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Erster Beitrag:
vor 4 Monaten, 3 Wochen
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rosalia.h

Interwiu mit Helmut

Startbeitrag von rosalia.h am 26.07.2017 21:46

Helmut Lotti: „Ich war uneins mit meinem Image“

Der populärste belgische Sänger kehrt mit neuem Album zurück, «FAITH, HOPE & LOVE». Ein Treffen mit einem Künstler, der sich wiederfinden musste, und seine Kahlheit mit Gelassenheit nimmt.

Wo waren Sie denn in den letzten paar Jahren ?

„Ich war immer in Belgien, aber ich brauchte einen Rückzug um mich besser wiederzufinden. Es gab einen zu großen Unterschied zwischen dem Image und meiner Person. Das hat mich unglücklich gemacht. Ich musste auch an morgen denken. Ich habe mir viele Fragen gestellt, zum Beispiel die, wie ich meine Karriere fortsetze. Ich hatte das Gefühl, mich im Kreis zu drehen. Der zweite Teil meiner Show war immer derselbe. Ich hatte aufgehört, große Welttourneen zu machen, auch wenn ich noch Konzerte in Australien gegeben habe.“

Sie haben ohnehin ein Album auf Niederländisch geschrieben und aufgenommen, oder ?

„Ja, 2013. Das war lokaler. Ich habe mich re-orientiert. Ich habe immer weiter gearbeitet, oder mich in humanitären Projekten engagiert, für all das Glück was ich während meiner Karriere hatte.“

Manche Fans werfen Ihnen vor, nicht oft im frankophonen Teil Belgiens zu singen, Sie sagen sowas wie «Belgien besteht nicht nur aus Flandern»

„Sie haben Recht, aber um dorthin zu kommen, muss ich ein Programm haben. Ich sollte auch eingeladen sein, da es Partner braucht, die investieren“.

Sie haben vorher vom Image des eleganten Künstlers profitiert, heute ist es schwierig, Sie wiederzuerkennen !

„Ich habe meine Haare verloren. Anfangs trug ich sie sehr kurz, und dann dachte ich, dass es besser sei, sie komplett zu rasieren“.

War das eine schwierige Zeit ?

„Nein, überhaupt nicht. Haare durch das Älterwerden zu verlieren ist kein Problem. Dagegen ist die Fixierung unserer Gesellschaft auf die Jugend problematisch. Wir sind in der Lage, viele Dinge zu kontrollieren, aber nicht alles. Wenn man die ewige Jugend behalten will, wird es lächerlich. Das will ich nicht.“

Sie sind einer der meistverkauften Künstler in Benelux. War es wichtig für Sie, in Ihrem Berufsleben erfolgreich zu sein?

„ Ich habe diesen Wunsch nicht mehr. Früher wollte ich immer die Nummer eins sein. Im inneren bin ich ein Gewinner, ein Sportler, der Wettkampf liegt in mir. Ich laufe dreimal in der Woche mit dem Ziel, mich zu überwinden, mich zu übertreffen. Aber ich habe auch gelernt, zu verlieren, ohne mich schlecht zu fühlen.“

Ihr neues Werk «FAITH, HOPE & LOVE» ist Pop mit einer orchestralen Begleitung und Soul in der Stimme. Vorbei die Zeiten von Alben mit Walzern, Boleros oder großer Klassik ?

„Ja. Ich habe die Klassik aus reinem Zufall begonnen, es kam durch das Beharren meines (damaligen) Managers. Ich war sehr glücklich mit dem Weg, den meine Karriere genommen hat. Jetzt komme ich zurück mit einem viel persönlicheren, intimeren Album, was mich zwei Jahre gekostet hat. Mit «FAITH, HOPE & LOVE» bin ich mit mir im reinen.

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