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Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Nonhalema, Hans Morschitzky

Angst, die Wohnung zu verlassen

Startbeitrag von Nonhalema am 20.02.2003 01:09

Sehr geehrter Herr Dr. Morschitzky,

ich würde mich gerne erkundigen, wohin ich mich mit meinem Problem am besten wenden kann: Seit nun 5 Jahren kann ich meine Wohnung nicht verlassen. Alleine der Gedanke lässt Panik in mir aufsteigen. Eine kurze Zusammenfassung: ich leide seit Kindheit an an (unbehandelten) Depressionen und Schuldgefühlen v.a. durch Familienkonflikte - hatte viele Schicksalsschläge zu verkraften, an Bulimie, Eßstörungen, danach kam ein starker Waschzwang hinzu, was zum Aufkratzen meiner Haut (bzw. Verletzten mit einer Pinzette) wechselte.

Der Waschzwang und das Kratzen fingen an, als ich aus dem Haus zur Arbeit, zu unangenehmen Terminen oder Familientreffen usw. mußte. Davor fing ich in der Panik an, mich zu waschen oder zu kratzen. In den letzten Jahren habe ich ständig mit mir gekämpft und habe es auch ein paar Mal rausgeschafft (ca. 25-30 Mal, allerdings waren das zu mind. 90 % Arztbehandlungen wegen meiner Narben, das war jedes Mal ein "Höllentrip").

In letzter Zeit ging es schon bergauf und ich habe gehofft, daß ich nun den Schritt nach draußen schaffe, um mir Hilfe zu suchen (wovor ich allerdings Angst habe). Leider hat es mich "zurückgeworfen" als ich erfahren habe, daß mein Partner spielsüchtig ist (wir haben dadurch nun einen hohen Betrag an Schulden abzubezahlen).

Meinen Partner belastet die ganze Situation sehr, zumal er ja die einzige Bezugsperson ist, da mich außer ihn niemand sieht und er so auch meine ganzen Probleme mitbekommt und mitträgt. Daß mein Gesicht und mein Körper mit Wunden und Narben übersäht ist, belastet mich zusätzlich. Ich schäme mich deshalb sehr und habe Angst, daß mich jemand "so" sieht.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir sagen könnten, wohin ich mich in diesem Fall wenden kann.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Antworten:

kleiner Nachtrag: vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen, daß ich aus Wien bin (bezüglich wo ich mich hinwenden kann)... Nochmals danke im voraus für Ihre Antwort und freundliche Grüße.

von Nonhalema - am 20.02.2003 18:02

Einen Psychotherapeuten oder Arzt aufsuchen

Hallo!

Ich glaube nicht, dass es bei Ihnen am Wissen fehlt, wo Sie sich hinwenden sollen, denn Sie wissen wohl ganz genau, dass hier ein Psychiater und/oder Psychotherapeut zuständig ist.

Es kommt vielmehr darauf an, dass Sie Ihr Wissen endlich so umsetzen, dass Sie einen Fachmann um Hilfe ersuchen anstatt sich zurückzuziehen und als Paar jeweils unter dem Problem des anderen zu leiden.

Konkrete Namen werden in diesem Forum nicht empfohlen (siehe Forum-Info). In Wien können Sie sich vor allem auch an die kostenlosen ambulanten psychosozialen bzw. psychiatrischen Dienste wenden, die dort besser ausgebaut sind als in vielen anderen Städten.


MfG

Hans Morschitzky

von Hans Morschitzky - am 20.02.2003 22:22
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