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Das Optionsscheine-Board
Beiträge im Thema:
4
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hendrik2k, toppi, luckyone

Fragen Fragen und wieder Fragen

Startbeitrag von Hendrik2k am 21.08.2002 19:38

Sorry wenn ich nerve aber ich habe fragen zu denen ich leider so keine Antworten finde:
Ich hoffe es macht euch nichts aus mir noch ein paar zu beantworten :( :( :(

1. Sind Turbos , shorts, Waves, etc auch Optionsscheine oder nur Index-Zertifikate ?

2. Ich habe gelsen, das Optionen und Futures zu einem Totalverlust führen können, der das eingesetzte Kapital übersteigen kann ? Wie kann das denn passieren und ist das auch so bei Optionsscheinen ?


DRÖLF-Tausendfachen Dank im vorraus ! :)

Antworten:

Die Fragen sind gut

zu 1) keines von beiden. Es handelt sich um eine neue Art von Produkten (nicht wirklich, aber diese Form der Anlage war für den Otto-Normal-Verbraucher bisher nicht zugänglich)

zu 2) Bei Optionsscheinen ist der maximale Verlust auf 100% begrenzt. Bei Optionen und Futures dagen kann der Verlust theoretisch ins unermessliche steigen. Soetwas kommt praktisch aber wohl nur durch fehlende Fähigkeiten, Selbstüberschäzung oder Mangel an Diziplin zustande.

Grüsse

luckyone

von luckyone - am 21.08.2002 21:48

Lucky hat ja schon einiges gesagt

wie man die Turbos nun genau einordnet, ist eigentlich wurscht. Sie haben Ähnlichkeit mit Optionsscheinen, nur daß eben die Aufgelder viel geringer sind, die Vola nicht so einen Einfluß hat - und die Produkte eben eine K.O.-Schwelle haben, bei deren Berührung das Ding SOFORT wertlos wird. Ich selber betrachte sie als eine eigene Produktklasse, was sich auch durch die mittlerweile ordentliche Produktzahl rechtfertigen lässt.

Zu den Verlusten im Optionshandel:

Nimm an, du LEERVERKAUFST eine Call-Option an der EUREX auf Siemens, weil du mit gleichbleibenden oder fallenden Kursen rechnest. Annahmen (sind sicher nicht realistisch):

Aktie 50 EUR
Basispreis der Option 55 EUR
Preis der Option 3 EUR

Wenn nun die Aktie am Ende der Laufzeit unter 55 steht, verfällt die Option wertlos und die darfst die volle eingenommene Prämie von 3 EUR behalten. Wenn die Aktie nun aber auf 70 EUR steigt, hat die Option einen inneren Wert von 70-55=15 EUR (der tatsächliche Kurs liegt vor Laufzeitende noch etwas höher wegen des Aufgelds).
Wenn du nun deine Position schließen willst - und irgendwann mußt du das -, mußt du die leerverkaufte Option also wieder ZURÜCKKAUFEN - zum Preis von 15 EUR, was dem fünffachen der ursprünglich eingenommenen Prämie entspricht!


Beim Futureshandel ist es noch ein wenig anders: Hier setzt du einfach auf fallende oder steigende Kurse, beim DAX hat ein Punkt Bewegung den Wert von 25 EUR. Ein gesamter DAX-Kontrakt ist also theoretisch zur Zeit etwa 4000 Punkte x 25 EUR = 100.000 EUR wert. Wenn du zocken willst, hinterlegst du aber nur eine Sicherheitsleistung, die viel kleiner ist, z.B. 3000 EUR. (Die Sicherheitsleistung wird von deinem Broker festgelegt und beträgt z.B. 160% oder 200% der Sicherheit, die bei der EUREX selbst hinterlegt werden muß)
Wenn nun deine Position sich in die falsche Richtung entwickelt, wirst du vom Broker aufgefordert, zusätzliche Sicherheit nachzuschießen. Setzt du z.B. auf steigende Kurse und der DAX fällt um 200 Punkte, dann bist du bereits 200 x 25 EUR = 5000 EUR im Minus. Deine hinterlegte Sicherheit würde also bei weitem nicht mehr ausreichen, also mußt du Geld nachschießen, und das passiert bereits weit BEVOR du 200 Punkte im Minus bist...

Allet klar? ;-)

toppi

von toppi - am 21.08.2002 23:02

ihr seit die besten :)

Vielen Dank :)

von Hendrik2k - am 22.08.2002 16:18
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