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Fussi und mehr
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Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 9 Monaten
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Tesla, Ritter Kuno, Beorn, ravanelli, e-andy

Schumacher, Bayern München

Startbeitrag von e-andy am 05.01.2005 11:09

Ich weiß, es werden wieder einige in unserem Land sagen: Der hat´s ja....

Aber ich ziehe meinen Hut vor Michael Schumacher!
Sicher, er spendet seine Millionen wahrscheinlich aus der Portokasse, aber darum geht´s gar nicht!

Die Frage ist nicht, ob er´s kann, sondern dass er´s macht und das nicht zum ersten Mal!

Respekt Michael Schumacher!!

Ebenso hat sich bei mir das Bild gefestigt, dass der FC Bayern München ein ganz großes Herz hat!
Ich bin wie ihr alle wisst kein Bayern-Fan, aber in solchen Zeiten und wenn es um Benefizspiele geht, steht der FC Bayern immer an vorderster Stelle parat!

Antworten:

stimmt in dieser Hinsicht waren die Bayern schon immer grosszügig und vor allem fidne ich gut das die schon viel gemacht haben ohne dies grossartig in der Presse breitzutreten....
Eigentlich wäre das ein hervorragender Verein, leider machen die sich vieles oder fast alles immer wieder durch ihre unsägliche arroganten Äusserungen immer wieder kaputt....
Ansonsten hätten sie sicherlich noch mehr Anhänger...

von Tesla - am 05.01.2005 11:34
Ich bin weder Formel 1 noch Schumi-Fan, aber da ziehe ich ebenfalls den Hut. Hab die TV-Sendung gestern auch gesehen und als der Weber anrief dachte ich nur: Hoffentlich machen die jetzt nicht so einen Zirkus um ne 100.000 Euro Spende. Als er dann die Summe nannte, wäre ich echt fast vom Stuhl gefallen. Denn auch wenn ihm das bestimmt nicht weh tun wird: aus der Portokasse zahlt der auch keine 10 Millionen Dollar. Laut letztem Ranking verdient Schumi 65 Millionen Euro im Jahr. Das wären dann immerhin deutlich mehr als 10% eines Jahreseinkommens. Kann sich ja jeder selbst ausrechnen, wieviel er da spenden müsste...

von ravanelli - am 05.01.2005 13:03

Bayern München

Vor der Bereitschaft, sich zugunsten Notleidender zu engagieren, habe ich immer Respekt, egal von wem sie kommt.

Ich möchte dies nicht als Anlass nehmen, gegen den FC Bayern München zu hetzen, aber eine Anmerkung: Wenn die Bayern zu einem Benfizspiel antreten, dann wird dies vom Moment der Ankündigung bis zur Abfahrt des Mannschaftsbusses entsprechend in Szene gesetzt. Ein Auftritt der Bayern ist immer ein Medienereignis, wie ich auch etwa mehr Bilder von trainierenden Bayernprofis gesehen habe, als z. B. Spielberichte über Rot-Weiss Oberhausen. Treten die Bayern an, dann ist die Hütte voll und die Kasse gut. Andere Bundesligavereine spielen auch Benefizspiele, aber für die interessiert sich kaum jemand, sie werden teilweise nicht einmal von den Sportnachrichtenagenturen (sid als bekannteste) erwähnt, bleiben damit rein regionale Ereignisse. Die Spiele der Bayern finden dagegen deutschlandweite Beachtung.

Um bei den Bayern zu bleiben: Diese traten schon einige Male bei Vereinen in wirtschaftlicher Notlage an, um mit den Einnahmen eines Benefizspiels den betroffenen Clubs ein wenig Geld in die Kassen zu bringen, damit etwa Gehälter ausgezahlt werden oder Gläubiger bedient werden können. So weit, so gut. Gerade die Bayern sind aber der Verein, der schon seit langem am liebsten alle Strukturen, die von ihnen als Beschränkung empfunden werden, am liebsten abstreifen möchten. Zum Beispiel ist ihnen der Verteilerschlüssel der Fernsehgelder schon seit langem ein Gräuel. Bei der Reform der Regionalligen sind die Bayern auch notorische Bremser. Und auch der letzte Vorstoss, das DFB-Pokalfinale in Asien auszutragen, kommt letztlich fast nur dem FC Bayern zugute, der als fast einziger Bundesligaverein eine internationale "Marke" ist.

In einem Satz: Die Bayern sind die Hauptprofiteure einer strukturellen Ungerechtigkeit, welche ab der 2. Liga die Vereine trifft, und an der, gepaart mit interner Mißwirtschaft, dann auch schon weit mehr als ein Verein zu Grunde gegangen ist.

Die Bayern üben damit eine sehr traditionelle Politik aus: Die Verhältnisse auf sich selbst zuschneiden, alle Belastungen durch Gesetze, Verordnungen und feste Verpflichtungen ablegen, und dann nach eigenem Ermessen als Gönner oder Mäzen auftreten. In dieser Rolle fühlt sich nicht nur der FC Bayern München mehr als wohl.

von Beorn - am 05.01.2005 14:13
Respekt, Herr Schumacher. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch, der sich seit Jahren erfolgreich davor drückt, in Deutschland seine Steuern zu bezahlen, zu so einem Schritt fähig ist. Vielleicht plagt ihn ja das schlechte Gewissen. Wie auch immer: Finde ich sensationell von ihm!

von Ritter Kuno - am 05.01.2005 15:56
Beorn, das meine ich ja auch u.a. mit "arrogant"....
aber trotzdem ist es bemerkenswert wieviel die Bayern spenden und zwar wie ich schon erwähnte ohne es grossartig in der Presse breitzutreten und damit meine ich nicht irgendwelche Benefizspiele...

von Tesla - am 05.01.2005 16:10
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