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Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 4 Monaten
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Schopp@, Tesla, Dropsi, Iggster

Fall Lintjens: Die Verlängerung

Startbeitrag von Iggster am 06.02.2003 08:58

Mal wieder ein neuer Bericht zum Fall Lintjens, der beide Seiten zu Wort kommen lässt (allerdings wohl eher aus subjektiver BS-Sicht verfasst ist). Naja, es kann sich ja jeder selbst ein Urteil bilden. Sicher bin ich mir inzwischen nur, dass Ho(h)ldorf da einen riesen Bock geschossen hat und nun irgendwo Dreck am Stecken hat. Zudem wird sich der Fall so oder so auch nicht grade positiv auf die Karriere Lintjens auswirken. Alles andere ist Spekulation...

Zitat

Der Fall Lintjens: Wie schwer wiegt die Klage wirklich?


Kommen da Riesen-Probleme auf Eintracht Braunschweig zu? Der Fußball-Zweitligist wurde inzwischen von Wattenscheid 09 (Regionalliga) auf die Zahlung von 290.000 Euro verklagt. Hintergrund ist der umstrittene Vertrag über den Kauf des Wattenscheiders Sven Lintjens (AZ berichtete) im Sommer 2002.

Vorspiel

Der damalige Regionalligist Eintracht wollte Regisseur Lintjens holen. Deshalb schloss Ex-Manager Dirk Holdorf mit 09-Präsident Rüdiger Knaup einen Vertrag, in dem Eintracht für 250.000 Euro (plus Mehrwertsteuer) die Transferrechte kauft. So weit sind sich alle einig. Nicht einig wurden sich jedoch Braunschweig und Lintjens, der Wechsel platzte.

Erste Spielhälfte

Holdorf bat Mitte Juli um einen Zahlungsaufschub – das behauptet zumindest Knaup. Holdorf hingegen will diesen wie auch die folgenden Vorgänge nicht kommentieren. Und die sollen sich so abgespielt haben: Wattenscheid hat die Zahlungsfrist bis zum 15. September verlängert und im Anschluss (10. Oktober, 15. November) per Einschreiben zwei Mahnungen geschickt. Knaup: "Diesen hat nie jemand widersprochen. Wir sind immer wieder beruhigt und vertröstet worden."

Halbzeit

Am 21. Oktober wird Holdorf beurlaubt, trifft sich danach (vor dem Spiel beim MSV Duisburg) aber trotzdem noch mit Knaup und einem Mitarbeiter aus Knaups Unternehmen (als Zeuge). Quasi, um die Angelegenheit an den ebenfalls anwesenden Eintracht-Vize Hans-Jürgen Schultze zu übergeben. Laut Knaup sollen Holdorf und Schultze erwähnt haben, dass der neue Manager Wolfgang Loos und Trainer Uwe Reinders besser nichts von der Angelegenheit wissen sollen. "Das ist Quatsch", kommentiert Schultze. Außerdem soll das Eintracht-Duo die Forderung anerkannt und die Zahlung zugesagt haben. Knaup: "Es hieß: Ja, selbstverständlich stehen wir zu unserer Verpflichtung." Schultze dementiert: "Auch das ist nicht wahr."

Zweite Spielhälfte

Der neue Manager Loos bekam nach wenigen Tagen im Amt eine Rechnung zugestellt, informierte sich anschließend beim Eintracht-Präsidium sowie in Knaups Büro über den Fall und übergab diesen sofort an den Sportrechtler Christoph Schickhardt. Loos: "Dies habe ich Herrn Knaup mitgeteilt, aber er hat sich nie an Herrn Schickhardt gewendet." Schickhardt prüfte den Fall und kam zu folgendem Ergebnis: "Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf eine Zahlung." Hintergrund: Laut Vertrag wurden die Transferrechte an Lintjens verkauft – dies ist jedoch laut Schickhardt illegal: "Es gibt keine Transferrechte an einem Spieler." Andererseits steht da der Fall Miroslav Klose, bei dem der 1. FC Kaiserslautern zu erwartende Transfereinnahmen bereits verpfändet hat. "Was man verpfänden kann, kann man auch verkaufen", so Knaup. Eintracht habe nun mal die Option auf einen Weiterverkauf erworben.

Verlängerung

Laut Knaup hat Wattenscheid am 27. Januar beim Landgericht Braunschweig Klage eingereicht, laut Loos liegt diese beim Verein allerdings noch nicht vor. Knaup: "Ich sehe positive Chancen, das Geld zu bekommen. Ich glaube, dass man in Braunschweig nur Zeit schinden will." Anwalt Schickhardt, der einräumt, dass "der von Holdorf geschlossene Vertrag sicher nicht optimal abgefasst" worden sei, sagt: "Ich werde wie ein Löwe für Eintracht Braunschweig kämpfen. Der Verein ist klar im Recht." Und Manager Loos meint: "Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich mir keine Gedanken machen muss." Darüber, dass Knaup massiv an die Öffentlichkeit gegangen sei, ärgert sich Loos aber: "Das ist absolut unseriös."

Scheint trotzdem so, als ob das Duell Braunschweig gegen Wattenscheid noch ins Elfmeter-Schießen geht ...




Antworten:

Wie ich schon bei den Weblöwen und in der Eintracht-Community sagte:

Für mich hört sich der Artikel in der Aller-Zeitung mehr als schwammig an.
Da spricht ein Herr Knaup davon, dass Eintracht nur Zeit schinden will und im Gegenzug sagt Loos, dass er sich hundertprozentig sicher sei, dass er sich keine Gedanken machen muss.
Zählt man eins und eins zusammen, so kommt man zu dem Ergebnis, dass Loos nur bis 30.6. Mananger ist, die Sache danach verhandelt wird und er sich tatsächlich keine Gedanken machen muss.

Genauso Anwalt Schickhardt. Wieso muss er wie ein Löwe kämpfen, wenn die Sache doch so glasklar ist?! Das verstehe ich nicht.

Des Weiteren befriedigen mich auch die Aussagen von Schultze keinesfalls. Da dementiert er Aussagen aus WAT, die ganz plausibel klangen, ohne jedoch seine Sicht der Dinge darzustellen.

Und schließlich die Nichtäußerungen vom guten alten Holdorf. Warum hat man nicht das Gespräch mit Holdorf gesucht?! Die AZ ist doch sonst immer an der Front aktiv?!


Ne, ne, ne. Mir schwant immer noch nichts gutes und ich kann mir ernsthaft vorstellen, dass wir uns am Saisonende wegen Lizenzierungsbetrug oder Bilanzfäschung in der RL wiederfinden! :-(



von Dropsi - am 06.02.2003 09:01
Also ich bin immer noch der Meinung,das ihr einen Riesenbock geschossen habt! Wenn alles so klar ist, warum hat denn Holdorf nicht einfach auf die Mahnungen reagiert udn diese als lächerlich abgewiesen, stattdessen diese Mauscheleien (zuätzliche Dummheit und diese in der Öffentlichkeit zugegeben, oder stand irgendwo mal ein Dementi?)
Bestes Paradebeispiel das es mit den Transfererlös geht hatte ich weiter unten auch schon mal genannt: Klose

von Tesla - am 06.02.2003 20:07
Wie schon in einem anderen Thread angedeutet, sehe ich da riesigen Ärger auf Eintracht Braunschweig zukommen, und das gleich aus (mindestens) drei Richtungen.
Erstens halte ich es für durchaus möglich (wenn nicht sogar ziemlich wahrscheinlich), dass die Eintracht aus dem Vertrag mit der SG09 nicht herauskommt und 290.000 Euro für nichts abdrücken muß. BTW: Wie kann der Holdorf nur so dämlich sein, ohne Not so einen Vertrag abzuschließen. Wenn ich einen Spieler verpflichten möchte, der gewillt ist, zu kommen, dann geht das wohl einfacher und sicherer, alles andere sind dumme und riskante Spekulationsgeschäfte. Der Holdorf ist entweder ein völliger Dilletant oder er hat gegen die Interessen seines Arbeitgebers gehandelt und in die eigene Tasche gewirtschaftet.

Zweitens glaube ich nicht, daß der DFB es hinnehmen wird, wenn die Forderung der SG09 von Braunschweig nicht bilanziert wurde, um die Lizenz nicht zu gefährden, wie es Holdorf und Schultze angeblich in dem dubiosen Gespräch mit Knaup selbst zugegeben haben sollen.

Drittens glaube ich, daß es bei Einracht gewaltig brennen wird, wenn sich bewahrheiten sollte, daß Holdorf und Schultze, den neuen Manager absichtlich nicht von solchen entscheidenden Vorgängen in Kenntnis setzen und stattdessen auf dessen baldige Ablösung spekulieren. Das ist in meinen Auge ein klarer Fall von Untreue gegenüber dem (Ex-) Arbeitgeber, und kann vom Verein wohl kaum so hingenommen werden.

von Schopp@ - am 07.02.2003 09:21
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