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Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hans Morschitzky, Daniela31

Panikattacken und Gedankeneinschübe = beginnende Schizophrenie?

Startbeitrag von Daniela31 am 05.01.2004 07:51

Lieber Herr Dr. Morschitzky,

Vor Jahren habe ich Panikattacken entwickelt, die von sogenannten "Out-of-Body-Experiences" ausgelöst wurden, d. h., damals hatte ich das Gefühl meinen Körper zu verlassen und mich im Raume zu verteilen was natürlich zu extremen Panikattacken geführt hat. Diese schlimmen Zustände, die ich 2-3 mal erlebt habe, haben nachgelassen, die Panik und teilweise Entfremdungserlebnisse sind aber geblieben. Seit ca. 1 Jahren habe ich immer wieder seltsame Gedankeneinschübe: ich denke z. B. an gar nichts oder denke über ein bestimmtes Thema nach und dann schieben sich in den aktuellen Gedankengang Wörter oder seltener auch Sätze, die mit der eigentlichen Thematik nichts zu tun haben, ein. Jetzt habe ich natürlich Panik meinen Verstand langsam zu verlieren, weil ich gelesen habe, dass solche Gedankeneinschübe typische Vorzeichen einer beginnenden Schizophrenie sind. Außerdem bin ich voller Ambivalenzen, die doch auch bei Schizophrenen vorkommen. Ich war auch schon bei einem Psychiater und er meinte, dass ich seiner Meinung nach momentan nicht dabei bin eine Schizophrenie zu entwickeln, dass er mir aber natürlich keine Garantie geben kann. Sind Ihnen aus Ihrer Praxis Fälle bekannt, wo Menschen aus extremen Panikzuständen heraus eine Psychose oder Schizophrenie entwickelt haben? Und haben Sie einen Tipp wie ich aus der extremen Selbsbeobachtung herauskomme, ich lebe nur noch im Kopf und beobachte mich und meine Gedanken ständig? Bitte helfen Sie mir, ich weiß momentan nicht weiter.

Vielen Dank jetzt schon.

Ihre Daniela

Antworten:

Hallo!

Meine Tipps:

1. Kämpfen Sie nicht so sehr gegen die Selbstbeobachtung, sondern dafür, was Ihnen so wichtig ist, dass Sie es tun möchten, was auch immer sich die anderen Menschen denken.

2. Setzen Sie Taten, an denen Sie erkennen, dass Sie noch "normal" sind und verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Gefühl und Ihr Denken.

3. Unterlassen Sie wegen Ihrer Ängste nichts, was Ihnen wichtig ist zu tun. Durch Tun konzentrieren Sie sich einfach auf andere Dinge.

4. Lernen Sie Ihre Gedanken zu ertragen, ohne gegen Sie anzukämpfen. Denn grundsätzlich kann man nie etwas ausschließen im Leben, auch wenn es völlig unwahrscheinlich ist.


MfG

Hans Morschitzky

von Hans Morschitzky - am 08.01.2004 17:31
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