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Informationen zum Thema:
Forum:
Mohlberg's SF- und Fantasy-Forum
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 7 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 7 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Heinz Mohlberg, Thomas C, Charly Friedhoff, Ana Khouri, Alfred Wallon

nervende Anfragen

Startbeitrag von Heinz Mohlberg am 28.03.2011 22:13

Heute habe ich den Text für permanent nervende Anfragen betreffs Veröffentlichungsmöglichleiten überarbeitet.
Er lautet nun wir folgt:

Bitte senden Sie uns keine Manuskripte oder Exposés; unverlangt eingeschickte Sendungen werden NICHT retourniert, ebenso erfolgt KEINE Antwort ohne ausreichendes Rückporto!

Ebenfalls bitten wir von Anfragen betreffs Veröffentlichungsmöglichkeit abzusehen, insbesondere sollten sich Interessenten erst mal ein Bild davon machen, ob ihr Manuskript überhaupt in das Verlagsprogramm passen würde.

Wir haben KEIN Interesse an der x-sten Version von >Harry PotterHerr der Ringe< oder irgendwelchen Biographien und/oder Romanen, die nicht im Entferntesten in unser Verlagsprogramm passen würden.

Es geht einem Verleger nur auf den Keks, was zwischendurch >angepriesen< wird; sei es, dass das Thema nichts mit der Ausrichtung des Verlages zu tun hat, sei es, dass schon die Anschreiben den Verdacht aufkommen lassen, dass der Verfasser noch nie etwas von irgendwelcher Rechtschreibung auch nur im entferntesten Sinne gehört hat.

Mag vielleicht überzogen klingen, aber dies ist reiner Selbstschutz... (klare Worte habe ich mich noch nie gescheut, sie auszusprechen...)

Es würde mich mal eure Meinung dazu interessieren..., lasst sie mich wissen.

Antworten:

Ein Verlag muss professionell arbeiten, selbst wenn es ein Kleinverlag ist.

Ein "Autor", der sich nicht im Vorfeld über den Verlag informiert, an den er etwas senden will, handelt unprofessionell und sollte sich nicht wundern, wenn er ignoriert wird.

Solche Leute landen meist irgendwann bei DKZ-Verlagen, denn die nehmen alles, was sie bekommen können und zocken den Autor so richtig ab.



von Alfred Wallon - am 29.03.2011 12:36
100% Zustimmung, Herr Mohlberg!

Deutlicher kann man es den betreffenden (Möchte-gern-)Autoren nun nicht mehr sagen.
Ich denke, viele informieren sich vorher gar nicht über einen Verlag, sondern schicken ihre Anfragen / Manuskripte einfach an alle Verlagesadressen, deren sie habhaft werden.

Aus eigener Erfahrung muss ich auch sagen, dass nicht alles veröffentlicht werden muss, was jemand irgendwo und -wann geschrieben hat. Bei manchen "Werken" ist es besser, sie bleiben in der Schublade zu Hause. Ich bin ein großer Verfechter von Qualität statt Quantität.

von Ana Khouri - am 30.03.2011 16:02
Ich hatte vor Jahren auch mal mit solch einem Möchtegernautor zu tun
ad 1 flippte er schon aus, wenn ein Wort anders gesetzt wurde
ad 2 legte er mir allen Ernstes eine Formel für das Verfassen eines >guten< Buches vor
ad 3 verglich er sein Werk mit Bestsellern - wir würden auch nicht deren Qualität erkennen und seine schon gar nicht (scheinbar sind alle anderen Verlage auch nicht in der Lage, seine Qualität zu erkennen, so dass die Menschheit heute noch auf seine Meisterwerke verzichten muss).

Ich habe - ehrlich gesagt - genug von solchen Typen und konzentriere mich auf menschlich angenehme Autoren, mit denen ich schon seit Jahren gut zusammen arbeite

von Heinz Mohlberg - am 30.03.2011 16:16
Heinz, du wirst sicher lachen, aber ich habe sogar für meinen Hobby-Mikro-Verlag "Charly-Press" schon Einsendungen bekommen, obwohl ich diesen nur als reines Hobby betreibe.
Meist sind es ja nur Anfragen per E-Mail mit Anhängen (die ich aber nicht öffne). Die sind nicht weiter schlimm, denn dafür habe ich inzwischen eine vorformulierte Antwort-Mail-Vorlage, die ich einfach nur absenden muss.
Zusendungen per Post landen einfach im Papiercontainer, wenn kein Rückporto beigefügt wurde.

Ich glaube, dass diese "Autoren" ihre Produkte einfach aufs Geratewohl an alles versenden, was irgendwie nach Verlag aussieht, ohne sich vorher kundig zu machen.
Dagegen wird auch dein Info-Statement nur wenig helfen.

Grüße vom Kaffee-Junkie


von Charly Friedhoff - am 30.03.2011 16:45
Zitat
Charly Friedhoff
Ich glaube, dass diese "Autoren" ihre Produkte einfach aufs Geratewohl an alles versenden, was irgendwie nach Verlag aussieht, ohne sich vorher kundig zu machen.



Dein Statement unterschreib ich Wort für Wort, Charly. Wenn ich als Noch-Nicht-Autor einen Verlag suche, muss ich mich schon mal kundig machen.
Früher, als das Versenden von Manuskripten noch richtig teuer war (ja, ich rede von Papier, Briefmarken und anderem Oldie-Kram) - da ließen sich die meisten davon abhalten, einfach wild durch die Gegend alles zu schicken. Heute kostet es ja nur noch einen Klick - und schon ist man dabei.
Dass Heinz da manchmal der Kragen platzt, ich kann es ihm nicht verdenken.
Sagt einer, der gerade - dank Heinz - zum "richtigen" Autor wurde.

Thomas C

von Thomas C - am 30.03.2011 19:17
Magst du ja Recht haben, aber manchmal platzt auch mir der Kragen bei all dem Schwachsinn, der einem zugesendet/-mutet wird.
Und da frag ich mich: wie blöd oder verzweifelt sind diese Schreiberlinge?

von Heinz Mohlberg - am 31.03.2011 22:07
Zitat
Heinz Mohlberg
Magst du ja Recht haben, aber manchmal platzt auch mir der Kragen bei all dem Schwachsinn, der einem zugesendet/-mutet wird.
Und da frag ich mich: wie blöd oder verzweifelt sind diese Schreiberlinge?



Vielleicht sind sie einfach nur "hoffnungsvoll" (buchstäblich) - und da achten sie dann leider nicht so darauf, an wen sie ihre Ergüsse denn so abschicken. Okay, wie man es auch nennt, es wird deswegen nicht besser...


von Thomas C - am 01.04.2011 07:57
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