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Optionsscheine - Board
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4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Goldman Sucks, baumbaum, X-Ray, kaufkurs

wenn es in der Form beschlossen wird,

Startbeitrag von kaufkurs am 19.11.2002 11:34

wird es für die vielen ehrlichen Daytrader unter uns eine Steuersenkung werden?

ein Auszug aus der FTD:

ftd.de, Mo, 18.11.2002, 7:42, aktualisiert: Mo, 18.11.2002, 18:15
Aktiensteuer niedriger als erwartet

Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesfinanzminister Hans Eichel haben am Montag ihre Pläne für eine pauschale Besteuerung von Aktienverkäufen präzisiert. Überraschend soll die Steuer nicht so hoch ausfallen wie ursprünglich vorgesehen.

Der Steuersatz soll pauschal 15 Prozent betragen. Nach Angaben des Bundesfinanzministerium wird die Steuer durch das so genannte Halbeinkünfteverfahren jedoch nur 7,5 Prozent auf den gesamten Gewinn betragen. Für Produkte aus der Riester-Rente gelten die Neuerungen nicht. Der Bundesrat, in dem die unionsgeführten Länder die Mehrheit haben, muss dem Vorhaben zustimmen.

Nach einem früheren Vorhaben der Koalition sollten alle Gewinne aus Aktien- und Immobilien-Geschäften noch mit dem persönlichen Steuersatz belegt werden. Diese Pläne wurden aber am Wochenende bei einem Spitzengespräch von SPD und Grünen zu der Pauschal-Besteuerung von 15 Prozent geändert.


Für Aktien- und Immobilienbesitz, der vor In-Kraft-Treten der neuen Regelung erworben wurde, wird nach Eichels Worten eine Steuer von 1,5 Prozent auf den Verkaufserlös erhoben werden. Weise der Anleger nach, dass kein Gewinn erzielt worden sei, werde auch keine Steuer fällig. Bei Gewinnen und Verlusten solle wie bisher eine Verrechnung innerhalb der Einkommensart möglich sein. Die Angaben zum Gewinn sollten weiterhin selbst gemacht und die Steuern nicht direkt bei den Banken erhoben werden. Zudem werde die Regierung die Institute zu Kontrollmitteilungen verpflichten.

***
Soll ich jetzt hoffen, daß der Bundesrat zustimmt?

Wenngleich es für die Zukunft dann einfach für den Gesetzgeber wird,
alle paar Jahre ein paar % drauf zu packen.

Für mich die größte Erleichterung in der Anlageentscheidung wird der Wegfall
der Spekulationsfrist, dann muss ich eine Aktie nicht kramphaft 12 Monaten
halten, vor lauter Angst ich schenke dem Staat ein paar Euro.
Und für OS ist die Haltefrist ohnehin nicht relevant.

Grüße, und Kaufkurse

Antworten:

sehe ich ganz genauso

die Trader zahlen mit 15% künftig sicher weniger als wie bisher mit dem Einkommens-Steuersatz. Wenn man hier bei Aktien sogar nur 7,5% zugrundelegt, dürften so gut wie alle Aktionäre zu den Gewinnern gehören und nicht zu den Verlierern.

Frage: gilt das Halbeinkünfte-Verfahren auch für Leerverkäufe? Denn ich hab grad ein Depot eröffnet wo man auch leerverkaufen kann.

Die gegenwärtige Larmoyanz in den Medien dient wohl auch nur dazu, Eichel und seinen Soziverein im guten Glauben zu lassen, mit ihrem neuesten Steuerkniff den "Geld-Säcken" ordentlich an den Kragen gegangen zu sein.

Auf die Spekulationsfrist habe ich bislang ohnehin nie ein Pfifferling gegeben, weil ich lieber Steuern zahle als mit Buy&Hold mein Vermögen zu verlieren!

Zu den Verlierern gehören nur die langfristigen Anleger. Aber ich glaube, es gibt ohnehin nur noch ganz wenige, die VOR dem Boom (also 1997 und früher) investiert waren und es immer noch sind. Die meisten werden ihre Gewinne wohl schon längst realisiert haben oder es spätestens jetzt tun. Ansonsten gibt es ja nur Verluste anzurechnen...

So gesehen befürchte ich auch keinen allzu großen von dieser Reform ausgehenden Verkaufsdruck. Fondsgesellschaften sind ohnehin nicht davon betroffen (nicht zu verwechseln mit Fondsanlegern!).

Genaugenommen, ist es sogar eine Reform, die die Vermögenden wieder einmal begünstigt, denn was ändert sich denn wirklich? Die meisten Schlupflöcher sind ja auch geblieben. Die Dummen sind einmal mehr die Verbraucher - also alle, aber eben besonders die Alleinerziehenden und Familien, weil sie z.B. die drastischen Steuer-erhöhungen bei Heizöl und Gas oder Verringerung der Dienstwagenpauschale sowie geringere Eigenheim-Zuschüsse nicht so leicht wegstecken können, wie die Einkommensmillionäre.

Das Problem des fehlenden Überblicks im Steuer- und Zuschussdickicht ist auch nicht geringer geworden!

Viele Grüße

X-Ray

von X-Ray - am 19.11.2002 12:19
"Soll ich jetzt hoffen, daß der Bundesrat zustimmt?"

ich bin jetzt etwas unsicher, aber bei steueränderungen wird doch der bundesrat gar nicht gefragt, oder?

von baumbaum - am 19.11.2002 14:04

Doch, wird er. (oT)

.

von Goldman Sucks - am 19.11.2002 22:11
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