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Das Optionsscheine-Board
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Klaus, oekolog, Marco, toppi

Genusscheine!!

Startbeitrag von Klaus am 23.04.2003 15:53

Kann mir jemand eine Seite sagen , wo ich die Konditionen und Aussstattung von Genusscheinen finde! :rolleyes: :rolleyes:

Antworten:

hoffe das hilft Dir weiter! :D


Meistens weisen Genusscheine Gläubigerrechte (festverzinsliches Wertpapier) mit Teilrechten, die üblicherweise nur den Eigentümern des Unternehmens zustehen (Aktie), auf.
Genusscheine verbriefen in der Regel einen Gewinnanspruch, aber oftmals auch einen Anspruch auf den Liquidationserlös und den Anspruch auf Bezugsrechte. Ein Teilnahmerecht an der Hauptversammlung verbrieft der Genusschein hingegen nicht.
Wichtig ist es, die genaue Ausgestaltung des Genusscheins zu kennen (in den Emissionsbedingungen nachlesbar); denn je nach Ausgestaltung sind Genusscheine eher den festverzinslichen Wertpapieren oder eher den Aktien zuzurechnen. Zur Verdeutlichung folgende zwei Beispiele:
Genusschein mit Beteiligung am Gewinn in voller Höhe
Genusschein mit fest wiederkehrender Ausschüttung
Im Falle Nr. 1 verhält es sich ähnlich wie bei einer Aktiendividende. Die Gewinnorientierung wird auf eine fest vereinbarte Größe, z.B. Jahresüberschuss, ordentliches Betriebsergebnis, o.ä. bezogen. In diesem Falle dürften Kursschwankungen stärker sein und sich z.T. an den Kursschwankungen der Aktie der Gesellschaft orientieren. Im Fall Nr. 2 ähnelt der Genusschein einem festverzinslichen Wertpapier. Es gibt auch Genusscheine, die einen festen Zins aufweisen und eine Beteiligung am Gewinn der Gesellschaft ermöglichen.
Gestaltungsmöglichkeiten am Beispiel der Gewinnbeteiligung
Bezugsgröße: Jahresüberschuss, Bilanzgewinn, ordentliches Betriebsergebnis, Dividendensatz oder andere Gewinngrößen...
Ausschüttung: garantierte Mindestausschüttung, dividendenabhängige Zusatzausschüttung, Ausschüttungsbegrenzung auf Höchstbetrag,...
Rang der Gewinnansprüche gegenüber den Ansprüchen der Gesellschafter: vorrangig, gleichrangig, nachrangig
In den letzten Jahren wurden Genusscheine in hohem Maße von Kreditinstituten begeben, da Genusskapital unter folgenden Voraussetzungen dort als haftendes Eigenkapital, das zur Unterlegung von Krediten benötigt wird, anerkannt wird:
das Kapital steht dem Unternehmen langfristig zur Verfügung (mind. 5 Jahre Laufzeit; 2 Jahre RLZ)
der Genusscheininhaber wird am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt.
Ausschüttungen am Genussrechtskapital werden beim Emittenten steuerlich als Ausschüttungen auf Fremdkapital, d.h. als gewinnmindernde Aufwendungen betrachtet, obwohl fast Eigenkapitalcharakter vorliegen kann.

Genusscheine werden bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Roche Genusschein) im Nominalbetrag gehandelt und in% - wie festverzinsliche Wertpapiere - notiert.
Genusscheine werden flat gehandelt, d.h. die vorgesehenen Ausschüttungen laufen anteilig im Kurs mit auf. Nach der Ausschüttung fällt der Kurs dann in der Regel um den Ausschüttungsbetrag - vgl. Investmentfonds. Im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren werden keine Stückzinsen verrechnet. Bis vor kurzem waren aufgrund dieser Tatsache besonders für Anleger mit hohem Steuersatz interessant. Sie kauften den Genusschein kurz nach Ausschüttung zu niedrigen Kursen und verkauften ihn kurz vor der Ausschüttung. Wurde die Spekulationsfrist von 6 Monaten eingehalten, so war der Kursgewinn (der ja eigentlich eine (Zins-) Ausschüttung darstellt) steuerfrei. Bei einer Verlängerung der Spekulationsfrist auf 1 Jahr wird dies leider nicht mehr möglich sein.

von Marco - am 23.04.2003 16:14
Danke ,das hilft mir schon weiter! :) :) :)

von Klaus - am 23.04.2003 16:19

Datenbank o.ä. kenne ich leider keine... :-/ (oT)

.

von toppi - am 23.04.2003 17:57

Schau mal bei

Hallo Klaus .. bei www.bondboard.de unter >>>Genusscheine nach. Im deren Board gibt es auch eine Diskussion dazu .. [www.bondboard.de] . Gruß :)ekolog

von oekolog - am 24.04.2003 08:07
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