, daß ein erobertes Territorium dann völlig brach liegt und man sich mit ein paar Mondgesteinen zurfrieden gibt, ist für mich keine echte Erklärung,


Davon gibt es sehr viel. Die Antarktis ist erobert, aber wir wohnen dort noch lange nicht. Auch die Tiefsee ist erreichbar, doch die wunderschönen voll verglasten Wohnanlagen, die man manchmal auf Zeichnungen sehen kann, gibt es (noch) nicht.
So vieles ist erobertes Territorium und wird trotzdem nicht genutzt.

Übertrag es auf dich selbst: vielleicht hast du schon mal eine Reise um die Welt gemacht. Oder vielleicht "nur" nach Madagaskar.
Warum nicht jedes Jahr wieder neu? Das Territorium steht dir zur Verfügung, es gibt noch unendlich viel zu entdecken.

Warum tust du es nicht?

Zitat

besonders nachdem der kalte Krieg ja wohl beendet war und schließlich weitere Forschung,


Nach dem kalten Krieg kam Vietnam. Wo sollte da Geld herkommen für Mondmissionen?

Zitat

AUCH vom Mond aus, einiges an BAsis für weiteres gegeben hätte, wie eben Mars etc.


Wenn du das näher ausführen könntest, das wäre schön. Was geht vom Mond aus besser als von der Erde aus oder aus einer Erdumlaufbahn?

Zitat

Jetzt träumt man von Fahrstühlen und einer Basis 500km von der Erde entfernt, warum also nicht vom Mond aus?


Vielleicht, weil vom Mond wegkommen mehr Energie erfodert als aus einer Umlaufbahn wegkommen.

Zitat

30 Jahre rasanteste Entwicklung auf der Erde in der Technik und man begnügt sich mit ein paar Raumfähren um die Erde herum??


Nun, was da oben an Technik herumfliegt ist eben doch deutlich unterschiedlich zu dem, was man noch vor 30 Jahren hochgeschickt hat.
Wenn man genau hinsieht, dann hat sich auch die Satellitentechnik rasant weiter entwickelt.
Leider erfährt man das nicht in der täglichen oder wöchentlichen Presse, sondern man muss schon mit ausreichend Interesse genau hinschauen.

Zitat

daß das aus Kostengründen eingestellt wurde und man jetzt es wieder aufnimmt, nachdem China da hat was anklingen lassen, von sie versuchen es selbst mal, ist doch seltsam.


Seltsam.
Was folgerst du aus seltsam?
Welche anderen Gründe als Kostengründe soll es geben?
Wie stellst du dir die Finanzierung von Mondmissionen vor ?

Eine weitere menschliche Fähigkeit ist die, etwas Sensationelles schnell als normal einzustufen, wenn es mehrmals passiert.
Beobachte dich selbst (und die Medien): die ersten Bilder von Mars und Saturn wurden groß gefeiert in der Presse.
Es kommen immer noch tausende davon an, doch da du sie nicht wahrnimmst, glaubst du, es gäbe sie nicht mehr. Und die Presse zeigt sie nicht, weil sie eben nicht mehr sensationell sind.

Und schließlich: wollen wir erst mal abwarten, ob die USA wirklich eine neue Mondmission finanzieren wollen. Solange nur geredet wird, lässt die Hardware noch auf sich warten.

Zitat

Oder hat man eben doch nie den Mond erreicht und kann deswegen jetzt nur mit Alternativen da wieder sich sonnen (Sonden zum Mars?).


Ist das logisch?

Alles was du bisher hat, ist ein ungeklärtes Gefühl "Ich mach nicht an Kostengründe glauben". Daraus schließt du den Oder-Satz.
Das kann ich nicht nachvollziehen.

Zitat

DAs sind für mich stärkere Argumente, warum es eine "Mondlüge" sein könnte, als alle Fotomontagen zusammen.


Also, ein Argument ist für mich etwas, was auf Tatsachen basiert und logische Schlussfolgerungen daraus zieht.

Wenn du auf Gefühl oder aus Glauben/Unglauben heraus etwas folgerst, dann ist das eben kein Argument. Aus dem Bauch heraus kann man schlecht Tatsachen überprüfen.

Und nein, Fotomontagen beweisen nichts (außer, wenn man zum Beispiel die Flugkurve von Mondstaub damit analysieren kann), Es ist die Gesamtdokumentation, die außer durch eine echte Mondmission nicht zu erstellen ist.

Zitat

Nichts für ungut, das sagt mir einfach das VErhalten von Menschen, sonst würde man nicht trotzdem Menschen auch heimlich klonen wollen, weil man es schaffen könnte und man der ERste dabei sein möchte.


Versteh ich nicht ganz.
Menschen können klonen, also tun sie es, sagst du.
Und daraus schließt du:
Menschen können die Technik für Mondflüge bauen, also ist das gefakt.

Schau dich selbst an:
Vielleicht bist du schon mal um die Welt gereist oder hast Urlaub ganz weit weg gemacht.
Warum nicht jedes Jahr wieder?
Nur an Kostengründe magst du ja nicht glauben.

Manchmal tut man gut daran, das Verhalten von Völkern und Regierungen mal einfach mit dem eigenen Verhalten zu vergleichen. Man muss dazu die Maßstäbe etwas zurechtrücken.
Aber so unerklärlich ist das Verhalten der Nasa bzw. des die Nasa finanzierenden Kongressen denn nun doch nicht.

Zitat

Aber danke für Deine ausführliche Antwort,ich bin aber nicht von der Kostenfrage überzeugt,


Am besten, du schaust dir mal den Etat der USA für die betreffenden Jahre an, und rechnest ein wenig, wie man neue Mondmissionen da hätte hereinbringen können. Das allerdings musst du schon selbst machen, wenn du nicht überzeugt bist.

Zitat

die hat die Amis auch nicht von einer Schutzblase gegen die Bösen unter Reagan abhalten können.


Versteh ich wieder nicht komplett.
Ich vermute aber, es ist nicht wichtig im Zusammenhang mit den Mondlandungen.

von Klaus F. - am 13.12.2004 13:12
Hoi Doris, Harald, Klaus

ihr schreibt hier natürlich über die grundsätzliche Frage:

Warum nochmals Menschen zum Mond schicken, wenn Roboter immer besser, präzieser und viel billiger die meisten Aufgaben erfüllen können?

In den 60-igern Jahren war das Motiv einzig und allein politisch. Die Russen haben mit dem Sputnik und Gagarin den Westen geschockt und wie Harald schreibt, zückten darauf die Amis den Hammer: "Wir sind besser, schneller und klüger als die Sowiets", und peitschten das Apollo Programm mit grossem Erfolg (und viel Geld und Glück...!) durch.

Nach dem Erfolg der Amis schwand bei den Russen natürlich der Willen, alles nochmals nachzuvollziehen, und sie beschränkten sich mit Erfog auf den erdnahen Raum.

Dann kam der Zusammenbruch der Kommunisten, dadurch fiel natürlich der politische Wettlauf-Druck weg.

Immer wieder die gleiche Frage: Was bringts, politisch, wirtschaftlich, technisch, wissenschaftlich?

Es gab und gibt den optimistischen Satz: Wir fliegen zum Mond/Mars weil es sie gibt.

Da bin ich mir nicht mehr so sicher...

Was der bemannten Mond/Marsforschung natürlich extremen Auftrieb geben würde, wäre das Auffinden von ausserirdischen Artefakten (Ruinen, Gegenstände) auf Mond/Mars.

Also, setzen wir doch klammheimlich auf UFO's oder Ruinenstädte..

*Schmunzel* :p :o ;-) :eek:



von Max 2 - am 13.12.2004 14:47
Hallo Doris,

Menschen werden wieder zum Mond fliegen und auch zum Mars (falls sie sich nicht vorher selbst zerstört haben). Da bin ich mir ganz sicher. Ich bezweifle aber, dass wir das noch erleben werden.
Überleg mal, wie lange es gedauert hat, bis nach Christoph Columbus die ersten Siedler nach Amerika kamen.
Vielleicht ist die Zeit für bemannte interplanetare Flüge einfach noch nicht reif.
So bin ich froh, dass ich zumindest die Apollo-Missionen miterleben durfte.

Gruß
Franz

von Franz - am 13.12.2004 16:23


von Harald Kucharek - am 14.12.2004 15:13
He Harald

woher haste denn den Smiley her...?

Gibt's den auch mit finnischer Flagge?






von Max 2 - am 14.12.2004 16:19
Hi Max,

gefunden :

[www.smileygenerator.de]

Heribert

von Heribert - am 14.12.2004 16:37


Tja, man lernt schnell...



von Max 2 - am 14.12.2004 17:00
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