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Forum:
Mohlberg's SF- und Fantasy-Forum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Heinz Mohlberg, Thomas G, Stardreamer

Jim Parker NEO

Startbeitrag von Stardreamer am 27.12.2014 13:08

Dies ist KEINE Ankündigung einer Neuinkarnation dieses SF-Helden aus den 50er Jahren, sondern eine Nachbetrachtung zu den Jim Parker-Roman 56 - 59, die in den Buchausgaben 14 und 15 gesammelt wurden.

Wie Heinz in seinem Vorwort zur Buchausgabe 14 schon angedeutet hat, gab es in den letzten 4 Jim Parker-Romanen deutliche Änderungen. Die Romane wurden von einem anderen Autoren unter dem Pseudonym "Bert Horsley" verfasst, der nicht wie früher gedacht mit Walter Spiegl identisch ist. Sie sind alle in der Ich-Form geschrieben. Außer dem Namen des Protagonisten haben sie sowohl in der Handlungsführung als auch bei der Bezeichnung der weiteren Hauptpersonen und diversen Organisationen nichts mit den vorherigen Jim Parker-Romanen gemeinsam.

Trotz teilweise sehr bescheidener Charakterisierung und Ausarbeitung hatten die vorherigen Romane so etwas wie einen roten Faden, der den Helden vom erdnahen Raum und dem Mond bis zur Kontaktaufnahme mit fremden Intelligenzen und bis zum Sirius führt.

Die letzten 4 Romane starten wieder mit einem ähnlichen Setting von vorn und spielen sich auf einer Orbitalstation über der Erde, auf dem Mond, Venus und Mars ab.

Im Vergleich mit den anderen Parker-Romanen lesen sich die vier Bände allerdings deutlich besser. Obwohl der Autor auch nicht mit Kenntnissen der Himmelsmechanik glänzt, ist die Handlung und auch die Charakterisierung der Hauptpersonen bei weitem nicht so hanebüchen und hölzern.

Der Verdacht legt nahe, dass die vier Romane ursprünglich eine andere Bezeichnung des titelgebenden Helden hatten, die Redaktion des Pabel-Verlages nach einer Pause von über 30 Romanen aber den eingeführten Markennamen "Jim Parker" nochmals in den Markt bringen wollte. Wer kennt die Wahrheit?

Auf jeden Fall dir, lieber Heinz, nochmals vielen Dank für die sorgfältige Sammleredition dieser genrehistorisch interessanten Serie. Alles Gute, viel Erfolg und Gesundheit an dich, deine Familie und allen Freunden des Mohlberg-SF-Nostalgieprogrammes wünscht vom fernen Planeten Shayol

Euer Stardreamer

Antworten:

Hallo Stardreamer,
schön zu lesen, dass es noch andere Jim Parker- und Utopiafans gibt. Ich bin noch gar nicht bei den letzten 4 Romanen angekommen, lese zzt. noch an der Heftnummer 33 (bzw. Buch 9). Ich denke, man wird heute nicht mehr viel Hintergrundinformationen auftreiben können. Die Beteiligten, wenn man sie überhaupt noch ermitteln könnte, werden zum größten Teil verstorben sein, ist immerhin 60 Jahre her.
Ich möchte Heinz bei dieser Gelegenheit jedenfalls auch danken, dass er die Jim Parker-Serie wieder hat aufleben lassen und auch tatsächlich bis zum Ende durchgezogen hat. Schade, dass man die Fans, die sich für klassische deutsche SF begeistern lassen, vermutlich an ein paar Händen abzählen kann...

von Thomas G - am 02.01.2015 08:42

Re: Jim Parker NEO / alte SF & Torgo

Hallo ihr Beiden,

es war mit Anstrengungen und Aufwand verbunden, JP komplett zum Abdruck zu erlangen - mir selber fehlten nur drei Romane nach meiner Komplettierung - die hier im Forum Engagierten haben mir dann mit dem Rest ausgeholfen.
An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für eure Unterstützung.

Nach all den Jahren werden wir wohl nie mehr herausbekommen, wer denn wirklich hinter den einzelnen Pseudonymen steckt; und auch was den verlag damals dazu bewegt hat, solch einen abrupten Bruch vorzunehmen.

Die Anzahl der Leser und Sammler solch alter SF ist fast an einer Hand abzuzählen (sinnbildlich) - ich persönlich keine z.B. nur zwei Personen, die Jim Parker damals erworben und gelesen haben (ich selber habe die ersten Bände erst ca. Mitte der 60er gelesen).

Wir werden trotz der katastrophalen Vorbestellzahlen dieses Jahr "Torgo" beginnen, allerdings nicht als eigenständige Serie, sondern innerhalb von Utopische Welten Solo in der Sub-Reihe Austro-SF.

Ursprünglich waren es 14 Hefte, die vom Autor vor seinem Tod noch überarbeitet wurden und dann mit zwei dicken Bücher fortgesetzt wurden. Den Schlussband verfasst Gustav Gaisbauer; der ursprünglich vorgesehene Autor hatte das Handtuch geworfen.

von Heinz Mohlberg - am 02.01.2015 21:50
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