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8
Erster Beitrag:
vor 16 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 16 Jahren
Beteiligte Autoren:
Joshua Smith, luckyone, Cohiba, toppi

Dickes Problem ?

Startbeitrag von Joshua Smith am 11.08.2002 09:46

Habe ein Problem
Habe mich dazu hinreißen lassen OS zu kaufen, die weit aus dem Geld sind und ne hohe Vola haben . WKN 643890 , Basis Aegon 30€ , z.Zt. bei 13.90€ , impl. Vola (Geld) 44,48, Goldman Sachs, LZE 21.01.04, Briefpreis für OS am Freitag 0,09 bzw 0,110 .

Der andere ist : 639504 Dresdner , Basis ABN AMro 24,0 €, z.Zt. bei 15,95 ; impl. VOla ( Geld ) : 39,90 % ; LZE 16.12.03 ; Briefkurs OS am Freitag 0,09

Könnt ihr mir sagen, ob da noch was zu retten ist ?
In welchen Intervallen wird die Vola seitens der Bank neu neu festgelegt ? Und gibt es eine Möglichkeit die Volaänderung ungefähr abzuschätzen ?

jb

Antworten:

also

der auf Aegon hat noch ne sehr lange Laufzeit. Wenn du davon ausgehst, daß sich die Märkte so etwa innerhalb der nächsten 4-6 Monate wieder deutlich erholen und Aegon auf mindestens 20-25 mitzieht, dann würde ich den Schein evtl. halten, dann läßt sich noch was retten, auch wenn das Delta grauenhaft ist. Die implizite Volatilität ist bei dem Schein eigentlich nicht sooo schlimm, liegt sogar deutlich unter der historischen 250-Tage-Vola.

Bei dem Schein auf ABN gilt ähnliches. Wenn du mit einer deutlichen Erholung (20-22) in den kommenden Monaten rechnest, könntest du den Schein halten, implizite Volatilität ist auch hier nicht so das Problem. Von starken Volaveränderungen sind im Moment vor allem die Scheine mit kurzer Restlaufzeit betroffen.

Wenn du dir nicht vorstellen kannst, daß die Werte sich so schnell erholen, würde ich lieber die Notbremse ziehen, draus lernen und es beim nächsten Mal besser machen. Das Problem bei deinen Scheinen ist weniger die hohe Vola als die hohen Basispreise und der permanente Zeitwertverlust, der sich bei Scheinen aus dem Geld leider auf den gesamten OS-Kurs auswirkt.

WIe oft die Emittenten die Volatilität anpassen, ist sehr unterschiedlich. Der eine macht tagelang gar nichts, wenn sich beim Basiswert nicht allzuviel tut, der andere dreht mehrmals am Tag, oft nicht deshalb, weil der Basiswert nun volatiler oder weniger volatil geworden wäre, sondern einfach, um je nach Orderlage ein paar cent mehr zu verdienen. Viele Käufer => Preis wird etwas nach oben geschraubt. Viele Verkäufer => Preis wird bewusst niedrig gehalten. Auch daher immer mein Rat, nicht zu Rush-Hour-Zeiten zu handeln. Ganz abgesehen von der oft eher langsamen Orderausführung an der Börse wegen Orderstau.

toppi

von toppi - am 11.08.2002 10:07

@Toppi

Da fällt mir erst mal ein dicker Stein vom Herzen .
Danke dir.
:)
jb

von Joshua Smith - am 11.08.2002 10:25

Du hast (fast) alle Zeit der Welt...

Bei den Laufzeiten und der alten Faustformel "2 x Spekulationshorizont = Laufzeit" kann ja noch eine ganze Menge passieren. Einen Verlust hast Du sicher schon mit dem Kauf eingefahren, in dem Du den Spread bezahlt hast. Bei den derzeit zur Verfügung stehenden OS ist es aber auch nicht ganz leicht. Von Unvernunft möchte ich aber trotzdem nicht gleich sprechen, den ich habe mir auch vor kurzem mit 681 697 (call Karstadt Quelle 27 / 12.2003) einen OTM-Schein mit langer Laufzeit gekauft. Vielleicht hilft es Dir ja, wenn ich kurz meine Taktik dazu schildere: Mein stop-loss habe ich auf 50% des aktuellen Geldkurses gesetzt (bei dem stop-loss sollte so ein Schein allerdings keinen allzugrossen Depot-Anteil haben), sofern der Kurs steigt ziehe ich das stop-loss am Monatsersten nach und schau ansonsten einfach gar nicht mehr hin. Bis Mitte/ Ende 2003 bleibt noch sehr viel Zeit…

Grüsse

luckyone

von luckyone - am 11.08.2002 11:02

@Lucky u. Toppi

Dank an euch beide .
Habe mal exemplarisch einen Schein rausgesucht bei dem das Delta besser ist:
653328 auf Siemens Call amerik.
Sal. Oppenheim
60,00 EUR
LZE 11.06.04
BV 0,100
Geldk. 0,720
briefk. 0,730
omega 3,08
Spread 1,37%
delta 0,46
Prozentuales Wochentheta -0,78%
Vega 0,03
Historische Volatilität 250 :52,16%
Implizite Volatilität (Brief) :41,43%
Wäre der jetzt summa summarum etwas sicherer einzustufen. oder immer noch problematisch ?
jb

von Joshua Smith - am 11.08.2002 11:58

Beide OS

sind einfach nur Schrott (=sehr schlechtesChance/Risiko-Verhältnis). Schlecht für Dich, gut für den Emi. Allein der Spread ist >20% *schauder".

Ich würde sie bei der nächstbesten Gelegenheit verkaufen.

Frage: Warum spekulierst Du als Anfänger auf OS einzelner Wert und nicht auf einen der grossen Indizies (Dax, Euro Stocks, S&P...)?

Gruss
Cohiba
P.S. Vor dem Kauf hier fragen, kann eine Menge €s sparen :-)))

von Cohiba - am 11.08.2002 12:46

Sicher sind 4% Rendite p.a., aber keine OS

Hi Joshua Smith,

ob der Schein auf Siemens sicherer ist vermag wohl kaum einer zu sagen, jedoch die Totalverlustwahrscheinlichkeit scheint mir etwas geringer zu sein. Mit einem Vega von 0,03 sollte der Schein aber auch etwas mehr auf Veränderungen der implizierten Vola reagieren. Die Frage ist halt, welcher Basiswert wann wieviel und warum steigen oder fallen sollte. Bei ABN Amro könnte man einen Kurs unter Buchwert als Argument in´s Feld führen sowie die sich abzeichnende Beruhigung in Brasilien, trotzdem habe z.B. ich meinen call auf ABN Amro nach dem rasanten Kursanstieg der letzten Tage verkauft. Siemens hat dagegen einen Buchwert von 27 Euro und ist mit einer recht hohen Volatilität belastet. Eine Meinung zu Siemens habe ich genausowenig wie zu Aegon.

Grüsse

luckyone

P.S.: Die Scheine die Du jetzt schon hast kannst Du nur einmal verkaufen, deshalb würde ich an Deiner Stelle versuchen, mögliche Verluste mit stop-loss zu begrenzen und ansonsten versuchen, da irgendwie mit Gewinn wieder herauszukommen.

von luckyone - am 11.08.2002 19:18

Re: Sicher sind 4% Rendite p.a., aber keine OS

Vielen Dank Lucky!
Habe erst mal einen Stopp Loss gesetzt und und jetzt schauen wir mal . Hoffe , daß nicht allzu viel Bewegung nach unten in ABN Amro und Aegon kommt.

jb

von Joshua Smith - am 11.08.2002 19:45
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