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Mondlandungs(f)lüge?
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18
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Carl Mahnke, AlfredK, Georg B. Mrozek, Hecht123, Susanne, Ralf L. K., Uwe R., Ralf L.K., Lukas, Klaus F., ... und 5 weitere

Hubble könnte Kerze auf dem Mond auflösen

Startbeitrag von Carl Mahnke am 03.02.2006 21:38

Hallo,

erst einmal möchte ich anmerkten, dass ich kein Mondverschwörer bin. Jetzt bin ich jedoch auf etwas gestoßen, das im Widerspruch zu einer Aussage hier im Forum steht. Vor einiger Zeit wurde hier behauptet, dass die Auflösung des Hubble-Teleskops nicht ausreicht, um die Hinterlassenschaften der Apollo-Missionen aufzulösen. Nun jedoch las ich in der Februarausgabe der Spektrum der Wissenschaft: "Das Hubble-Weltraumteleskop könnte sie [die Kerze] sogar sehen, wenn sie sich auf dem Mond befände"(S.55). Wer hat also Recht?

MfG Carl Mahnke

Antworten:

Hallo Carl,

Zitat

Nun jedoch las ich in der Februarausgabe der Spektrum der Wissenschaft: "Das Hubble-Weltraumteleskop könnte sie [die Kerze] sogar sehen, wenn sie sich auf dem Mond befände"(S.55). Wer hat also Recht?


Na da haben de den Mund aber ein wenig voll genommen.

Man kann es mit dem Hubbletelescope nicht sehen, das wird in Bogensekunden und Entfernung gerechnet. Bei der Entfernung, die der Mond von der Erde hat, muss etwas schon etwa 7om oder sogar noch grösser sein, damit etwas erkennt werden kann, genau weiss ich es nicht.

Alfred

von AlfredK - am 03.02.2006 21:52
Hi Carl,

Ist mit dem Begriff "sehen" das Erkennen der Kerze selber gemeint oder das des Lichtscheins der Kerze?
IMHO müßte Hubble lichtstark genug sein, das Vorhandensein des Kerzenlichtes an sich zu registrieren.

mfg Ulrich



von Ullerich - am 03.02.2006 22:06
Eben, das sind zwei voneinander getrennte Sachen:

- die Lichtstärke einer Kerze mag ausreichen, den hellen Fleck mit Hubble zu "sehen", den die Kerze macht, so wie ich eine Ampel auch in 200 m Entfernung immer noch "sehe", wenn ich die Brille abnehme.

- die Auflösung des Hubble reicht aber nicht aus, die Kerze dann auch mit Flamme, Docht und farbigem Kerzenkörper auf der Darstellung zu sehen.

Sehen und sehen sind zweierlei Dinge. Man müsste mal recherchieren, was denn da nun wirklich gemeint war ... und welcher Redakteur da welchen Wissenschaftler nicht so ganz genau verstanden hat.

von Klaus F. - am 03.02.2006 22:11

Bitte informiere Dich über die Hubble ST basics auf [hubblesite.org]
Da würdest du dann u. a. finden:
Can Hubble see the Apollo landing sites on the Moon?
No, Hubble cannot take photos of the Apollo landing sites.

An object on the Moon 4 meters (4.37 yards) across, viewed from HST, would be about 0.002 arcsec in size. The highest resolution instrument currently on HST is the Advanced Camera for Surveys at 0.03 arcsec. So anything we left on the Moon cannot be resolved in any HST image. It would just appear as a dot.

Here is a picture that Hubble took of the Moon:
[hubblesite.org]

Darüberhinaus muss noch erwähnt werden dass viele "Rekordmeldungen" über dass HST verschweigen, dass das HST eine Kombination mehrerer Instrumente ist, jedes mit einer anderen aufgabe.
Die Faint Object Camera, wenn man so will das am stärksten vergößernde Instrument (erreichte c.a. 0.05 Bogensekunden Auflösung), ist z.B. gar nicht mehr im HST (wurde 2002 ausgebaut). Eine "Rekordwerte" (in ihrer aussagekraft sinnlose werte) bezogen sich auf dieses Instrument.
Arbeitspferd des HST, und von ihr stammen die meisten berühmten Hubble bilder, ist die Wide Field and Planetary Camera 2. Dazu kommt die Advanced Camera for Surveys, die modernste im HST, diese hat die Faint Object Camera ersetzt. Die high-resolution camera innerhalb der ACS kann die FOC mehr oder weniger ersetzen. Mit ihr sind dann maximale Auflösungen erzielbar, die in dem oberen Absatz erläutert wurden.

D.h. das HST kann maximal, unter den besten Umständen, auflösungen von 0.05 - 0.03 Bogensekunden erreichen. Das ist aber um Grössenordnungen zu wenig, um Dinge mit 0.002 Bogensekunden größe zu sehen.

von Discovery_fan - am 04.02.2006 09:29
Hallo!

Gut, kommen wir also zu dem Schluss, daß irgendein Redakteur etwas falsch verstanden hat. Aber worum es eigentlich in dem Artikel ging, war das Large Binocular Telescope, welches "eine zehnmal schärfere Auflösung" besitzen wird (wenn es denn bald fertiggestellt ist). Würde dieser Faktor ausreichen, um den Moonhoax ein für alle mal zu klären?

Carl

von Carl Mahnke - am 04.02.2006 11:55
Hallo Carl,

ich habe mal gegoogled wie verrückt.

Also es ist überall nur die Rede davon, eine brennende Kerze nachweisen zu können, nicht sie zu sehen, dies geschieht dann mit Infrarot. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass man damit auf dem Mond etwas von den Apolloartefakten zu sehen sein kann/muss. Vielleicht ist es möglich, ich weiss es nicht, darüber kann man nirgends etwas lesen.

Alfred

von AlfredK - am 04.02.2006 12:43
BTW: Die Größe von Sternen liegt deutlich unter dem Auflösungsvermögen des menschlichen Auges. Trotzdem können wir Sterne sehen.

Sehen heißt, die Empfindlichkeit (Helligkeit gegenüber Grundrauschen) des HST ist hoch genug, um eine Kerze auf dem Mond wahrzunehmen.

Auflösen heißt, das optische Auflösungsvermögen des HST ist hoch genug, um zwei Kerzen auf dem Mond getrennt als zwei Objekte wahrzunehmen. Und dazu müssen die Kerzen einige hundert Meter voneinander entfernt sein.

Swunn

von Swunn - am 04.02.2006 13:22
Carl Mahnke schrieb:

Zitat

Würde dieser Faktor ausreichen, um den Moonhoax ein für alle mal zu klären?


IMHO nein, das Argument mit den fehlenden Bildern ist doch nur vorgeschoben.

Die VTler würden neue Bilder auch nur wieder für gefälscht halten, sie kämen ja (im Beispiel Hubble) auch wieder von der NASA..

von klauwin - am 04.02.2006 13:25
Kerzen können gar nicht auf dem Mond brennen!

Ätsch! :p

von Lukas - am 04.02.2006 14:36
Es war nie die Rede von einer Wachskerze!
Ätsch zurück! :-P

von Carl Mahnke - am 04.02.2006 15:20
Lukas schrieb:

Zitat

Kerzen können gar nicht auf dem Mond brennen!

Ätsch! :p


Und Menschen können auf dem Mond gar nicht atmen.
;-)

Gruss
Michael

von Michael - am 04.02.2006 18:17
Hallo,

ich habe den zitierten Artikel zwar nicht gelesen, doch besteht - wie Klaus und Swunn schon hier schrieben - zwischen dem Nachweis einer sehr leuchtschwachen Lichtquelle auf dem Mond und dem Erkennen einer Kerze auf dem Mond ein großer Unterschied.
Wenn wir von einem Auflösungsvermögen von Hubble um die 0,03-0,05" ausgehen, dann entspricht das einer Entfernung von etwa 60-90 m auf der Mondoberfläche.
Um den Sachverhalt zu veranschaulichen, gehen wir mal von einer Digitalfotografie der Mondoberfläche aus. Diese zeigt die Mondoberfläche in der für Hubble theoretisch größtmöglichen Auflösung, bei der ein Pixel etwa 60x60 m auf der Mondoberfläche entspricht.
Wenn in einer dieser gedachten "Kacheln" auf Mond nun ein Kerzenlicht erstrahlt, wird der Pixel um einen Bruchteil heller erscheinen als die benachbarten Pixel. Auf der Abbildung von der Nachtseite des Mondes wäre eine solche Differenz natürlich leichter festzustellen, da größer als auf der von der Sonne beleuchteten Seite des Mondes.
Von dem Erkennen der Kerze als solche kann also gar nicht die Rede sein.

Gruß Uwe R.

von Uwe R. - am 05.02.2006 09:32
Hallo Carl Mahnke,

abgesehen von den bereits erteilten Antworten, wären Fotos der Artefakte für echte MoonHoaxer keine Beweise. Gerade Gestern war genau das wieder zu lesen:
Zitat

Würde mich nicht wundern, wenn man in den letzten 30 Jahren alle 6 LMs mit einer unbemannten Mission heimlich auf den Mond gebracht hätte, nur um irgendwann sagen zu können: Na also, da stehen sie doch, was wollt ihr denn?

Das stammt von unserem "Spezialisten" Digital_Data alias Zeitmaschine im Wischi-Forum = [www.gerhard-wisnewski.de]
Du siehst daran sehr deutlich, finde ich, dass Verrücktheit niemals von der Erde verschwinden wird.

Viele Grüße

von Georg B. Mrozek - am 06.02.2006 07:36
Zitat

Autor: Carl Mahnke
Datum: 03.02.2006 22:38

Hallo,

erst einmal möchte ich anmerkten, dass ich kein Mondverschwörer bin. Jetzt bin ich jedoch auf etwas gestoßen, das im Widerspruch zu einer Aussage hier im Forum steht. Vor einiger Zeit wurde hier behauptet, dass die Auflösung des Hubble-Teleskops nicht ausreicht, um die Hinterlassenschaften der Apollo-Missionen aufzulösen. Nun jedoch las ich in der Februarausgabe der Spektrum der Wissenschaft: "Das Hubble-Weltraumteleskop könnte sie [die Kerze] sogar sehen, wenn sie sich auf dem Mond befände"(S.55). Wer hat also Recht?

MfG Carl Mahnke


Hallo zusammen,

schreibe den betreffenden Absatz aus dem Heft dazu.
Es gibt doch ein erhellendes Licht auf korektes Zitieren.!
________________________________________________________________
Das LBT wird dann Bilder liefern,die zehnmal schärfer sind,
als diejenigen des Hubble - Weltraumteleskops.
Auch die Fähigkeit des LBT, lichtschwache Objekte zu untersuchen,
wird ohne Vorbild sein.
Das menschliche Auge vermag in einer dunklen Nacht noch das Licht einer drei Kilometer entfernten Kerze wahrnehmen.
Mit einem gewöhnlichen Feldstecher kann man sie noch in zehn Kilometer Entfernung erkennen.
Das Hubble - Weltraumteleskop könnte sie sogar sehen, wenn sie sich auf dem Mond befände.
Mit dem LBT ließe sich die gleiche Kerze noch in 2,5 Millionen Kilometer Wntfernung nachweisen - das entspricht dem sechsfachen Abstand des Mondes von der Erde.
_______________________________________________________________
das ist der korekte Abschnitt aus dem Artikel der Zeitschrift.
Somit ergibt sich ein anderes Bild über dem Artikel und Eure
Erläuterungen gehen mit dem Bericht konform.
Woran ich nicht gezweifelt habe.!
Aber zum allgemeinen Verständniss der stillen Leser,
war mir die Richtigstellung des Artikel wichtig.
Gruß Hecht :D

von Hecht123 - am 08.02.2006 14:35

Re: Moonhoax aufzuklären ?

Die NASA hatte über 30 Jahre Zeit da irgendwelche Pappmodelle aufzustellen.

Wer sich schon nach der teuren Inszenierung von 1968-1972 wegen Teleskopen die Show zerschießen lassen ?
Schließlich wird schon die TU München mit NASA und CIA Schmiergeldern gesponsert, damit die regelmäßig die Reflektoren der Apollo-Mission bei Pseudo-Laserexperimenten simulieren.

Merke - ne Verschwörungstheorie ist zäher wie jede Optik.
2077 wird man eben erzählen, daß die NASA die angeblich verschrotteten Fähren tatsächlich zurückbehalten hat und 2035 heimlich auf dem Mond stationiert hat.
Die Moonkoax kriegen wir nicht mehr los - die schiefen Schatten & Co. sind klebrig wie Pattex.

von Ralf L.K. - am 12.02.2006 00:29

Re: Moonhoax aufzuklären ?

Hi Ralf,

Zitat

Die Moonkoax kriegen wir nicht mehr los - die schiefen Schatten & Co. sind klebrig wie Pattex.
Mit einem Baseballschläger läßt sich auch dieses Problem lösen ...

Susi

von Susanne - am 12.02.2006 16:33

Re: moonhoax for ever ?!

Die Mondlande-Gegner waren ja schon in der Vergangenheit sehr kreativ, nur an Physik und Ingenierwissen mangelte es.
Aber die typ. Zielgruppe der VT-Onkels ist eher ein geistig tieferes Publikum, noch dazu eines mit oberflächlichem Wissen zu den damaligen Unternehmungen.

Dafür dürften einige nett aufgedachte Schauermärchen auch in Zukunft ausreichen.
Täglich stehen Trottel auf - ein Moon Hoax Freak muß sie nur finden.

von Ralf L. K. - am 26.02.2006 17:44
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